1. #1
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    Die Netze der Stadt

    Die Netze der Stadt


    in den grauen Steinmauern der Stadt
    verfängt sich das Geschwätz der Touristen
    wie in alten aber sorgsam geflickten Fischernetzen

    ausgeworfen um das Brot auf den Tisch zu bringen
    ausgeworfen um das Geld in die Kassen zu bringen
    ausgeworfen wegen des Kitzels der Jagd

    nach den Naiven und Gutgläubigen
    die alles kaufen
    nur um zu Hause damit prahlen zu können
    einen Hauch des luftigen Genius
    auf der trockenen Haut gespürt zu haben
    einen Hauch von Nachtmusik
    an lauen Abenden

    doch noch ist Mittag
    und

    die Straßen stöhnen unter der Hitze
    auf
    die Tauben haben sich verkrochen
    kein Flügelschlag bringt die Luft in Wallung

    nur nicht viel bewegen

    Ich Wanderer Beheimateter Fremder
    der die Saat der Stadt gestreut
    und die Ernte eingefahren hat
    raste blicklos auf dem grün schimmernden Kapitelplatz

    nebenan zwei karge Männer
    in das Schachspiel vertieft
    verschieben Figuren wie Schicksale
    und nichts ist von Dauer

    über mir die Festung

    wie sie trotzt
    all den Gefahren die ihr nicht mehr drohen
    eine Glucke an die sich zitternd die Häuser schmiegen
    mit ihren Rissen und Falten und dem dreckigen Lehm
    der die alten Geschichten noch kennt
    Geschichten wie der Legende
    vom Stierwäscher
    Beweis des Erfindergeistes in großer Not
    oder nur ein abendfüllendes Märchen

    auf jeden Fall sind wir alle gute Stierwäscher
    immer noch

    das gehört dazu

    zur Selbstdefinition zum Selbstverständnis zum Selbst
    das uns alle gefangen nimmt

    es gibt kein Entrinnen aus den Straßen
    in denen man geboren wurde
    egal wie oft man sich auch entfernt

    und immer wieder lande ich hier
    im kühlenden Schatten des mächtigen Domes
    der selbstherrlich die Bühne bildet
    für die Dramen
    die gespielten und die gelebten

    und immer wieder atme ich ein und aus
    die Luft an die meine Lungen von Beginn an gewöhnt sind
    und drehe mich im Kreis
    und verfange mich in den Netzen der Stadt

    ausgeworfen um die Kinder an die Mutter zu binden

    doch niemals stellt sich die Frage
    ob die angebetete Mutter tatsächlich
    unter Schmerzen das Ich
    mich
    uns alle
    geboren und aus dem triefenden Leib gezogen hat
    oder wir bloß irgendwann von ihr akzeptiert wurden
    wie zugelaufene Hunde

    oder ist es der Vater
    denn nicht zu leugnen sind die markant männlichen Züge
    welche die Stadt manchmal trägt
    wenn es regnet
    oder im Hintergrund der Baustellenlärm tobt

    doch im Grunde scheint es gleichgültig zu sein
    die Frage ist kaum von Bedeutung denn
    ich entkomme doch nicht

    obwohl ich es stets versuche
    und aufs Neue abreise und abschließe
    mit den vertrauten Gassen dem geschwätzigen Sein
    inmitten des täglichen Theaters
    mir meine eigene kleine Bühne zimmere
    auf der ich zukünftig spielen möchte
    fernab jeglicher Festspiele
    die nicht die meinen sind

    kann ich doch so nicht spielen
    wie es von mir erwartet wird
    passe ich doch nicht in die Vorurteile
    obwohl ich mich bemühe sie zu erfüllen

    allein wenn ich mich abseits der ausgetretenen Pfade
    auf Erkundung begebe auf Pirsch
    nach Aussichten und Einsichten
    fühle ich mich so
    wie ich mich fühlen muss
    angesichts meiner Geburtsstätte
    und meines Grabes
    irgendwann

    nur dann wenn ich allein über den Dächern wandle
    und alles Leben unten in der Stadt unwesentlich wird
    ich durch die engmaschigen Netze schlüpfen kann
    wenn auch nur für eine Weile
    dann fühle ich den Puls
    das Vibrieren der Straßen und meines
    Brustkorbes

    und ein Funken Verständnis entzündet sich
    für das was leichthin als Heimat bezeichnet wird
    und doch so schwer zu erfassen ist

    da sich immer irgendetwas oder irgendjemand
    quer legt
    im Gemüt

    meistens die Heimat selbst
    denke ich

    doch in diesen lichten Augenblicken
    wenn alles zu einer konturlosen Masse verschmilzt
    die in der heißen Augustsonne flimmert
    und ich vom richtigen Blickwinkel aus
    hinab auf die dampfende Stadt schaue
    dann vergesse ich
    dass ich eigentlich fehl am Platz bin

    und meine Felder nicht mehr beackern kann
    in Zukunft

    denn das ist nicht mehr meine Aufgabe
    Geändert von Roderich (05.11.2006 um 23:56 Uhr)
    "Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben fähig ist."
    Jorge Luis Borges


    Mein Wiedereinstiegsgedicht nach all der Zeit: So ist mein Herz ein dunkler Teich

    Meine Werke und meine Empfehlungen.

