Du bist heut weit entfernt von mir, mein Schwan.
Geplant war eigentlich ein Sehnsuchtsstillen.
Kurz vor dem Abflug ändert sich der Plan.
Bin nicht bei dir, um meiner Tochter Willen.

Mit andern Schwänen tanzt du heute,
ich schwing die Flügel und komm nicht vom Boden,
vielleicht belachen mich die Leute,
ich habe es mir selbst verboten.

Ganz aufgelöst ist heut mein Kind
und schaut mich dabei unverstanden an
und sagt mit zittern in den Wind:
"Flieg doch zu deinem blöden Schwan!"

Sie mag den Schwan, er macht sie ganz benommen,
sieht ihn vom Hügel kommend an.
Durch ihre Finger sieht sie ihn verschwommen
weil sie noch nicht an Schwäne glauben kann.

Vielleicht tut dieser Schwan ihr weh,
wie sie es kennt von anderem Geflügel.
So sitzt sie lieber ganz allein am See
und schaut doch sehnsuchtsvoll zum Hügel,
auf dem die Welt sich selbst entdeckt.
Sie fühlt die Leere und die Zwänge.
Noch hat sie sich am See versteckt
und glaubt sie passt nicht in die Menge.