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  1. #1
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    Et in Arcadia ego

    Et in Arcadia ego

    für M.B.

    Für nächsten Sommer schmiedest du schon Pläne
    und hast den Kopf voll mit verrückten Dingen,
    erreichst heut alles, was dich gestern mühte

    und lachst so herrlich, dass ich's gern erwähne.
    Du könntest Stunden, Tage so verbringen
    und kostest jeden Winkel dieser Blüte

    Wenn aber in der Nacht des Lebens Weiche,
    der kleine Schlaf, dich wachend findet, dessen
    Geschicke zehrend sich nach Innen fressen,
    dann führ auch ich die unsichtbaren Streiche,

    weil ich dich in der Einsamkeit erreiche.
    Dein Atem schwer und deine Lippen pressen
    und so entreiße ich dich dem Vergessen,
    dass stets auch ich durch dein Arkadien schleiche.

    © LeVampyre | XXVII, Nov. 2005
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  2. #2
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    Hallo LeV

    ich wollte mich schon immer mal an einen deiner Texte, die ich für sehr hochwertig halte (und da bin ich sicher nicht der einzige) heranwagen - da entdeckte ich dieses wunderbare Werk
    ich bin mit Sicherheit kein Experte in Sachen Lyrik, hoffe aber mal, dass mein Kommentar nicht ganz so stümperhaft ausfällt (er muss aber sein, sorry )

    da ich schon einige Gedichte von dir kenne, erstaunten mich die beiden Terzette deines auf dem Kopf gestellten Sonetts sehr - eine Friede-Freude-Eierkuchen- Stimmung, die ich bei so einem Titel recht unpassend finde, aber den krassen Gegensatz zu den Quartetten finde ich hingegen sehr interessant, ebenso wie den Titel: er bedeutet übersetzt: Auch in Arcadien bin ich, wobei Arcadien (=Tal der Ruhe) wohl der Inbegriff des Paradieses ist.

    Als ich mich ein wenig mit dem Thema beschäftigte, war mir bald klar, dass das lyr Ich den Tod darstellt. In den beiden Terzetten beschreibt es das lyr Du als jemanden, der Freude am Leben hat und gekonnt dessen Herausforderungen meistert: erreichst heut alles, was dich gestern mühte.
    Interessant finde ich diesen Vers: und lachst so herrlich, dass ich's gern erwähne. - Der Tod ist auf eine herablassende Art so freundlich, dass er dies alles akzeptiert und es dem lyr Du gönnt (wenn man bedenkt, dass Lebensfreude ja gegen den Tod auflehnt und versucht ihn zu bezwingen, sogar sehr herablassend - etwa wie ein überlegener Gegner, der seinem Gegenüber, der eifrig mit dem Versuch beschäftigt ist, ihm zu schlagen, gelassen entgegnet: wie süß) - das lyr Ich erscheint mir extrem selbstsicher (da es genau um seine Überlegenheit bescheid weiß - den Tod kann man schließlich nicht besiegen) und beschreibt in den lockeren, freundlichen Terzetten gerne das lebensfreudige Wesen des lyr Du, dass mir hier fast schon wie eine Art Ideal vorkommt.

    Nun aber der Gegensatz zu den Quartetten, der schon durch die Worte Wenn aber mahnend eingeleitet wird, auch fällt mir auf, dass am Ende des 2. Terzetts kein Punkt ist, obwohl eigentlich einer angebracht wäre - ich nehme mal an, gewollt: Das lyr Ich beschreibt dies alles in einem Atemzug und würdigt dem lyr Du zwar dieses kleine Eingeständnis, aber keine Pause, als es dann seine Trümpfe ausspielt, vielleicht weil es dann doch gerne schnell die Sache wieder klarstellen will; mir kommt es so vor, als genießt das lyr Ich es, seinen Gegner, das Lyr Du, zuerst aufzubauen mit den fröhlichen Terzetten, nur um ihm dann gnadenlos die Wahrheit vor Augen zu halten - die Wahrheit, dass es überall lauert und jeden Moment zuschlagen könnte, wenn es denn wollte. Das erste Quartett ist nicht leicht zu entschlüsseln - durch den verschachtelten Satzbau und den daraus entstehenden eigenartigen (ich finde momentan kein anderes Wort dafür ) Enjambements hebt sie sich sehr von den Terzetten ab und liegt wesentlich schwerer im Magen. Des Lebens Weiche, oder auch der kleine Schlaf - wenn also die entscheidende Veränderung im Leben des Lyr Du's dieses findet, dann führt auch das Lyr Ich die unsichtbaren Hiebe - soll heißen, das lyr Ich (der Tod, oder auch im weiteren Sinn ein ständig drohendes Unheil) trägt seinen Teil am Leben des lyr Du's bei in einer Art und Weise, die keine Widerrede zulässt. Der erste Vers des 2. Quartetts führt den Gedanken weiter - weil ich dich in der Einsamkeit erreiche. - das lyr Du kann sich nicht ewig den Freuden des Lebens hingeben und die schlechten Seiten vergessen; vielmehr wird es früher oder später anfällig und das nutzt das lyr Ich aus.
    Die letzten 3 Verse gefallen mir am besten - sie bilden den Bezug zu der Mythologie um Arcadien - das lyr Du will vergessen und verdrängen, dass das lyr Ich (dass wohl alles Negative verkörpert) ihm schaden kann, wird aber eines besseren belehrt: dass stets auch ich durch dein Arkadien schleiche. - das lyr Ich macht dem entsetzten lyr Du (Dein Atem schwer und deine Lippen pressen) klar, dass es da ist und heimtückisch in jeder Ecke des geliebten Arcadiens lauert...
    Ich sehe dabei Arcadien weniger als Paradies im mythologischen Sinne, sondern eher als Bezug zum realen Leben; ein Paradies, in dem alles Negative (verkörpert vom lyr Ich) lauert, ist schließlich nicht viel mehr als das Leben, wie wir es kennen.

