Ein Spiegelmaler füllt Quadrate
verkehrt herum mit Silberfarbe
und grunzt `falsett`dazu Sonette
aus einer schwühlen Operette

Sein Schwarmmodell schreitet indessen
in Nichts als Haut durch die noblessen
Arangements der Tafelspieren
im Ganskostüm als würd es frieren

An seinen langen Knochengliedern
hängen gebauschte Vogelfiedern-
-ihr folgt des BlendersMusenweib
im selbem unsichtbaren Kleid-

-würzt sie die Suppe mit den Füßen
und schickt sich an den Fraß zu süßen.
Was sie vor jedem Teller spreizt-
Männer und manchmal Damen reizt.

Nun löffelt sich das Mahl zum Munde,
verknüpft die eben noch sich fremde Runde-
der Hausherr lässt nun Bares springen
bringt damit eine Band zum klingen
die nackt auf einem Erker spielt
und deren Soul sich gut anfühlt

Die Leiber fangen an zu wogen
noch tun die Weiber wohlerzogen
dann zieht ein Klarinettenklang
das ganze Pack zum Überschwang
Die Orgie ist im vollen Gange
jener fickt kurz, ein andrer lange-
nur einer schaut im Spiegel sich
genau an was da vor ihm kriecht!

Er zeichnet Kreise,Quader, Linien-
Parabeln für die ungestühmen-
er kreuzt drei Ecke, Würfel, Romben
mit Oktaedern die als Bomben
die geometrische Struktur zerstörn-
>SIE ALLE WERDEN IHM GEHÖRN<

wenn er behauptet jene Kugel
wär der Baron von Hugendubel
wie dieser Frau von Berg bestückt
die mit (kunstvollem Kniff) entrückt,
oval ein Drittel von ihm schneidet
und kleine Winkel ihm bereitet
welche rein rechnerich bemessen
ihm bald sein ganzes Gut wegfressen-

Die Kunst hat er den Herrn erklärt
wird undurchsichtig viel mehr wert-
also verbreiten die Barone
durch ihrer Kehlen Mikrofone
wie einfach die Erleuchtung wäre
befreit man sie von all der Schwere
die `Arbeit`als Fakt mit sich bringt
-(der Platitüde winkt Gewinn!)

-und dann bevor der Häupter Denken
zu etwas andrem hin kann schwenken
erscheint erneut ein zartes Wesen
und räkelt sich lasziv am Tresen
den Diener extra aufgebaut,
und der nur wegen dieser Braut,
die ihren Auftritt nun gestartet
(entartet hat der Pulk gewartet)

Und nun fließt Brut die Schenkel runter
und macht die Nimmermüden munter-
Ein jeder grabbscht nach ihrem Fuß
zu küssen den Champangner-Kuß!

Damit war die Auktion eröffnet
und mehr als Spiegelmaler ja erhofft hätt
erklomm sein Stern den Horizont
wo drunter sich ein Künstler sonnt.
Für seine Quader flossen Preise
und in den "Kreisen" sprach man leise
doch eloquennt von dem Talent
das sich "Der Spiegelmaler" nennt