1. #1
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    Freunde fürs Leben

    Freunde für Leben
    (für Manuela, die Ihre Ausbildung weit weg von mir auf Sylt machte)

    Ich sehe auf das Meer.
    Es ist gross, wild und beruhigend.

    Die Wellen peitschen,
    der Wind zerzäuselt meine Haare.
    Die Klippe auf der ich stehe ist wacklig.
    Tief geht sie hinunter.

    Die Bucht wird vom Nebel umhüllt,
    die Möwen tanzen über den Schiffen,
    der große Riese, der den Weg weist,
    leuchtet mir.

    Wie lang mag er schon hier stehen?
    Hier oben, wo selten jemand herkommt.
    Muss er denn nicht einsam sein ?
    so alleine wie er da steht.

    Die Flut bricht ein!
    Mehr und mehr schluckt sie den Boden,
    reisst den Sand mit sich.

    Die Nacht scheint stürmisch zu werden.
    Wolken ziehen auf
    und verdecken die Siloette des Mondes.

    Regen prasselt auf mich nieder
    und durchnässt meine Klamotten.
    Ob ich beim Leuchtturm Schutz suchen kann?

    Die Oberfläche des Wassers teilt sich,
    nirgendwo ist ein Anfang
    und nirgendwo ist ein Ende.

    Ein Steinchen bröckelt,
    fällt in den Abgrund.
    Neptun fängt es auf,
    trägt es mit seinem Dreizack fort.

    Ich kann ihnen nur nachschauen.
    Ich schließe die Augen,
    lausche dem Rauschen des Ozeans
    und wenn ich genau hinhöre, erzählt er etwas.

    Die Dünen umringen mich,
    versperren mir ein wenig die Sicht.
    Langsam muss ich zurück,
    muss den Weg entlang,
    den wir bis hierhin zurgelegt haben.

    In den kleinen Sträuchern spiegeln sich Erinnerungen.
    Ich weiß genau,
    morgen werde ich wieder hier stehen,
    werde alleine aufs Meer blicken
    und an dich denken.


    Für alle Leser ich weiß das es kein Gedicht im klassischen sinne ist und auch das es an Form und Metrik happert.
    Ich habe das Gedicht wie ich es nenne vor 6 Jahren geschrieben, als meine beste Freundin, damals nach einem Selbstmordversuch der zum Glück nicht geklappt hat, beschlossen hat ihre ausbildung fast 600 Km weit weg auf sylt zu machen. was somit auch bedeutete, dass der Mensch der mich am besten gekannt hat und den ich täglich gesehen habe aufeinmal unereichbar würde.
    In diesem Text sind viele hinweise, methapern und bilder versteckt.
    wer mag darf sich gerne einmal versuchen diese herauszuarbeiten.
    lg Dornenrose
    Geändert von Dornenrose (05.11.2006 um 21:47 Uhr)
    Wer glücklich sein will, muss wissen was Traurigkeit bedeutet!

  2. #2
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    Puh das wird jetz aber nicht einfach ^^..schließlich ist dieses dein gedicht sehr persönlich, da habe ich irgendwie hemmungen da so hineinzu interpretieren..aber ich mach es mal vorsichtig...

    Die Wellen peitschen,
    der Wind zerzäuselt meine Haare.
    Die Klippe auf der ich stehe ist wacklig.
    Tief geht sie hinunter.

    Das Meer ist irgendwie symbolisch für das Leben des LI, wenn su mich fragst, anscheinend hat es gerade schweres zu übersthehen, es scheint den halt zu verlieren.. der weg zum Leuchtturm scheint auch noch ziemlich mühsam werden; der leuchtturm..hmm schwierig, vlt irgendein ziel, irgendetwas pos. ohne zweifel..genugtuung, ruhe, geborgenheit, vlt liebe..

    Ein Steinchen bröckelt,
    fällt in den Abgrund.
    Neptun fängt es auf,
    trägt es mit seinem Dreizack fort.

    hier kann ich nicht dienen, ich weiß nicht was du damit meinst, tut mmir leid...

    Ich kann ihnen nur nachschauen.
    Ich schließe die Augen,
    lausche dem Rauschem des Ozeans
    und wenn ich genau erzählt er etwas.


    hier dasselbe, ich glaube im letzten vers fehlt auch ein wort..

    Die Dünen umringen mich,
    versperren mir ein wenig die Sicht.
    Langsam muss ich zurück,
    Muss den Weg entlang,
    den wir bis hierhin zurgelegt haben.

    Hier ist auf einmal von einem wir die rede, die wege scheinen sicch zu trennen, das LI muss abschied nehmen, die letzte strophe ist meines erachtens am traurigsten, das LI hat nur noch erinnerungen von seinem gefährten, der leser hat mitleid..


    tut mir leid aber mehr wollte ich nicht interpretieren, weil es mir z persönlich ist, da möchte ich nicht zu arg hineinpfuschen, aber achte auch noch ein wenig auf dene rechtschreib und tippfehler!

    lg
    C/k
    Der Boden unter meinen Füßen bewegt sich wie Treibsand;
    Aus keiner Ecke leuchtet mir mehr ein Licht.
    Ich muss den Sand der Zeit aus meinen Augen reiben.
    von Dornenrose in "Schwarzes Licht"

  3. #3
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    Hi MOody

    Nur Mut auch wenn es sehr persönlich ist habe ich es hier rein gestellt um kritiken und interpretationen zu erhalten.
    ich denke es gibt gerade bei interpretationen kein richtig und kein falsch, sondern nur das was der leser in dem Moment zu denkt oder an was es ihn erinnert, das gefühl das ein text auslöst, oder die vergleiche die man zu sich selber ziehen kann.
    z.B.
    kannst du nicht unbedingt wissen das ich das Bild vom Meer gewählt habe, da meine freundin nach Sylt das ist eine Insel an der Nordsee gezogen ist und dort ringsum vom meer umgeben ist.
    denn jedesmal wenn ich dann aufs meer gesehen, darüber etwas gelesen oder gehört habe musste ich an sie denken und z.B. sind die Eigenschaften die ich in der 2 zeile dem meer zuordne welche die auf meine Freundin passen groß (weil sie immer da war) wild (weil sie sich nie hat etwas gefallen lassen und unternehmungslustig war) und beruhigend (weil sie mein ruhepol war)
    aber ich finde auch das deine Idee, dass das meer das Leben des LI dastellt eine schöne interpretation, denn schließlich gehört sie auch zu meinem leben.
    die schwere Phase war halt wenn du unten unter dem gedicht den nachsatz gelsen hast die Phase des umbruchs, die zwei hälften, die man geteilt hat.
    übrigens mit dem wort das fehlte hast du recht da habe ich nciht auf gepasst und habe es bereits ergänzt danke.
    auch gewollt gewählt ist das wir in der letzen strophe wie du gut gemerkt hast.
    es soll nochmal den schweremut des Li verstärken und für den Leser fassbar machen.
    fazit :auch wenn es ein persönlicher Text ist da´rf ruhig alles interpretiert und gedeutet werden, wenn ich ehrlich bin ist es mir besonders wichtig gearde zu diesem persönlichen text feedbacks zu bekommen
    Aber danke erstmal das du es schon versucht hast.
    (vielleicht kannst du mir auch noch kurz die Fehler im gedicht nennen damit ich sie verbesern kann Danke)
    lg Dornenrose
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