    Freiwillige Selbstverpflichtung 3:1

    Und hier noch auf Wunsch von Nachteule etwas von ihm (als Dank für die Hilfe im Mod-Faden): Nachteule

  2. #2
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    Hallo Thomas,

    ein ungewöhnlich langes, aber deswegen nicht minder interessantes Gedicht, das sich äußerst ambivalent und sehr eindinglich mit dem Heimatbegriff auseinandersetzt, Salzburg ist natürlich unverkennbar.

    Bevor ich mich auf Einzelheiten einlasse, möchte ich schnell noch dies vorausschicken.
    Wie du sicher weißt, tue ich mich generell als alter Reimgaul mit offenen Prosagedichten ziemlich schwer, eben weil ich nicht einzusehen vermag, dass nur ein mehr oder weniger willkürlich gesetzter Zeilenumbruch aus purer Prosa schon ein Gedicht macht.

    Da diese Thematik aber schon des öfteren hier im Forum heiß hin und her diskutiert wurde, ohne das man sich je über die Kriterien hätte einigen können, will ich dies alles lieber mal außen vor lassen und mich lediglich zum Aufbau, zur Struktur und natürlich zum Inhalt selbst äußern.

    Nach zweimaligem Durchlesen bekomme ich mehr und mehr den Eindruck, sehrwohl etwas Besonderes darin zu erkennen, nämlich einen gelungenen Versuch, dich kritisch-distanziert mit deiner Heimatstadt und ihren Wechselbezügen in deinem Leben auseinanderzusetzen.

    in den grauen Steinmauern der Stadt
    verfängt sich das Geschwätz der Touristen
    wie in alten aber sorgfältig geflickten Fischernetzen

    ausgeworfen um das Brot auf den Tisch zu bringen
    ausgeworfen um das Geld in die Kassen zu bringen
    ausgeworfen wegen des Kitzels der Jagd
    Schon der Einstieg vermittelt auf durchaus poetische Weise die Grundzüge des Stadtlebens, das du mit dem Bild des alten Fischernetzes wortwörtlich gut einfängst. Geld verdienen, Geld sparen und den Kitzel der Jagd nach Erfolg, Ansehen oder auch zum reinen Vergnügen verspüren, auch Sensationen nachjagen z.B.

    nach den Naiven und Gutgläubigen
    die alles kaufen
    nur um zu Hause damit prahlen zu können
    einen Hauch des luftigen Genius
    auf der trockenen Haut gespürt zu haben
    einen Hauch von Nachtmusik
    an lauen Abenden
    Hier kommen die Verführungskünste der Stadt auf ihre Bewohner zur Sprache, die, naiv und gutgläubig wie viele von ihnen nunmal sind, ihren Bedarf an Statussymbolen zwanghaft decken müssen, damit man um jeden Preis der Welt im gutbürgerlichen Millieu weiter mitmischen und -reden kann.

    doch noch ist Mittag
    und

    die Straßen stöhnen unter der Hitze
    auf
    die Tauben haben sich verkrochen
    kein Flügelschlag bringt die Luft in Wallung
    Diese Passage könnte man als Synonym für bleierne Unflexibilität oder als Angst vor dem Wandel ansehen. Bloß keine Veränderungen, es möge bitteschön immer alles im alten Trott, dem heißgeliebten so weitergehen. Bloß keinen Staub aufwirbeln und immer schön angepasst sich durchschlängeln, lese ich daraus.
    Ich Wanderer Beheimateter Fremder
    der die Saat der Stadt gestreut
    und die Ernte eingefahren hat
    raste blicklos auf dem grün schimmernden Kapitelplatz

    nebenan zwei karge Männer
    in das Schachspiel vertieft
    verschieben Figuren wie Schicksale
    und nichts ist von Dauer

    über mir die Festung

    wie sie trotzt
    all den Gefahren die ihr nicht mehr drohen
    eine Glucke an die sich zitternd die Häuser schmiegen
    mit ihren Rissen und Falten und dem dreckigen Lehm
    der die alten Geschichten noch kennt