    - ich hoffe mal, dass ich damit wenigstens ein wenig an der Oberfläche gekratzt hab und bin gespannt auf den weiteren Verlauf dieses Fadens

    auf jeden Fall spricht mich dieses Werk sehr an und ich habe mich gerne damit beschäftigt

    liebe grüße
    flamme


    Sag nichts dagegen, gewiß, Du kannst alles widerlegen, aber zum Schluß ist garnichts widerlegt. (F. Kafka - Das Schloß)

  3. #3
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    Sehe ich das richtig...?
    Du hast doch bewusst ein umgekehrtes Sonett geschrieben, oder?
    Coole Idee!
    Wieso hast du das gemacht?

  4. #4
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    @Flamme:
    Herrlich, du baust mich auf mit deiner Interpretation. Ich habe für diesen Text durchaus harsche Kritik beim Worttümpel erhalten. Meinte aber, dass dies am z.T. provozierten Unverständnis der Leser lag. Dass ich das äußerte, hat mir nicht gerade viele Freunde eingebracht, aber egal. Deine Antwort zeigt mir, das der Text als solcher durchaus verständlich ist, dass das, was andere als Versfüllung oder Bruch wahrnahmen, bei einigen wohl doch den erhofften Effekt erzielte.

    Achso, an der Stelle mit dem fehlenden Punkt traust du mir zu viel Spitzfindigkeit zu. Das ist von meiner Seite aus tatsächlich nur ein vergessener Punkt. Aber wenn er dich trotzdem zu einer Lösung gebracht hat, umso besser.

    @ G.T.:
    Ja, dass das Sonett quasi umgedreht ist, ist volle Absicht. Ich habe die Idee aus einem Gedicht mqws. Allerdings hatte er die Form damals "pervertiert". Die Terzette, die von der Form her so leicht und fröhlich wirken, hatte er mit schwerem Inhalt gefüllt, um dann in den doch eher blockartig wirkenden Quartetten zum leichten Inhalt zu kommen. Ich habe hier versucht, eine Harmonie zwischen Form und Inhalt herzustellen.
    --LeV

    Man sollte keine Dummheit zweimal begehen, schließlich ist die Auswahl groß genug. ~ J.P. Sartre

  5. #5
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    Den Punkt Ende S3 habe ich auch gar nicht vermisst, es gibt ja den Zeilensprung. Eher am Ende von S2, da würde ein Punkt doch Sinn ergeben?
    @ Flamme: Ich danke dir, du gibst äußerst wertvolle Anregungen. Ich muss aber unbedingt nochmal intensiv nachlesen, bevor ich eigene Ideen hinzufüge.
    @LeV: Was du über mqw's Ausarbeitung äußerst, klingt doch danach, als wäre deine Bearbeitung sinnvoller
    Ich wollte eigentlich heut abend meine erste (ähnlich wie bei flamme umfangreiche) Interpretation zu einem deiner Gedichte abgeben, die Umstände verbieten es leider. Bis demnächst, der Thread wird fett gesaved!

  6. #6
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    Et in arcadia Ego

    Ehrlich, LeV,
    mir gefällt dein Gedicht.
    Ich mag mich nur noch nicht damit abfinden, dass Flammes (Haupt-) Interpretation bereits alles gesagt haben soll ... denn ein paar Fragen und Neuansätze bleiben.

