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  1. #1
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    Einige Szenen fand ich zum Brüllen

    Einige Szenen fand ich zum Brüllen


    Wie du heulend an der Türe
    gestanden hast und mich
    gebeten hast, die andere
    gehen zu lassen.

    Oder, alleine wie du alles
    rausbekommen hast,
    in bester Columbo Manier.
    Echt großes Kino.

    Ich denke, wenn du eine
    Waffe in der Hand gehabt hättest,
    dann hätten wir den zweiten
    Scarface drehen können.

    Aber, wie du siehst,
    läuft dein Name nicht im Abspann
    bei den Hauptdarstellern.
    Damit wäre alles gesagt.

  2. #2
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    Wow.

    Es passiert ja nicht wirklich häufig, dass mich eins von deinen Gedichten einfach umhaut, aber mit diesem hier ist dir das gelungen.

    Dieses gleichgültige

    Aber, wie du siehst,
    läuft dein Name nicht im Abspann
    bei den Hauptdarstellern.
    Damit wäre alles gesagt.
    rammt einem bildlich gesprochen die Faust in den Magen.
    Die Gefühle des lyrischen Ichs sind nachvollziehbar, aber gleichzeitig kommt in mir Mitleid für das lyrische Du auf.

    Ein großes Lob und liebe Grüße


    P.S.: Da fällt mir noch was ein, das ich über meine Begeisterung beinah vergessen hätte: Dieses "gehen lassen" in der ersten Strophe passt meiner Meinung nach nicht so ganz. Sollte das nicht eher so etwas wie "wegschicken" sein?
    So hört sich das nämlich meiner Meinung nach an, als hielte das lyr. Ich "die andere" fest.
    War das nun Absicht?
    Geändert von Branquignole (04.11.2006 um 12:26 Uhr)
    Veröffentlich wird jetzt schwarz auf weiß, auf echten Seiten. Infos auf meinem Blog.

  3. #3
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    Hi Michael,

    Huh, irgendwie taff.. Besonders in der letzte Strophe wirkt das LI hart und unnahbar..Das LI stellt das LD auf eine gemeine Art und Weise lächerlich hin..
    Mir gefällts, abgesehen davon:"Wo sind die Reime geblieben"?
    Sonst hab ich aber nicht zu mekern

    Lg Wunnie
    ___Nicht am Rand-nein-Mittendurch___

  4. #4
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    hallo,

    danke für die kritiken.

    ich hatte diesen satz ( überschrift ) in einem artike gelesen und hatte sofort diese szene im hirn.
    fand ich echt klasse und habe sie aufgeschrieben.
    danke für die gute reaktion darauf.

    der erste satz, dass "sie" gehen will ist ganz bewusst so.
    es soll etwas auf die überheblichkeit des LI hinweisen
    der seinen eigenen film abspult.

    michael

  5. #5
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    Hallo Michael!
    Inhaltmässig ist ja schon einiges gesagt worden, aber ich fände es schön wenn etwas mehr Poesie vorhanden wäre, denn ich habe immer irgendwie das gefühl, dass deine gedicte irgedwie lyrisch grenzertig sind,
    Naja schönen Tag noch
    C&K
    Der Boden unter meinen Füßen bewegt sich wie Treibsand;
    Aus keiner Ecke leuchtet mir mehr ein Licht.
    Ich muss den Sand der Zeit aus meinen Augen reiben.
    von Dornenrose in "Schwarzes Licht"

  6. #6
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    Hallo!

    Danke, für die Erklärung, Michael.
    Hab's jetzt verstanden und jetzt gefällt mir dein Gedicht fast noch besser .

    Liebe Grüße
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  7. #7
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    freut mich,
    dachte schon die metapher ist vielleicht ein bisschen zu dick aufgetragen, obwohl sie mir sehr gut gefiel.

    jetzt ist alles gut.

    michael

  8. #8
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    also ich finde die grundidee zwar gut, aber irgendwie konnte mich dieses gedicht noch nicht so recht begeistern. ich habe es jetzt schon oft gelesen und irgendwie gefällt mir einfach die verpackung nicht...
    aber ich muss sagen deine ICH LIEBE DICH - gedichte gefallen mir sehr
    „Der Gedanke ist es, der das Wort adelt.“
    Helen Keller

  9. #9
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    hallo,

    danke für deine ehrliche kritik.
    aber ich verstehe nicht was du mit verpackung meinst.
    die thematik an sich oder der gebrauch der metaphern.
    vielleicht kann ich dann besser verstehen, was dir nicht gefällt.
    #

    liebe grüße
    michael

  10. #10
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    Hey, Michael,

    aua aua, ist da denn kein Bisschen Mitgefühl für das LD zu finden?
    Sehr hart, wie schon erwähnt.
    Aber dennoch, trotz der Kälte am Ende, der buchstäblichen Faust, oder gerade deswegen, ein gutes Stück Lyrik.

    Gut gemacht!


    MfG,

    Trillian
    'Terror gripped her.
    But because she was Tiffany, she ran towards it, raising the pan.'
    -----T. Pratchett, 'The Wee Free Men'

    'Fighters fight...'
    -----'Rocky Balboa'

  11. #11
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    naja, ich habe versucht es jemandem vorzulesen, und des hat nicht hingehauen... des lesens bin ich sehrwohl mächtig, aber bei dem gedicht hab ich's irgendwie nicht hingekriegt... ich hab einfach nicht gesehen, wie es aufgebaut sein sollte^^
    „Der Gedanke ist es, der das Wort adelt.“
    Helen Keller

  12. #12
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    Also der Aufbau ist nicht schwierig, finde ich. Und lesen lässt es sich sehr leicht,
    du musst nur ein wenig vorausschauend lesen können, da du über die Zeilen drüber
    lesen musst. Ist ja kein Gedicht im üblichen Sinn, welches nach fast jeder Zeile eine
    *Pause* macht...

    Daran gibt es nichts auszusetzen, finde ich

    lg... Shadow...
    neu: Düsteres Tal
    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt den Augen verborgen.
    ( Der kleine Prinz, Saint Exupéry )


  13. #13
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    ach, es ging um umbrüche und so.
    ich denke auch, das der text lesbar ist, denn ich bin ja auch des lesens befähigt.

    lady hat recht, finde keine schwierigkeiten.


    michael

  14. #14
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    okay, dann liegt s an mir
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    Helen Keller

  15. #15
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    hallo michael,
    meiner meinung nicht das beste von dir aber dennoch ziemlich gut.
    die idee mit dem abspann usw finde ich einfach und dennoch genial
    diese ironie und dieses endgültige ende der letzten strophe sind toll...
    auch die härte der letzten strophe und diese emotionslosigkeit oder gleichgültigkeit des lyr. ichs kommt schön rüber

    liebe grüsse
    darkangel16
    Gott denkt in den Genies, träumt in den Dichtern und schläft in den übrigen Menschen.
    -Peter Altenberg-

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