    Geschichten wie der Legende
    vom Stierwäscher
    Beweis des Erfindergeistes in großer Not
    oder nur ein abendfüllendes Märchen
    Meine Lieblingspassage, weil du in ihr mit malerischen feinen Bildern die Seele der Stadt beschreibst und auch Menschen agieren lässt. Obwohl ich die Legende vom "Stierwäscher" nicht kenne, gehören solche Geschichten doch zu jeder älteren Stadt und geben ihr eine besondere Note. Die Bürger lieben sie und identifizieren sich auch gerne damit.
    es gibt kein Entrinnen aus den Straßen
    in denen man geboren wurde
    egal wie oft man sich auch entfernt

    und immer wieder lande ich hier
    im kühlenden Schatten des großen Domes
    der selbstherrlich die Bühne bildet
    für die Dramen
    die gespielten und die gelebten

    und immer wieder atme ich ein und aus
    die Luft an die meine Lungen von Beginn an gewöhnt sind
    und immer wieder drehe ich mich im Kreis
    und verfange mich in den Netzen der Stadt

    ausgeworfen um die Kinder an die Mutter zu binden
    Hier werden die starken Bindungen und emotionalen Kräfte angesprochen, die einen immer wieder an seine manchmal hassgeliebte Heimatstadt zurückkehren lassen. Für meine Begriffe solltest du aber "und immer wieder" (3x) um mind. eins reduzieren.
    doch niemals stellt sich die Frage
    ob die angebetete Mutter tatsächlich
    unter Schmerzen das Ich
    mich
    uns alle
    geboren und aus dem triefenden Leib gezogen hat
    oder wir bloß irgendwann von ihr akzeptiert wurden
    wie zugelaufene Hunde

    oder ist es der Vater
    denn nicht zu leugnen sind die markant männlichen Züge
    welche die Stadt manchmal trägt
    wenn es regnet
    oder im Hintergrund der Baustellenlärm tobt

    doch im Grunde scheint es gleichgültig zu sein
    auf welcher Art des Magnetismus
    die Anziehungskraft beruht
    weg kann ich doch nicht
    Nun werden die mütterlichen und väterlichen Aspekte der Stadt beleuchtet und auch Dinge hinterfragt, mit denen sich für gewöhnlich nur wenige beschäftigen, z.B. die Frage, wer wen gebiert oder wer ist von wem abhängig.
    obwohl ich es stets versuche
    von Flughäfen
    von Bahnhöfen
    von Autobahnen
    abreise und abschließe
    mit den vertrauten Gassen dem geschwätzigen Sein
    inmitten des vertrauten Theaters
    mir meine eigene kleine Bühne zimmere
    auf der ich zukünftig spielen möchte
    fernab jeglicher Festspiele
    die nicht die meinen sind

    kann ich doch so nicht spielen
    wie es von mir erwartet wird
    passe ich doch nicht in die Vorurteile
    obwohl ich mich bemühe sie zu erfüllen
    Jetzt geht es um das unmögliche Loskommen voneinander. Man mag so oft die Heimat verlassen wie man will, auf eine unterschwellige merkwürdige Art bleibt ihr Magnetismus immer aktiv und es zieht einen früher oder später dann doch wieder zu ihr zurück, selbst dann, wenn sich das Individuum darüber im Klaren ist, dass es eigentlich keine rationalen Gründe dafür gibt, zumal dann, wenn es wie hier als Quer- und Freidenker auftritt und sich einfach nicht an Traditionen gebunden fühlt, den aufgebauschten Kulturbetrieb eher verachtet.
    auf Erkundung begebe auf Pirsch
    nach Aussichten und Einsichten
    fühle ich mich so
    wie ich mich fühlen muss
    angesichts meiner Geburtsstätte
    und meines Grabes
    irgendwann

    nur dann wenn ich allein über den Dächern wandle
    und alles Leben unten in der Stadt unwesentlich wird
    ich durch die engmaschigen Netze schlüpfen kann
    wenn auch nur für eine Weile
    dann fühle ich den Puls
    das Vibrieren der Straßen und meines
    Brustkorbes
    Nur dann, wenn sich das LI auf seine ihm gemäßen Entdeckungstouren durch die Stadt macht, entsteht so etwas wie Identifikation zu ihr, aber eben eine sehr individuelle, unprätentiös eigenwillige. Auch wenn das LI seine Stadt aus der Distanz von einem höheren Standort aus betrachtet, spürt es den Lebenspuls, die Schwingungen und geht fast automatisch auf Resonanz zu diesen.
    und ein Funken Verständnis entzündet sich
    für das was leichthin als Heimat bezeichnet wird
    und doch so schwer zu erfassen ist