    Ich hoffe, du findest dich im Folgenden Katalog zurecht, die textliche Ausarbeitung wäre mir zuuuuu- aufwändig.


    Zitat Zitat von LeVampyre
    Et in Arcadia ego

    für M.B.

    Für nächsten Sommer schmiedest du schon Pläne
    und hast den Kopf voll mit verrückten Dingen,
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    und lachst so herrlich, dass ich's gern erwähne. ()
    Du könntest Stunden, Tage so verbringen
    und kostest jeden Winkel dieser Blüte(.)
    (dieser Punkt am Satzende fehlt noch, oder?!)

    Wenn aber in der Nacht des Lebens Weiche,
    ("Weiche" ist m. E. sehr doppeldeutig: 1. für "das Weichen/Verschwinden"; 2. für "die Weichheit/Schwäche"; 3. wie bei Bahngleisen: Wechsel/Verschiebung --> also Tod oder Schwäche oder Zustandsänderung; hmm ... besonders bei "Tod" würde nur ein Teil der Mehrdeutigkeit greifen)
    der kleine Schlaf, dich wachend findet, dessen
    ("Schlaf" --> "wachend" eigentlich nett, regt zum Denken an, wie das bei Paradoxa immer so ist)
    ("des Lebens Weiche" ist "der kleine Schlaf" = doch die Umschreibung für eine Art "kurzes Totsein", wonach man recht bald (kleiner Schlaf) ins Paradies kommt?)
    Geschicke zehrend sich nach Innen fressen,
    ("Innen" groß geschrieben?)
    dann führ auch ich die unsichtbaren Streiche,

    (würde gut passen auf Selbstzweifel/Depressionen, die von "innen" her "zehren" --> korrespondiert mit "Weiche" in der einen Bedeutung, die ich vorziehe ==> manisch-depressiver Charakter, manchmal Einsamkeit fühlend)

    weil ich dich in der Einsamkeit erreiche.
    (der stärkste Vers, der dem Titel voll gerecht wird )
    (bleibt offen: Einsamkeit im Leben oder nach dem Tod, je nach Interpretation)
    Dein Atem schwer und deine Lippen pressen
    (könnte im Schlaf, dunkle verfolgende Träume)
    und so entreiße ich dich dem Vergessen,
    (fragt sich nur noch: Vergessen wovon?)
    dass stets auch ich durch dein Arkadien schleiche.
    ("dass"? = ein Wunsch (auf dass) oder eine Folge (so, dass)? naja, ist wohl Kleinkrämerei, man muss ja letztlich ins Metrum ...)

    Wie du siehst, LeV, konnte ich mich nicht entscheiden: Weder glaube ich ganz, dass das LI der personifizierte Tod ist (was hat der in Arkadien zu suchen?!), noch meine ich, dass das LI eine dem LD übel meinende Person darstellt (dies würde fürs LD Folgen nach Arkadien / in den Tod bedeuten, aber wozu, nur aus Missgunst?!).
    Daher komme ich, stellenweise gut gestützt, auf die Interpretation: LI = Zweifel, etwas Quälendes im Innern, das vor Arkadien nicht Halt macht. Trotz des Glaubens an den Eintritt ins Paradies wird das LD von Verzweiflung begleitet. Derartig tief greifende Zweifel gehören nach meinem Verständnis ins Reich der Depressionen. Dies ist doch eine andere Interpretation als die von flamme angesprochene "Rache des Todes am Leben" (hart formuliert).
    Übrigens müssen Depressionen nicht unbedingt eine Krankheit sein, sondern können auch einfach des Aufgeklärten Menschen vernünftigen Argwohn bzw. seine Unzufriedenstellbarkeit (positiv interpretiert) in extremo bedeuten, das wollte ich nur am Rande erwähnen ... Davon abgesehen, bleibt eine Konstellation von LD und LI, die in meinen Augen zwei einander widerstreitende Aspekte einer Persönlichkeit darstellen. So entsteht ein dualistisches Konfliktthema, das nicht nur für Manisch-Depressive, sondern gerade auch für Künstlernaturen stark von Belang ist.

    Aber ich gebe zu, dass auch flamme schon die Wirkung des LI auf, Zitat: "irgendein ständig drohendes Unheil", erweitert hatte, in irgendeinem Nebensatz.
    Hoffentlich war dann mein Kommentar überhaupt noch von Belang.

