Nacht

Ich wandle durch die dunkle Nacht,
Noch ganz benommen von der letzten Schlacht.
Fast hätte der Kampf mein Herz zerfetzt,
Bin knapp entkommen, zu Tode gehetzt!

So schleich ich nun durch die nassen,
Nebelgefüllten Gassen.
Kann mir den Weg nur wage bahnen,
Doch spür ich kein Licht, keinen Lebenssamen.

Tod und Stille glühen tief in mir.
Machen mich blind- ich sehn mich nach dir.
Kennen tun wir uns nicht,
Und doch, dein Anblick belebt mein Gesicht.

Ein lieblicher Glanz, so hell und rein,
Ach könnte ich bloß bei dir sein!
Mich zu halten bei dir, mir fehlt es an Kraft.
Sie doch, er schwindet, mein Lebenssaft.

Ich sinke zu Boden, auf Pflaster und Stein.
Mein Blut dringt warm ins Erdenreich ein.
Es plätschert das Rot, es fließt dahin,
Und ohne zu hoffen nun tot ich bin.

Der Strom erlischt, Regen spült ihn hinfort.
Nur noch eine Lache an diesem düsteren Ort.

Tag

Ich schreite durch den hellen Tag,
Hab eine Antwort gefunden auf die wichtigste Frag:
Gibt es Liebe auf dieser Welt?
Liebe, nicht zu wiegen mit Geld.

So geh ich nun durch die warme,
Sonnengeflutete Stadt.
Und danke diesem Gott,
Der dich geschaffen hat.

Ein blühendes Herz schlägt tief in mir,
All meine Gedanken schenke ich dir.
Du machst mich verrückt, bist wunderschön.
Ich bete dich bald wiederzusehn.

Du stützt mich und gibst mir Kraft.
Mit deiner Liebe hast du die Macht.
Jeden Tag träum ich von dir,
Ich lebe im Traum und du bist ganz nah bei mir.

Hoffnung, so stark. Sie hält uns beisammen.
Würd ich um dich kämpfen,
Gegen Tausende Mannen!

Das Leben ist schön, ich genieß es jetzt.
Gewinn diese Schlacht, mein Herz- nicht zerfetzt.