    da sich immer irgendetwas oder irgendjemand
    quer legt
    im Gemüt

    meistens die Heimat selbst
    denke ich
    Hier geht LI wieder auf kritische Distanz obwohl sich soeben erst der Verständnisfunken entzündet hat und es reflektiert noch einmal über die Schwierigkeit, warum diese Wechselbeziehung so schwer zu fassen ist. Schließlich mutmaßt es, die Stadt selbst könne es sein, die ihm quer im Gemüt liegt.
    doch in diesen lichten Augenblicken
    wenn alles zu einer konturlosen Masse verschmilzt
    die in der heißen Augustsonne flimmert
    und ich vom richtigen Blickwinkel aus
    hinab auf die dampfende Stadt schaue
    dann vergesse ich
    dass ich eigentlich fehl am Platz bin

    und meine Felder nicht mehr beackern kann
    in Zukunft

    denn es ist nicht mehr meine Aufgabe
    Zum Schluss kommt LI zu der eher resignativen Feststellung, dass es im Grunde dort nichts mehr verloren hat, es fühlt sich nicht mehr ausreichend verstanden, da es eine ganz andere geistige Entwicklung genommen hat und wendet sich zum Gehen.

    Puh, ächz und schwitz, das war wohl jetzt mit Abstand mein längster Kommentar, zumindest von der rein optischen Länge her. Ich hoffe, dass du etwas damit anfangen kannst, obwohl ich ja nur interpretiert habe.

    Es hat mir aber doch Freude gemacht, weil ich die Betrachtungen deines LI, obwohl ich natürlich weiß, das du persönlich in Gänze schon dahintersteckst, sehr gut nachempfinden konnte, zumal ich mir schon des öfteren ähnliche Gadanken über den Heimatbegriff gemacht habe und ihn sogar noch um Nuancen distanzierter sehe.

    Liebe Grüße
    crux
    Geändert von crux (03.11.2006 um 01:28 Uhr)

  3. #3
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    Hallo Crux,

    wow - eigentlich habe ich mir ja nur ein knappes "Ist gut" oder "Ist nicht gut" angesichts der Länge des Gedichtes erhofft, aber deine Interpretation lässt mich jetzt mal in den Sessel plumpsen. Vielen herzlichen Dank dafür!

    Was die wohl ewig umstrittene Frage, wo Prosa aufhört und Lyrik anfängt, betrifft, so lassen wir das lieber beiseite, wie du schon vorgeschlagen hast. Mir persönlich liegen die Ungereimtheiten mehr als Reime, aber das ist Geschmackssache.

    Die Sache mit dem Heimatbegriff und den Wechselbezügen in meinem Leben ist natürlich sehr scharf erkannt von dir und zu 90% kann man hier das lyr. Ich mit dem Autoren gleichsetzen, ausnahmsweise einmal. Es bleiben zwar immer noch 10%, die ich so im Gedicht - für mich - nicht unterschreiben kann, aber im Grunde spiegelt das Gedicht meine Beschäftigung mit der Heimat wieder. Insofern liegt es mir auch besonders am Herzen und daher auch meine Bitte an dich, ein paar Worte dazu zu verlieren, denn angesichts der Länge und auch der Sperrigkeit des Themas (wen interessiert schon eine eingehende Beschäftigung meiner Beziehung zu Salzburg?) habe ich schon damit gerechnet, dass dieses Gedicht in den Untiefen sämtlicher Lyrikforen absauft.

    Was deine Interpretation betrifft, so ist sie wunderbar schlüssig und trifft genau das, was ich mit dem Gedicht aussagen wollte. Zum Teil ist es verblüffend, wie sehr deine Gedankengänge meinen eigenen beim Schreiben ähneln. Lediglich bei einer Stelle bin ich nicht zu 100% bei dir - am Anfang nämlich, denn die Verführungskünste der Stadt beziehen sich eher auf die Touristen als die Bewohner, da die Bewohner selbst ja die Netze auswerfen. Aber das ist nur ein winziges Detail und auch deine Lesart ist völlig zulässig.

    Noch ein paar klärende Worte zu meinem eigenen Heimatverständnis: Ich weiß, dass Salzburg meine Heimat ist. Das ist die Stadt, in der ich geboren wurde, in der ich aufgewachsen bin, in der ich die meiste Zeit meines Lebens verbracht habe. Ich kenne dort die Namen der Straßen, weiß, wie die Busse fahren, welche Radfahrwege im Winter vom Schnee befreit werden und welche nicht. Das alles könnte bzw. sollte dazu beitragen, dass das Heimatgefühl entsteht. Problem: Je älter ich werde, desto mehr entferne ich mich von der Stadt und auch wenn ich gerne dort bin, so werde ich mehr und mehr zum Besucher. Ich nehme die Stadt anders wahr als früher und wenn ich an einem mir bekannten Gebäude vorbeigehe oder vorbeifahre, dann eröffnen sich mir Erinnerungen an frühere Zeiten, aber es weckt keine Assoziationen zu meiner Gegenwart. Wenn ich in der Stadt spazieren gehe, dann mache ich also einen Spaziergang durch meine Vergangenheit, in der Gegenwart gibt es mich gar nicht so richtig in der Stadt. Das mag jetzt seltsam klingen und natürlich stimmt das auch nicht immer und überall zu 100%, aber ich denke, dass ich dir so ungefähr vermitteln konnte, was ich empfinde und woraus dieses Gedicht schließlich besteht. So viel jedenfalls zur Entstehungsgeschichte.