    Bye mit liebem Gruß des so-nett verwöhnten
    fatcat


    Postscriptum: Ich stelle gerade fest, dass ich die letzten zwei Zeilen völlig falsch gelesen habe. Die Frage "Vergessen wovon?" und die Frage nach der Grammatik der letzten Zeile erübrigen sich völlig, denn ich habe es jetzt begriffen: "Vergessen, dass". Wie man nur so blind sein kann ...
    Geändert von fatcat (07.12.2006 um 13:37 Uhr)
    fatcat's Zahmlose
    Es ist etwas an meinem Wort
    dran, das sticht.

    Tippsen: \_anamolie_/\_Flamme_/\_Anti Chris._/ ~ Bewegungsschule(fit for fun) ~

  7. #7
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    Hallo F@c@,

    entschuldige die verspätete Antwort, aber ich hatte erst nicht mitgekriegt, dass hier noch geantwortet wurde.
    Ich mag mich nur noch nicht damit abfinden, dass Flammes (Haupt-) Interpretation bereits alles gesagt haben soll
    Ich meinte nicht, dass bereits alles über den Text gesagt wäre, sonder dass damit alles gesagt wurde, was ich unbedingt verstanden wissen wollte. Ich kann unmöglich behaupten, meinen Text so gut zu verstehen, um mir ein Urteil darüber erlauben zu können, ob bereits alles über ihn gesagt wurde und wie ärmlich wäre er dann, wenn es so wäre!?

    Natürlich kann man sonstwas an dem Text feststellen, man kann sich sogar sonstwas dazu denken, sogar dass nur Depressive oder Künstler oder depressive Künstler den Tod reflektieren. Es ging mir aber grundlegend darum, dass ich zwei Fragen verstanden wissen wollte. Das Gedicht sollte die Fragen so stellen, dass der Leser die Antwort selbst ohne Schwierigkeiten findet. Die erste Frage lautet:
    was hat der [Tod] in Arkadien zu suchen?!
    und die zweite lautet:
    Vergessen wovon?
    Dass der Text das offenbar nicht kann (denn diese Fragen erregen immer wieder Verwirrung, auch auf dem Tümpel hatten die meisten Leser ihre Probleme damit), zeigt deutlich, dass er ein mißratenes Stück Lyrik ist, das vergessen werden sollte. Aller Schmuck, alles Klimbim ist überflüssig und nichtig, wenn er diese zwei Fragen nicht aus sich selbst heraus beantwortet.
    --LeV

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  8. #8
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    Liebe levampyre!

    Zitat Zitat von LeV
    zeigt deutlich, dass er ein mißratenes Stück Lyrik ist, das vergessen werden sollte.
    Ach, du Schande, soviel unbarmherzige Selbstkritik! Dabei sehe ich es ganz anders. Dass ich mich an der vorherigen Interpretation gerieben hatte, und dass die ganze "Tod"-Schiene nicht schlüssig genug ist, war doch für mich der Grund, noch etwas dazu zu äußern, nämlich, dass dein Gedicht unter bestimmten Vorzeichen außerordentlich viel Sinn hat. Und in diesem Rahmen (was ich oben dargelegt hatte) wirkt es auf mich enorm stark.

    Zitat Zitat von f@c@
    Wirklich, es gefällt mir
    kann ich nur noch einmal wiederholen.

    Natürlich wächst man irgendwann über seine Werke hinaus (nur gut so), aber es gibt doch meistens genügend Gründe, schöne Einfälle, starke Verse, um es so zu belassen und nicht allzu unglücklich damit zu sein. Auch, wenn immer mal einer kommt und den Finger auf irgendwas legt (aber dabei das Gute ignoriert).

    Ich habe dein Gedicht schon auf der Festplatte und schaue neben der eigenen Arbeit ab und zu hinein, weil es mich immer mal juckt ... Damit verabschiede ich mich, wollte es dich einmal wissen lassen! Ciao,
    fatcat
    fatcat's Zahmlose
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  9. #9
    Flamme ist offline Krauseminze, Minze, krause
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    hallo nochmal

    ein missratenes Stück Lyrik, das vergessen werden sollte?? da krieg ich Angst, wenn ich so etwas lese... Ich habe in meiner Interpretation einiges erkannt, und das was ich erkannt habe, hat vorne und hinten gepasst, wie ich finde - als missraten würde ich das Gedicht nicht bezeichnen, noch nicht einmal als kryptisch. Und ich werde es bestimmt nicht vergessen, auch wenn du der Meinung bist, dass es besser wäre.

