1. #1
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    Ich darf nicht

    Ich darf nicht

    Liebe, so qualvoll schön
    Zerreißt mein weinend Herz
    Aus tiefem Schlaf erwacht
    Grenzenloser Sehnsuchtsschmerz

    Selten halt ich dich
    Fest in meinen Armen
    Das größte Glück für mich
    Nah deinem Herz zu sein

    Unentwegt, verboten
    Brennt mein Herz nach dir
    Du darfst mich zwar nicht lieben
    Doch bitte, bleib bei mir

    Du und ich, wir beide
    Niemand darf es wissen
    Wir lieben uns und tun
    Heimlich, still uns küssen

    Unser Tal der Liebe
    Weit entfernt im Nirgendwo
    Warum dürfen wir uns nicht lieben?
    Ich brauche dich doch so

    Weil ich dich nicht lieben darf
    Würde ich am liebsten sterben
    Im Tode liegt die Kraft
    In der Hoffnung das Verderben

    Wir Homos, wir leben
    Im Schatten der Zeit
    Man sagt uns, wir seien
    Psychischer Zeitvertreib

    --------------
    Wäre lieb, wenn Kritik kommen würde. Dankeschön!
    Geändert von SHE (04.11.2006 um 22:31 Uhr)

  2. #2
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    hi,
    Ich mag dein Gedicht,ich weiß was du sagen willst und du malst damit sehr schöne und einheitliche Bilder in denen man versinken kann.
    Aber ich finde die letzte Zeile nicht so schön.... am Anfang war es sehr vielversprechen und ich muss sagen, am Ende war ich über den Schluss des Gedichtes ein bisschen enttäuscht. Aber dennoch ist es im großen und ganzen sehr gtu gelungen(finde ich) die wiedersprüche innerhalb der Strophen machen das ganze interessant.
    Lg Maddy
    Auch gefallene Engel haben Flügel...

  3. #3
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    Hey,mir gefällt dein Gedicht...
    Ich schließe mich Mystic Maddy auf jedenfall an-> man kann es sich bildlich sehr gut vorstellen...nur ich finde es liest sich nicht so flüssig,da es auch keine rheinen reime sind...Um das Gedicht nicht zu entfremden würde ich einfach die zeilen umtauschen
    Mein Vorschlag wär

    Unschön, heftig, stetig
    zerreißt es mein Herz
    Ich darf dich nicht lieben
    ein unerträglicher Schmerz

    Selten halt ich dich
    Fest in meinen Armen
    Das größte Glück für mich
    Nah deinem Herz zu sein

    î in dieser Strophe fällt mir ehrlich gesagt einfach nichts ein...evll hat jemand anders eine Idee


    Unentwegt, verboten
    Ich sehne mich nach dir
    Du darfst mich zwar nicht lieben
    Doch bitte, bleib doch bei mir

    Du und ich, wir beide
    Niemand darf es wissen
    dass wir uns lieben
    Heimlich, still uns küssen

    Unser Tal der Liebe
    Weit entfernt und irgendwo
    Warum dürfen wir uns nicht lieben?
    Ich brauche dich doch so

    mmh,also ist nur ein Vorschlag...liebe grüße anne


    ------------------------------------------------------------------------
    Das Vertrauen ist eine zarte Pflanze. Ist es
    zerstört, so kommt es so bald nicht wieder.


    verfehlt: http://www.gedichte.com/showthread.php?t=82046
    http://www.gedichte.com/showthread.php?t=81662

  4. #4
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    Danke für eure Kritik!

    Deinen Vorschlag anneM finde ich sehr gut. Einfach die Zeilen zu vertauschen, da hätte man auch selber drauf kommen können *lol* Aber danke, ich werde die Idee auf jeden Fall umsetzen.

    LG,
    SHE

  5. #5
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    Hallo SHE,

    leider kann mich das Gedicht nicht überezugen.
    Die Idee der verbotenen Liebe ist dafür schon zu oft besser umgesetzt worden.
    Der Lesefluss ist m.E. an vielen Stellen etwas holprig. Nicht schlimm, aber merklich.
    Zudem verlangt die Verwendung des Herz-Schmerz-Reimes ein besseres Gewand.
    In dieser Form kommt es einfach zu einfallslos (und verbraucht) daher. Vor allem, da es gleich der einleitende Reim deines Gedichtes ist und besonders ins Auge fällt.

    Das Tal der Liebe ist hier die einzige Metapher, die aber eine Erklärung schuldig bleibt. Das Bild eines Tales passt sich nicht in das übrige Textgefüge ein. Zudem geht nicht hervor, warum es ausgerechnet ein Tal für die Liebe ist.