    Wie gesagt, das ist wohl mein bisher "intimstes" Gedicht und wohl so ziemlich das einzige Mal, dass ich sagen kann bzw. muss: Das bin ich. Hier kann ich kein lyr. Ich vorschieben und irgendwie ist das auch gut so. Ich hoffe doch, dass ich dadurch etwas mehr Tiefe erreichen konnte als wenn ich mich mit dem Heimatbegriff als Kunstprodukt, auf einer abstrakteren Ebene beschäftigt hätte.

    Noch einmal vielen lieben Dank für deine ausführliche Beschäftigung mit meinem Gedicht - das bedeutet mir wirklich viel.

    Ach ja, was deine Verbesserungsvorschläge bezüglich des "immer wieder" angeht, so werde ich das natürlich noch überarbeiten. Nur heute bin ich wohl schon zu müde dazu, werde mich morgen darum kümmern. Nur, dass du weißt, dass deine berechtigte Kritik nicht auf taube Ohren gestoßen ist.

    Viele Grüße

    Thomas
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    Jorge Luis Borges


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    Und hier noch auf Wunsch von Nachteule etwas von ihm (als Dank für die Hilfe im Mod-Faden): Nachteule

  4. #4
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    Hi Roderich

    Erstmal vornerweg - ich fand es stark - es schwingt, singt und lebt. Egal ob es Prosa ist oder ein Versuch oder eine Idee - es lebt!

    Sehr schöne Gedanken!


    Die Netze der Stadt


    in den grauen Steinmauern der Stadt
    verfängt sich das Geschwätz der Touristen
    wie in alten aber sorgfältig geflickten Fischernetzen

    ausgeworfen um das Brot auf den Tisch zu bringen
    ausgeworfen um das Geld in die Kassen zu bringen
    ausgeworfen wegen des Kitzels der Jagd

    nach den Naiven und Gutgläubigen
    die alles kaufen
    nur um zu Hause damit prahlen zu können
    einen Hauch des luftigen Genius
    auf der trockenen Haut gespürt zu haben
    einen Hauch von Nachtmusik
    an lauen Abenden

    Sehr schöne Stimmung eingefangen. Allerdings dene ich hier erst mal unweigerlich an Urlaubsorte, Süden und Sonne - dort wo man eben ein Stück des Urlaubs in Form von Habseligkeiten gern mit nach Hause trägt.

    doch noch ist Mittag
    und

    genialer Umschwund finde ich

    die Straßen stöhnen unter der Hitze
    auf
    die Tauben haben sich verkrochen
    kein Flügelschlag bringt die Luft in Wallung

    Ich Wanderer Beheimateter Fremder
    der die Saat der Stadt gestreut
    und die Ernte eingefahren hat
    raste blicklos auf dem grün schimmernden Kapitelplatz

    Das wirkt an der Stille plötzlich so abgehoben auf mich und stört mich irgendwie in der Lesestimmung!

    nebenan zwei karge Männer
    in das Schachspiel vertieft
    verschieben Figuren wie Schicksale
    und nichts ist von Dauer

    JA genau - nichts ist von Dauer ... das Bild mit den Figuren ist hier sehr gut! (kennst Du eigentlich mein Wien Gedicht das ich geschrieben habe nach dem Dichterplanettreffen? Da habe ich die gleiche Formulierung und Stimmung verdichtet - Ganz leicht und vergessen heißt es)

    über mir die Festung

    wie sie trotzt
    all den Gefahren die ihr nicht mehr drohen
    eine Glucke an die sich zitternd die Häuser schmiegen
    mit ihren Rissen und Falten und dem dreckigen Lehm
    der die alten Geschichten noch kennt

    Geschichten wie der Legende
    vom Stierwäscher
    Beweis des Erfindergeistes in großer Not
    oder nur ein abendfüllendes Märchen

    auf jeden Fall sind wir alle gute Stierwäscher
    immer noch

    das gehört dazu

    zur Selbstdefinition zum Selbstverständnis zum Selbst
    das uns alle gefangen nimmt

    es gibt kein Entrinnen aus den Straßen
    in denen man geboren wurde
    egal wie oft man sich auch entfernt

    diesen Part finde ich wunderschön und absolut treffend ...allerdings beschränke ich es NICHT auf die Geburt. Es gibt viele Menschen die in der Wahlheimat leben, die wirklich wesentlicher ist.
    Hier fühl ich mich geborgen, hier ist mein Heim - hier will ich sein!
    Ich bin z.B. in Soltau geboren - "Wo ist Soltau?" Ja in Norddeutschland so viel ich weiß.