    PS:
    Zitat Zitat von levampyre
    Meinte aber, dass dies am z.T. provozierten Unverständnis der Leser lag.
    eine schöne Umschreibung - so kann man es natürlich auch formulieren, gefällt mir


    Sag nichts dagegen, gewiß, Du kannst alles widerlegen, aber zum Schluß ist garnichts widerlegt. (F. Kafka - Das Schloß)

  10. #10
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    Versteht mich nicht falsch. Ich habe ganz und gar nichts dagegen, dass jeder meine Texte so für sich interpretiert und nutzt, wie er das für angemessen hält, ob er ihn nun persönlich oder allgemein reflektiert. Aber es gibt eine unspezielle Grundidee, wie eine Erkenntnis oder ein abstraktes Gefühl, die im Gedicht in eine Szenerie gegossen ist, damit sie greifbar wird. Diese Grundidee möchte ich zum Ausdruck bringen. Es darf gerne darüber hinaus weiterphilosophiert werden, aber wenn ich es nicht einmal schaffe, dabei diese Grundidee zu vermitteln, dann ist das eine schwache Leistung, die mich enttäuscht. Was habe ich falsch gemacht, dass meine Leser am Ende tatsächlich fragen, vor welchem Vergessen denn bewahrt werden solle oder weshalb das LI nun gerade durch Arkadien schleicht? Wie kommt es, dass einige das verstehen (und noch mehr), was ich verstanden wissen wollte, und andere eben nicht, auch wenn sie sonst vielleicht gute Ideen zum Text haben?
    --LeV

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  11. #11
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    Et in Arcadia ego

    Hallo LeV.
    Dein neustes Werk auf Dotcom hat mich bereits beim erstmaligen Lesen mitgerissen und im Folgenden möchte ich mir dein Gedicht näher anschauen. Ich hoffe, ich werde diesem Gedicht ein wenig gerecht.

    Et in Arcadia ego

    Als noch recht frische Lateinerin, würde ich diese Überschrift auf zwei Weisen übersetzen. 1. (Und) auch ich bin in Arkadien oder 2. (Und) auch ich war in Arkadien, da hier in diesem Satz die Form von esse fehlt, weswegen die genaue zeitliche Bestimmung fehlt. Ob dies zwei verschiedene Interpretationen bezüglich auf dein Gedicht hervorbringt, weiß ich bis dato nicht, aber das wird sich im Folgenden wohl entschlüsseln lassen. Ich bringe gerade diesen Satz in Verbindung mit einem alten Bild, auf dem ein Totenkopf und zwei Hirtenjungen zu finden sind. Von wem es ist, weiß ich nicht mehr. Vielleicht könnest du mich in diesem Punkt ja aufklären.

    Für nächsten Sommer schmiedest du schon Pläne
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    erreichst heut alles, was dich gestern mühte

    Eingeleitet wird das 1. Terzett mit einer Form der Zukunft, in der das lyrische Du bereits in den Sommer blickt. Den Sommer empfinde ich hier als sehr angemessen, da Arkadien in der Zeit des Barocks als ein Symbol des Goldenen Zeitalters (hier: Verbindung zum Sommer) angesehen wurde aufgrund seiner Idylle. Diese wird ebenfalls in dieser Strophe zum Ausdruck gebracht; scheint es doch eine Zeit/ein Ort zu sein, in der Träume, Utopien überleben können und selbst wenn sie im Kopf erst entstehen.
    Nur will mir das „heut“ nicht ganz gefallen, eventuell liegt es aber auch an mir.
    Es wird mir nicht ganz klar beim näheren Hinsehen, ob sich das „heut“ auf das Kopfkino (V 2) oder auf das wirkliche heute bezieht. Ich hoffe, es ist einigermaßen verständlich, worin ich den Unterschied der Sichtweise hier zu erklären versuche.

    und lachst so herrlich, dass ich's gern erwähne.
    Du könntest Stunden, Tage so verbringen
    und kostest jeden Winkel dieser Blüte

    Hier kommt erstmalig das lyrische Ich zum Wort und in der zweiten Hälfte von V4 wird verständlich, dass das lyrische Ich als Beobachter passiv ins Geschehen eintritt.
    Ich glaube auch, dass ich meinen vorigen Zweifel, bei welchem ich das `heut` indirekt kritisierte, verwerfen müsste, da der anschließende Satz in Vers 4 eigentlich aufklärt, dass es in der wirklichen Gegenwart statt findet. Dennoch finde ich den erwähnten Punkt anhand des plötzlichen Zeitwandel ein wenig verwirrend, aber das mag nun wirklich an mir liegen. Das lyrische Ich, immer noch in der Rolle des Beobachters, berichtet, dass das LD sein ganzes Leben lang in „Saus und Braus“ leben könnte, wenn es nach ihm (LD) gehen würde. Doch ich sehe bereits eine vage Gefahr im Vers 6. Hier wird verdeutlicht, das LD setzt jenes Vorhaben auch in der Tat um, denn es „kostet jeden Winkel“ aus. Aber eine Blüte besitzt nur ein begrenztes Wachstum und kann verwelken. Hier also die erste Andeutung der Bedrohung.


