8:05 die erste letzte zeit
wach und hell ist es geworden
die zeichnung der ewigkeit
wanderung in den norden
geschwind, geschwind
geh irgendwo, geh
hörend und blind
sagt die sehnsucht: versteh!
es ist morgen, sieh's ein
nimm dein leben zurück
kalter, neuer wein
nimm dir liebe, nicht glück
es ist leer, das leben
ein mißglücktes wort
die morgen vergeben
den falschen ort
wo soll's denn sein?
es läutet das licht
still, der morgen wird klein
hat kein gewicht
sich die worte verengen
für den singenden wind
wollen sehnsucht verdrängen
hörend und blind
und es poltert und schreit
was gestorben ist
die zeit geht zu weit
hat die leere vermisst
und es lebt sich wieder
was der morgen vergaß
angst und vogelgefieder
voller leiden im gras