    und immer wieder lande ich hier
    im kühlenden Schatten des großen Domes
    der selbstherrlich die Bühne bildet
    für die Dramen
    die gespielten und die gelebten

    und immer wieder atme ich ein und aus
    die Luft an die meine Lungen von Beginn an gewöhnt sind
    und immer wieder drehe ich mich im Kreis
    und verfange mich in den Netzen der Stadt

    die zwei Verse sind auch unheimlich stark - sehr atmosphärisch ...und mit vielen Jahren auf dem Buckel !

    ausgeworfen um die Kinder an die Mutter zu binden

    doch niemals stellt sich die Frage
    ob die angebetete Mutter tatsächlich
    unter Schmerzen das Ich
    mich
    uns alle
    geboren und aus dem triefenden Leib gezogen hat
    oder wir bloß irgendwann von ihr akzeptiert wurden
    wie zugelaufene Hunde

    oder ist es der Vater
    denn nicht zu leugnen sind die markant männlichen Züge
    welche die Stadt manchmal trägt
    wenn es regnet
    oder im Hintergrund der Baustellenlärm tobt

    doch im Grunde scheint es gleichgültig zu sein
    auf welcher Art des Magnetismus
    die Anziehungskraft beruht
    weg kann ich doch nicht

    obwohl ich es stets versuche
    von Flughäfen
    von Bahnhöfen
    von Autobahnen
    abreise und abschließe
    mit den vertrauten Gassen dem geschwätzigen Sein
    inmitten des vertrauten Theaters
    mir meine eigene kleine Bühne zimmere
    auf der ich zukünftig spielen möchte
    fernab jeglicher Festspiele
    die nicht die meinen sind

    Ich bin ja immer für modern und durchaus auch für Gewagtes...empfinde aber hier die Autobahnen und Flughäfen sehr unstimmig eingeflechtet, da die sonst so antiquierte Wortfindung so herrlich nach Antik und Geschichte klingt. Das klingt so "reingeschmissen" !

    kann ich doch so nicht spielen
    wie es von mir erwartet wird
    passe ich doch nicht in die Vorurteile
    obwohl ich mich bemühe sie zu erfüllen

    allein wenn ich mich abseits der ausgetretenen Pfade
    auf Erkundung begebe auf Pirsch
    nach Aussichten und Einsichten
    fühle ich mich so
    wie ich mich fühlen muss
    angesichts meiner Geburtsstätte
    und meines Grabes
    irgendwann

    nur dann wenn ich allein über den Dächern wandle
    und alles Leben unten in der Stadt unwesentlich wird
    ich durch die engmaschigen Netze schlüpfen kann
    wenn auch nur für eine Weile
    dann fühle ich den Puls
    das Vibrieren der Straßen und meines
    Brustkorbes

    und ein Funken Verständnis entzündet sich
    für das was leichthin als Heimat bezeichnet wird
    und doch so schwer zu erfassen ist

    da sich immer irgendetwas oder irgendjemand
    quer legt
    im Gemüt

    meistens die Heimat selbst
    denke ich

    doch in diesen lichten Augenblicken
    wenn alles zu einer konturlosen Masse verschmilzt
    die in der heißen Augustsonne flimmert
    und ich vom richtigen Blickwinkel aus
    hinab auf die dampfende Stadt schaue
    dann vergesse ich
    dass ich eigentlich fehl am Platz bin

    und meine Felder nicht mehr beackern kann
    in Zukunft

    denn es ist nicht mehr meine Aufgabe


    Der letzte Teil wird irgendwie GANZ GROSS und erinnert mich auch an meinen Text "Die Städte" aus Bordsteingespräche. (kennst Du ja)
    Alles so vergänglich, alles so unwesentlich - und doch ist man da ein kleiner Teil dieser Geschichte.

    Ich habe Deinen Text sehr genossen - man könnte ihn sicher zerfetzen - das überlasse ich den Formalisten und Vermessungstechnikern - ich habe da ein starkes Stück Lyrik mit viel Gefühl gelsesen.

    In dem Sinne

    es grüßt das Kerlchen
    Geändert von Kerlchen40 (03.11.2006 um 10:49 Uhr)

  5. #5
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    Hallo Stefan,

    ich danke dir vielmals für deine ausführliche und so hilfreiche Kritik! Das ist wirklich großartig, damit kann ich sehr viel angefangen. Wenn das Gedicht dann auch noch als Ganzes zugesagt hat, bin ich überhaupt nicht mehr zu halten. Vielen Dank!