    Wenn aber in der Nacht des Lebens Weiche,
    der kleine Schlaf, dich wachend findet, dessen
    Geschicke zehrend sich nach Innen fressen,
    dann führ auch ich die unsichtbaren Streiche,

    Das „wenn aber“ leitet sofort die andere Seite, den Umschwung ein. „Des Lebens Weiche“ betrachte ich entweder als Harmonie oder auch als Nachgiebigkeit. Ebenfalls verstehe ich die Weiche als einen anderen Wegeinschlag. Hier ist es der „kleine Schlaf“, der Kontrast, ob im Sinne von sanften oder harten Kontrast/Übergang, zum Leben, der eigentlich als harmonisch und/oder erholend assoziiert wird. Aber hier steckt m.E. hinten den Zeilen eine anbannende Angst in Form von Albträumen und die Fassade des sonst in den vorigen Versen als heiter betonten Lebens bekommt Risse und das LI trägt mit feinen Fäden seinen Beitrag dazu. Das LI befindet sich in einem Zustand der Ruhelosigkeit („wachend“), die ihre Spuren („nach Innen fressen“) hinterlassen.

    weil ich dich in der Einsamkeit erreiche.
    Dein Atem schwer und deine Lippen pressen
    und so entreiße ich dich dem Vergessen,
    dass stets auch ich durch dein Arkadien schleiche.

    In dem zweiten und letzen schweren Quartett gibt sich der Tod als solcher zuerkennen. Und mit seinem Auftritt beweist er, dass selbst das erbaute `Paradies` nicht von ihm verschont bleibt. Die Allgegenwart („stets“) des Todes und das Bewusstsein („entreiße(n) ….dem Vergessen“) der Vergänglichkeit („dein Atem schwer und die Lippen pressen“) wird in diesem Gedicht verdeutlicht.

    Allgemeines: Da hier der Tod als das lyrische Ich auftritt- sowohl in der Überschrift, als auch in dem Gedicht selbst-, ist er sozusagen der einzige Verbündete/ Verbindender des Lebens. Und dieses lässt mich auch direkt an Memento Mori denken, welches 1. wunderbar in die Zeit der Thematik Arkadiens und 2. in die Form des Sonetts passt.

    Fazit: Eine interessante, fast verstaubte Thematik im Zusammenhang mit dem Zitat „Et in Arcadia ego“. Die Sprache, welche am Anfang recht einfach, gar naiv und dem Ende zu sehr komplex – im positiven Sinne - , verwachsen wirkt, finde ich treffend und den verschiedenen Sichtweisen entsprechend. Die Idee mit dem verdrehten Sonett finde ich klasse, da die schweren Quartette hier gut zum Schlusspunkt passen.
    Zusammenfassend gesagt: Ein gutes Gedicht, das ich gerne gelesen und mir genauer angeschaut habe. Die vorigen Kommentare habe ich bis dato nicht gelesen, da ich Beeinflussungen stets vermeiden möchte bei Interpretationen.
    Sehr gerne gelesen und mein Lob ausgesprochen. Die Mühe hat sich gelohnt.
    Liebe Grüße,
    Kugel
    PS: Darf ich fragen, ob dich das von mir oben erwähnte Bild , dessen Maler ich leider vergessen habe, mit den Hirtjungen inspiriert hat?
    Geändert von Kugel (11.06.2007 um 12:57 Uhr)
    "Kunst ohne Ethik ist Kosmetik"
    (Marina Abramovic)

  12. #12
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    @LeV: Vielleicht ist das auch ein Bisschen Zufall? Und geht es nicht allen Gedichten so, dass nur wenige Leser sie zur Gänze verstehen (können)?