    Dein Schlusssatz "Warum dürfen wir uns nicht lieben" ist vermutlich genau die Frage, die sich jeder Leser stellt. Warum nicht? Das Gedicht gibt keine Auskunft darüber. Eigentlich scheint doch alles passend zu sein. Warum also nicht???

    Ich denke, in dem Gedicht steckt vermutlich viel Gefühl. Es ist schön, dass so etwas in Worte verpackt wird. Allerdings ist es in so einer Form eher etwas fürs persönliche Tagebuch. Ein interessierter Leser erwartet einfach etwas mehr (mehr Aussage, mehr Bilder, bessere Reime).

    Nimm meine Kritik bitte nicht persönlich. Ich wollte dir nur aufzeigen, auf welche Dinge du achten solltest, um den (guten) Inhalt auch schön in Worte zu verpacken.

    Gruß

    Garahn
    Blicke zurück, um zu lernen.
    Schaue nach vorn, um zu träumen.
    Halte inne, um zu leben.

  6. #6
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    Guten Abend SHE,
    mit zwei zustimmenden Antworten wurde Deine Seele gestreichelt, Du armes Hascherl. dann kommt Garahn und haut Dir Dein sentimentales und für ihn unverständliches Gedicht bildlich gesprochen um die Ohren. Und, verzeih mir, er hat völlig Recht. Wäre ich schneller gewesen, dann hättest Du noch ganz andere Sachen zu hören bekommen. Du darfst nicht, er darf nicht, das heißt, Du bist Türkin und in Anatolien traditionell erzogen? Unrichtigkeiten, die das alles auch noch lächerlich machen könnten, verderben den Lesegenuss. Du schreibst im ersten Vers: "Es zerreißt mein Herz". Was danach kommt, ist alles falsch. Folgerichtig könnte da nur noch stehen: "Sterbend falle ich in seine Arme, die sich, ach, vergebens öffnen, seine Lieblichste zu fassen" (ist ein bisschen und sinnentstellt bei Goethe geklaut). Versuch doch mal, z.B. Dein Sehnen in ein poetisches Bild zu packen. "Ich sehne mich", das ist eine Berichterstattung, aber kein Gedicht.
    Gruß!
    heinzi
    Geändert von Festival (04.11.2006 um 12:41 Uhr)

  7. #7
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    Ich habe mein Gedicht jetzt nochmal komplett überarbeitet und ein wichtiges Detail, das ich vorher vergessen hatte im Gedicht zu erwähnen, beigefügt.

    Ich bedanke mich natürlich bei Garahn und Kulturheinzi für die Kritik. Das war sehr hilfreich.

    LG

  8. #8
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    Hallo SHE,

    dein Gedicht habe ich mir mehrmals durchlesen müssen.
    Auch nach der angefügten Strophe erschließt sich mir dein Titel nicht:
    "Ich darf nicht"
    Dürfen wir nicht lieben, wen wir wollen?
    Ob das eine glückliche oder unglückliche Liebe ist, sei mal dahingestellt.

    Aus deine Zeilen spricht tiefe Verzweiflung und Trauer.
    Ich hoffe nicht, dass das LI mit dir selbst gleichzusetzen ist - das ist oft so bei derartig gestalteten Gedichten.

    Ich habe deinen Text gern gelesen und darüber nachgedacht - besonders über die angefügte Strophe....

    Mit Gruß,
    Katzi
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  9. #9
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    Zitat Zitat von supikatzi
    Hallo SHE,

    dein Gedicht habe ich mir mehrmals durchlesen müssen.
    Auch nach der angefügten Strophe erschließt sich mir dein Titel nicht:
    "Ich darf nicht"
    Dürfen wir nicht lieben, wen wir wollen?
    Ob das eine glückliche oder unglückliche Liebe ist, sei mal dahingestellt.

    Katzi
    Die letzte Strophe soll eigentlich Aufschluss darüber geben, dass es sich bei diesem Gedicht um zwei Homosexuelle handelt, die sich lieben, aber nicht lieben dürfen aufgrund der Zeit, in der sie leben. Hierbei möchte ich auf die Zeit anspielen, als Homosexualität noch strafbar war und Homosexuelle verfolgt und mit dem Tod bedroht wurden, was heute leider z.T. auch noch in einigen Staaten vorkommt.

    LG,
    SHE

  10. #10
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    Zitat Zitat von SHE
    ..........., aber nicht lieben dürfen aufgrund der Zeit, in der sie leben. Hierbei möchte ich auf die Zeit anspielen, als Homosexualität noch strafbar war und Homosexuelle verfolgt und mit dem Tod bedroht wurden, was heute leider z.T. auch noch in einigen Staaten vorkommt.
    Ah so, ich habe geglaubt, du sprichtst von der heutigen Zeit.
    Danke für die Auklärung.

    MfG
    s.k.
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