    Werde mir deine einzelnen Kritikpunkte noch einmal ganz genau zu Gemüte führen, wenn ich mich an die Überarbeitung setze. Was ich so beim ersten Lesen mitgenommen habe, ist, dass ich dir eigentlich bei allen Punkten spontan Recht geben kann. Nur was die Geburtsstätte betrifft, so möchte ich das jedenfalls so drinnen lassen, wie es ist, denn so empfinde ich selbst. Natürlich hast du Recht, das auch eine Wahlheimat dieses Heimatgefühl erzeugen kann, aber darum ging es mir hier nicht.

    Dein Wien-Gedicht kenne ich übrigens noch nicht, das ist mir - Schande über mich - bisher entgangen. Werde ich aber nachholen.

    Viele Grüße

    Thomas
    "Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben fähig ist."
    Jorge Luis Borges


    Mein Wiedereinstiegsgedicht nach all der Zeit: So ist mein Herz ein dunkler Teich

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    Und hier noch auf Wunsch von Nachteule etwas von ihm (als Dank für die Hilfe im Mod-Faden): Nachteule

  6. #6
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    Hallo Thomas,

    wenn ich helfen konnte/Impulse geben konnte freuts mich - das mit dem Wien Gedicht ist nicht so wichtig - es hat nur komischwerweise ne ähnliche Stimmung an dieser Stelle - kann aber bei weitem nicht mit diesem Text mithalten. War nur ne kurze Stimmungswiedergabe nach einerm Erlebnis dort

    Ich beobachte diesen Text weiter! Du wirst, nein bist schon ein großer Geschichtenschreiber!

    Wink Stefan

  7. #7
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    Hallo noch einmal,

    ich werde den Text heute im Laufe des Tages noch ein wenig polieren. Viel möchte ich nicht mehr ändern, aber die von dir angesprochenen Stellen werden natürlich überarbeitet. Da bist du wirklich eine sehr große Hilfe gewesen.

    Werde dir eine PN schicken, wenn ich den Text geändert habe. Vielleicht, dass du das dann noch mal kurz abnickst, wenn es passt, bzw. wenn es nicht passt, dann mir noch einmal einen dezenten Tritt in den Allerwertesten gibst.

    Und vielen Dank für dein nettes Lob, da werde ich ganz rot, etwa so:

    Viele Grüße

    Thomas
    "Man schreibt nicht, was man schreiben möchte, sondern was man zu schreiben fähig ist."
    Jorge Luis Borges


    Mein Wiedereinstiegsgedicht nach all der Zeit: So ist mein Herz ein dunkler Teich

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  8. #8
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    Hi Roderich

    Auch wenn die bisherigen Kommentare vielleicht als Feedback schon reichen würden, geb ich auch noch meinen Senf dazu...Lob kann man nie genug kriegen

    Ich weiß ja nichts über dich als Person und hab das Gedicht daher überhaupt nciht auf dich bzogen, meine Interpretation sah also auch leicht anders aus. Hat in mir eins ehr reales Bild von Venedig geweckt (auch wenn ich noch nie da war): Tauben, Dom, (Markt)Platz, Schachspieler, Wärme...... Und ich hab es definitiv sehr genossen =)

    Das Bild mit den (Fischer)Netzen hat mir sehr gut gefallen,vor allem, wenn es darum geht, dass das LI nicht wirklich von der Stadt loskommt, und später nochmal. Dadurch führt der Titel wie ein roter Faden durch's Gedicht.

    Es scheint dienen Stil auszuzeichnen (und spricht mich ganz besonders an), dass du einige Schlüsselaspekte aus anderen Perspektiven wieder aufgreifst (z.B. die Felder, auf die zum Schluss noch mal Bezug genommen wird; oder die Bühne des Lebens, die die Stadt dem Bewohner aufzwingt im Gegensatz zu der, die er sich selbst "baut"). Das lässt das Gedicht meiner Meinung nach "runder" erscheinen und ist in dem Fall ein definitiv gut eingesetztes Stilmittel.

    Meiner Meinung spricht ganz besonders für dein Gedicht, dass es so lebendige Bilder in mir hervorgerufen hat. Auch gefallen haben mir die für mich recht neuen Bilder (z.B. "kein Flügelschlag bringt die Luft in Wallung")

    Auch sehr berührt hat mich die personifizierte Festung, deren Mutterinstinkte und "Falten" sie wie ein altes, menschliches Wesen erscheinen lassen.

    Eine Verständnisfrage, was ist mit "passe ich doch nicht in die Vorurteile
    obwohl ich mich bemühe sie zu erfüllen" gemeint?

    Wortspiele wie "Aussichten und Einsichten" tragen dazu bei, dass es Spaß amcht, dein Gedicht zu lesen.