    Wenn du ein besonderes zentrales Anliegen hattest, dass niemand versteht, ja, dann würde das gegen den Text sprechen. Aber da es ein paar Leute durchaus verstanden haben, wie du erwähnst ... naja, ich denke es steht außer Frage, dass du keine Allerweltslyrik betreibst! Dass dürfte den meisten inzwischen bekannt sein, daher ist es auch ein Lob deines Textes, wenn Interpretationen von "nicht berufener" Seite kommen, die ihm etwas abgewinnen können. Aber ich glaube, mehr als nur eine Ahnung zu haben, warum du unzufrieden bist. Jetzt wiederhole ich mich aber doch zu oft, also: Das war's von mir zu diesem Thema. Ich wäre aber sehr geneigt, weitere Interpretationen kennenzulernen.
    lieben gruß

    @flamme: war nicht persönlich gemeint von mir. Ich habe mit deiner Deutung verglichen, um einen Aufhänger für mich selbst zu haben bzw. einen Kontrapunkt, anhand dessen ich einfach etwas herausfinden wollte. Also auch dir liebe grüße

    fatcat
    fatcat's Zahmlose
    Es ist etwas an meinem Wort
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  13. #13
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    Hallo levampyre,

    Du bist ja so ein kapitaler Brocken, da überlege ich schon zweimal, ob ich's wagen soll.

    Dein Werk will ich gar nicht en detail auseinander klamüsern, ich habe diesen und den Faden im worttümpel gesehen,
    das sollte eigentlich reichen.
    Nun hört sich Dein letzter Kommentar irgendwie mutlos an, soll vielleicht Anfeuerung für's Publikum sein, doch noch den
    verborgenen, rechten Sinn (so wie Du Ihn hinterlegtest ) zu finden ?

    Das memento mori, auf das unweigerlich jeder stößt, der sich mit dem Text auseinandersetzt - zu augenscheinlich ist der Titel -
    ist Dir nicht der Weisheit letzter Schluß, den Du aus Deinem Text bezogen sehen willst ?

    In Form und Wort ist Dir das Gedicht gut gelungen, "des Lebens Weiche" - selbst wenn nicht explizit in einem Wort erschlossen,
    weist auf etwas Verletzliches, Ungeschütztes hin. Zugleich ist es ein kleiner Schlaf, und kann im Wachzustand zur Ausführung
    gelangen. Mir suggeriert das einen Wachtraum, ein Sinnen, und weil es zehrend ist und nach innen fressend, deshalb ist es für
    mich der Zweifel, der Selbstzweifel, der da im Arkadien des LD schleicht.

    Arkadien ist nicht beständig, wegen Todes- oder Zweifelsfall. Und 'Ego sum, qui sum' reicht vielleicht nicht.

    Eigentlich antworte ich, weil gar so anschaulich etwas durch Dein Arkadien schleicht und da konnte ich mir meinen Kommentar
    nicht verkneifen.

    Gruß

    Ulrich

  14. #14
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    Hallo levampyre,

    die Mutlosigkeit ist tatsächlich nicht zu begreifen, da beide Fragen ganz einfach zu beantworten sind und ja auch beantwortet wurden.

    Wie man es auch dreht und wendet, hat der Tod im landläufigen Paradies – und ein solches war und ist doch Arkadien? - tatsächlich nichts verloren, da man jenes erst nach dem Tod erreicht und überhaupt Not, Tod und Elend im Paradies nicht stattfinden. In diesem Gedicht aber ist der Tod auch in Arkadien unterwegs und die Angst (vor ihm) ist so groß, dass man nächtens zitternd im Bett sitzt. Das ist eine eigenwillige Paradiesvorstellung und das kann man doch einräumen. Warum der Tod aber im Gedicht die Hauptrolle spielt und worum es geht (Memento mori), blieb doch niemandem verborgen. Insofern funktioniert das Gedicht.

    Das „Vergessen wovon“ der dicken Katze ist wohl eher als „Vergessen von wem“ zu lesen und bezieht sich meiner Meinung nach auf die – ebenfalls eigenwillige – Konstruktion: Hier entreißt der Tod das lyrische Du insofern „dem Vergessen“, als er verhindert, dass das lyrische Du den Tod vergisst bzw. vergisst, dass der Tod auch in Arkadien ist. Kein Problem eigentlich, das zu verstehen, nur verbleibt ein grammatikalischer Zweifel. Die grundsätzliche Aussage aber bleibt doch klar: Wer den Tod vergisst, lebt und handelt leichtfertig. Wer an ein ewiges Morgen glaubt, wird immer versucht sein, das Leben auf morgen zu vertagen bzw. das Heute nicht würdigen (Carpe diem).

