1. #1
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    ein herbstgedicht?

    Es war wie eine Zauberwelt,
    so wunderbar und leicht,
    die klare Luft,durch nichts entstellt,
    der Weg zum Himmelreich

    Es war'n die Bäume weit und breit
    so farbenfroh und schön,
    Gedanken,wie Träume,plötzlich befreit,
    sie liessen mich nicht gehn.

    Doch dann seh' ich ein Vöglein fall'n,
    so hilflos sieht es aus.
    Gefolgt von tiefem Donnergroll'n,
    der Herbststurm,er bricht aus.


    Verwandelt helles Gelb in Grau,
    macht bunte Blätter Braun,
    stellt alles Schöne schlecht zur Schau,
    zerreißt den sanften Saum.

    Er hinterlässt die schöne Welt
    ganz ungestüm und wild
    verwandelt Gold und Silber nun
    in ein traurig
    Abschiedsbild
    Geändert von Fimbrethil (26.05.2007 um 19:48 Uhr)

  2. #2
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    Hallo fimbrethil
    dein gedicht gefällt mir gut
    sehr eingängig
    ein paar winzige holperer sind glaub ich drin, aber das wäre doch gelacht, wenn du die nicht ausbüglen kannst
    allerdings wirken einige reime unsauber, was mich aber hier nicht wirklich stört
    da du dein gedicht bei liebe und romantik eingestellt hast, wirst du dir ja dabei auch was gedacht haben.
    also ich interpretiere einfach mal drauf los, alleridngs ohne mich festlegen zu wollen und sicher bin ich mir auch nicht

    also ich würde sagen du beschreibst hier eine beziehung.
    Eine beziehung, die anfangs wunderschön ist, wie ein sonniger herbsttag eben.
    Doch dann kommt der große "sturm" und alles liegt in trümmern.
    Alles was vorher hell und schön war wird nun dunkel und bedrohlich. alles wirkt tot.
    Alles was bleibt ist die zerstörte "kulisse" dieser beziehung. eben das traurige abschiedsbild.

    so würde ich das jetzt verstehen.
    ich bin aber nicht so begnadet im interpretieren, also kann ich mich auch irren

    was mir auch noch sehr gut gefällt ist, dass du die dritte strophe, in der die stimmung umschwingt kursiv geschrieben hast.

    insgesamt ein sehr gelungenes werk.
    gern gelesen, interpretiert und komentiert

    lg
    rose
    Zum Schwarzen Rosengarten (Werkeverzeichnis)


    frisch aus meiner Feder Seelenbrand im Stundenschlaf, Göttertanz, Seelenduett,
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben
    Hermann Hesse

    *schwarzeRose*

  3. #3
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    Hallo Schwarze Rose,

    nun,das freut mich nun aber mal!
    Ja,es hat seinen Grund,warum das Gedicht bei Liebe und Romantik steht-und du hast diesen Grund auch gefunden,und wohl so ziemlich alles dazu gesagt,was dazu gesagt gehört
    Das Gedicht ist eher ein "Zufallsprodukt"-so sollten wir für den Deutschunterricht ein Herbstgedicht schreiben..Das ist dabei herausgekommen,richtig interpretiert haben es allerdings nur wenige nahestehende Menschen..
    Umso mehr freut es mich,dass es wohl doch auch für Aussenstehende zu verstehen ist=)

    Wo genau siehst du denn die Holperer und unreinen Reime?
    Mir selbst fällt sowas bei eigenen Sachen grundsätzlich nicht auf,daher wäre ich für konkrete tips dankbar=)

    liebe grüße,
    fimbrethil

  4. #4
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    hey
    schön, dass ich es richtig verstanden hab. ich interpretiere grundsätzlich sehr gerne, liege aber oft auch etwas daneben.
    aber das schöne beim interpretieren ist ja auch, dass nicht jede interpretation der anderen gleichen muss und man somit auch gewisse freiheiten hat.
    ich denke, wenn man sich intensiver mit einem gedicht befasst kann man den hintergrund recht schnell verstehen.
    ich habe schon oft die erfahrung gemacht, dass gedichte die durch zufall entstehen meistens die schönsten sind.
    wenn du willst, kannst du dir auch gerne mal meine gedichte zu gemüte führen und sie kritisieren. ich würde mich freuen.

    also jetzt mal zu dern holperern. sie sind wirklich minimal also auch echt nicht tragisch. ich bin leider im x-en nich so gut, sonst könnte ichs dir deutlicher zeigen, aber ich kanns auch so versuchen


    Es war wie eine Zauberwelt, also in der ersten strophe stimmt alles
    so wunderbar und leicht,
    die klare Luft,durch nichts entstellt,
    der Weg zum Himmelreich

    Es war'n die Bäume weit und breit
    so farbenfroh und schön, hier ist der paarreim ein bisschen unsauber...vielleicht noch mal überarbeiten
    Gedanken,wie Träume,plötzlich befreit, also ich finde, dass dieser vers einfach ein bisschen zu lang ist und deshalb ein winziges bisschen holpert...aber das ist auch schon alles
    sie liessen mich nicht gehn.

    Doch dann seh' ich ein Vöglein fall'n, hier stimmt es auch
    so hilflos sieht es aus.
    Gefolgt von tiefem Donnergroll'n,
    der Herbststurm,er bricht aus.

    Verwandelt helles Gelb in Grau,
    macht bunte Blätter Braun, hier auch alles in ordnung
    stellt alles Schöne schlecht zur Schau,
    zerreißt den sanften Saum.

    Er hinterlässt die schöne Welt
    ganz unbestüm und wild
    verwandelt Gold und Silber nunund hier ist es auch ok
    in ein traurig
    Abschiedsbild

    du siehst es wirklich fast nichts^^
    also im grunde ist die metrik völlig sauber
    noch mal kompliment zu dem gedicht


    lg
    rose
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    Hermann Hesse

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  5. #5
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    ich muss sagen ein wirklich gelungenes Werk

    und mit der kleinen Hilfestellung von schwarze rose klingt es gleich doppelt so gut

    saludos estrella

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