    Das einzige was mir nicht gefällt, ist der Abschnitt:
    "doch im Grunde scheint es gleichgültig zu sein
    auf welcher Art des Magnetismus
    die Anziehungskraft beruht
    weg kann ich doch nicht"
    Der Rest ist so gefühlvoll und bildhaft gezeichnet, dagegen wirkt diese Aussage auf mich irgendwie nciht besonders poetisch udn zu flach. Außerdem wird das Fazit (das ja im Prinzip schon ein wichtiger Teil des Gedichts ist) dem Leser zu sehr auf dem goldenen Tablett serviert. Das ist ein ziemlichwichtiger Teil, regt aber im Gegensatz zum Rest nicht zum Nachdenen an

    So, hab mir ziemlcih Mühe gegeben mit dieser Kritik...hoffe das wird entsprechend gewürdigt
    Ne scherz, aber ich hoffe schon, dass dir mein Kommenatr noch irgendwie weitergeholfen hat

    Lieber Gruß, Sweet Lady
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  9. #9
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    Hallo Sweet lady,

    und wie dein Kommentar gewürdigt wird! Ich kann dir gar nicht genug für deine ausführliche Kritik und dein Lob danken!

    Es freut mich ganz besonders, dass auch du als Leserin, die weder mich kennt noch das Gedicht auf die Stadt Salzburg bezieht, mit meinem Gedicht etwas anfangen konntest. Wie ich weiter oben schon erwähnt habe - unproblematisch ist der Inhalt ja nicht, wenn man weder Stadt noch Autor kennt.

    Dass du das Gedicht übrigens mit Venedig verbindest, ist interessant, denn Venedig und Salzburg gleichen sich in vielerlei Hinsicht. Beide Städte leben zum allergrößten Teil vom Tourismus, beide Städte sind schon sehr alt und hatten ihre beste Zeit in der Vergangenheit, wovon sie heute noch zehren, auch in der Architektur finden sich viele Parallelen, da Salzburg zum Teil sehr stark von der italienischen Architektur beeinflusst wurde (soweit ich das als Architektur-Laie mitbekommen habe). Insofern passt Venedig hier auch sehr gut rein in das Gedicht.

    Zu deiner Verständnisfrage betreffend der Vorurteile: Die Salzburger Stadtbevölkerung gilt im Rest von Österreich (und auch im Land Salzburg) als ziemlich hochnäsig und versnobt. Eben die Festspielgesellschaft, die "Geldigen", die Besseren. Das sind die Vorteile, die ich gemeint habe und als Salzburger wird man, wenn man woanders in Österreich ist, fast unweigerlich mit diesen Vorurteilen konfrontiert. Wie eigentlich Menschen aus allen Bundesländern, denn zu jeder Region von Österreich gibt es Vorurteile, die dann gleich ausgepackt werden, wenn man jemanden aus einer bestimmten Region kennenlernt. Oft wundern sich die Leute dann, wenn man diesen Vorurteilen nicht entspricht (so wie ich, da ich - wenn man von den Stereotypen ausgeht - durchaus ein eher untypischer Salzburger Städter bin). Wenn ich nun schreibe, dass ich versuche, den Vorurteilen zu entsprechen, dann ist das ein kleiner, versteckter Seitenhieb in Richtung all derer, die eben in diesen Stereotypen denken.

    Die von dir kritisierte Stelle werde ich mir im Übrigen bei der Überarbeitung (die ich heute leider noch nicht geschafft habe, obwohl ich sie mir vorgenommen habe) glatt bügeln, denn da triffst du zielsicher einen wunden Punkt des Gedichtes. Mit dieser Stelle bin ich selbst nicht ganz zufrieden und das zu Recht, wie sich durch deinen Kommentar bestätigt hat. Werde mir also diese Stelle gemeinsam mit den Stellen, die Kerlchen schon angesprochen hat, ansehen und dann überarbeiten. Das aber morgen, heute bin ich (wieder) zu müde dafür. Kommt aber sicher noch.

    Noch einmal vielen herzlichen Dank für deine Hilfe und dein Lob - beides freut mich sehr.

    Viele Grüße

    Thomas
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  10. #10
    Registriert seit
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    4.012
    Hi nochmal,

    ich kann die Überarbeitung nur begrüßen. Sehr rund geworden. Das Zimmern der Bühne passt wunderbar rein - hoffe ich erinnere mich da richtig

    Toller Text!

    Gruß Stefan

  11. #11
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    2.656
    Hallo Stefan,

    vielen herzlichen Dank für die erneute Rückmeldung - damit ist mir wirklich sehr geholfen. Schön, dass die Sache nun runder geworden ist, denn dass dieses Gedicht mir wirklich am Herzen liegt, ist mittlerweile, glaube ich, bekannt.

    Viele Grüße

    Thomas
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