    Ich glaube, das ist den meisten Menschen zumindest unter-bewusst. Und es ist eine Last, weil es uns eben (leider) nicht unbeschwert in den Tag hinein leben lässt. Und daher schaffen wir uns Paradiesvorstellungen und fantasieren uns in die Vorstellung eines unbeschwerten jenseitigen Leben, weil es uns das diesseitige erträglicher macht. Natürlich kann das auch zu Fehlentwicklungen führen, das ist wohl unbestritten. Nun aber schlicht Gevatter Tod ins Jenseits zu projizieren, führt dieses ad absurdum und da mag der Hase im Pfeffer liegen. Folgt man der Logik des Gedichtes, bleibt ein Paradoxon, denn dann erzählt uns das lyrische Ich: Es gibt gar kein Arkadien aber ich bin dennoch dort.

    Ist es das, was der Dichter uns sagen will: Das Paradies existiert nicht bzw. wir sind alle längst dort? Wenn ja, war das so schwer auch nicht zu entziffern. Es wirkt nur nicht sehr überzeugend, wenn ich den Fernseher einschalte und der Nachrichtensprecher verkündet, dass nach neuesten Erkenntnissen Televison nur Einbildung ist und das Fernsehen in Wirklichkeit gar nicht existiert. Aber natürlich kann ich auch das wieder dahingehend deuten, dass der Autor keine Wahrheiten verkünden, sondern lediglich Zweifel anmelden will. Ich zweifele, also bin ich. Im Paradies gibt es keinen Zweifel. Also kann ich dort nicht sein

    Was auch immer das Kokettieren und die Präsentation als mutwillig missverstandener Autor bewirken soll, kann man doch unumwunden festhalten, dass das Gedicht zum eigenständigen Denken anregt und insofern wenigstens ein Musterbeispiel mäeutischer Dichtung ist. Kann man mehr von seinen Lesern erhoffen, als du hier und offenbar auch anderswo im Übermaß erhältst? Ist es nicht ein wenig undankbar, dann derart zu greinen?

    Gruß
    Tom



    P.S.: Das umgedrehte Sonett gibt es mindestens seit 100 Jahren, wahrscheinlich länger. Und warum bei einem umgedrehten, kopfstehenden Sonett nicht auch die Ebenen vertauscht werden sollen, sprich schwere Terzette, heitere Quartette, bleibt unklar.

  15. #15
    Registriert seit
    Dec 2006
    Beiträge
    1
    S1

    Das Leben ist schön und das LD ist der Zukunft zugewandt.


    S2

    Wie S1. Das LD scheint den Nektar des Tages auszukosten. Aber ein neuer Gedanke ist das nicht. Statt zu wagen, wird dem Leser weiter vorgekaut, was der schon längst verdaut hat. Ärgerlich. S2 quält sich inhaltlich über die Runden.

    S3

    Aber nur schön geht nicht, drum kehrt es sich jetzt um. Bzw. LI erscheint drohend am Horizont. Sensenmannes Schatten wirft sich schon ins dunkle Kämmerlein unseres LDs.

    S4

    Das LI verkündet dem LD : Alles hat ein Ende, alles hat eine dunkle Seite. Vergiss das nicht! Nee, tut's auch nicht. Der Hinweis ist obsolet. In S1 steht ja, dass es dem LD gestern alles noch mühevoll schien. So what? Selbst dem Lyrischen Personal werden keine Weisheiten zuteil? Das ist Kunst.


    (Anm.: Manches kann man in Latein schreiben oder es lassen, denn es macht die Enten doch nicht fetter.)


    Mehr ist zu diesem Werk nicht zu sagen, so seht das doch ein. Für mich ist dieses Gedicht ein Ärgernis, dass trotz des blassen Inhalts die Königsform gewählt wurde und die bemüht düstere Sprache des Todes. Der poltert so pathetisch über die Bühne, dass ich mir wünschte es wäre doch nur der Gärtner, um mir wenigstens ein Lächeln in diesen schweren Zeilen abringen zu können. Ach, das soll ich ja auch gar nicht. Leider.

    Denn zusammenfassend bleibt es eben, bei der wirklich dürren Feststellung, dass alles seine zwei Seiten hat, wirklich alles. Das Gras ist nicht von allen Seiten grün, Herr Nachbar! Gähn.

    Musste dafür ein Sonett, ja sogar ein Umgedrehtes, herhalten? Nein. Hier gehen Form und Inhalt weit auseinander. Bei dieser Konstruktion habe ich deutlich mehr erwartet. Die Dichterin löst inhaltlich bei weitem nicht das ein, was Ihr handwerkliches Talent versprach. Hier werden küchenphilosophische Anschauungen eines kleinen Mädchens verbrämt durch Form und angelesener Fakten aus der hinlänglich bekannten Sekundärliteratur. Das ist ärgerlicher als die vielen untalentierten und von der Form unbeleckten Versuche, die hier ansonsten ausgestellt werden.

    Keep it simple.

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