Thema: Das war's

  1. #1
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    Das war's

    Das Licht wird schwächer schon, kann nicht mehr richtig sehn,
    Die Stimmen rufen mich ganz leise,
    So endet also diese Reise,
    Ich werde jetzt nach Hause gehn.

    Es bleibt nicht viel von mir. Ich habe nie erstrebt, was andre stets begehren,
    Ich war nie einsam, nur allein.
    Wer sagt man kann zu zweit nur glücklich sein?
    Mein Leben könnt euch eines Besseren belehren!

    Ich wollt mich nicht verbiegen. Ich blieb mir treu und hab dafür den Preis gezahlt:
    Niemand wird mich hier vermissen,
    Keiner meine Träume wissen.
    Ich hab das Bild halt so gemalt.

    Die letzte Rechnung ist gemacht, das Konto ist nun ausgeglichen. Bald ist die Tafel leer.
    Alle Schulden sind bezahlt
    Damit das Leben neu erstrahlt,
    Wenn ich dereinst mal als ein Andrer wiederkehr.

    Ich frage mich: Ist mir dies Leben wohl gelungen? Doch jetzt ist's einerlei:
    Die Fragen nach dem Gut und Richtig
    Sind nun vorbei und nicht mehr wichtig.
    Schluß, das war's. Für dieses Mal ist es vorbei.

  2. #2
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    hallo stranger
    hmm..also ich weiß nicht so recht, was ich von deinem gedicht halten soll.
    zum einen gefällt mir das reimschema sehr gut.
    der inhalt, ein selbstmord, wenn ich das richig verstanden habe, gefällt mir einerseits, aber es ist auch sehr nüchtern geschrieben.
    für das LI scheint das ja kein endgültiges Ende zu sein, sonder viel mehr ein neubeginn.
    Zitat Zitat von Stranger
    Für dieses Mal ist es vorbei.
    nur für dieses mal..das LI sieht es eindeutig so, dass alles wieder von vorn beginnt.

    ich finde es einfach fast ein wenig kühl geschrieben.
    Auch ob mir der jeweils erste vers jeder strophe gefallen will, weiß ich nicht.
    es hat was und du hältst es bis zum ende durch.
    das ist ja schon mal positiv.

    also alles in allem finde ich dein gedicht gar nicht schlecht, auch wenn ich wohl noch ein weilchen drüber nachdenken muss.

    lg
    rose
    Zum Schwarzen Rosengarten (Werkeverzeichnis)


    frisch aus meiner Feder Seelenbrand im Stundenschlaf, Göttertanz, Seelenduett,
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben
    Hermann Hesse

    *schwarzeRose*

  3. #3
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    Hallo *schwarzeRose*!

    Danke für deinen Kommentar!
    In dem Gedicht geht es zwar um den Tod, aber nicht um einen Selbstmord!
    Deine Assoziation mit "Selbstmord" finde ich sehr interessant, da in einem Kommentar zu meinem Gedicht "Wenn dein Tag zu Ende geht" etwas Ähnliches von einem Leser gesagt wurde. Möglicherweise liegt es daran, daß der Tod für mich nichts Negatives ist (was das eigentliche Thema dieses Gedichts ist), und ich unterschätze ich die Wirkung dieser Haltung auf die meisten Menschen, die sich nur vorstellen können, daß jemand dem Tod nur dann etwas Positives abgewinnen kann, wenn er das Leben so schrecklich findet, daß er statt dessen den Tod vorzieht.
    Und um auszudrücken, daß der Tod eben "etwas ganz Normales" ist, ist das Gedichts auch "fast ein wenig kühl geschrieben" (eine gute Beschreibung von dir, wie ich finde).
    Übrigens habe ich das Gedicht deshalb auch nicht in "Trauer und Düsteres" eingestellt!

    Gruß Stranger

  4. #4
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    hallo stranger
    hmm, dann habe ich mich wohl geirrt. jetzt wo mans weiß, ist es etwas klarer.
    also ich persönlich habe wahnsinnige angst vor dem tot und kann das deshalb wohl nicht so gut nachvollziehen.
    es ist aber durchaus eine interessante sichtweise.
    also ich hab noch mal über dein gedicht nachgedacht und bin zu dem schluss gekommen, dass es mir, auch wenn ich diese sichtweise (noch) nicht teilen kann, eigentlich ganz gut gefällt.

    lg
    rose
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