1. #1
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    Und dann ist er noch schwul geworden

    Und dann ist er noch schwul geworden

    Vielleicht hatte er
    in seinem Leben nicht
    das nötige Glück bisher.
    Das Schicksal hatte
    ihm immer wieder gezeigt,
    das die Verteilung der
    positiven Zustände
    bereits vor
    ihm beschlossen
    wurde.
    Auch die schwere
    Krankheit hat viel
    an Lebensqualität
    aus ihm gezogen.

    Seine Tränen nachts,
    konnten die wenigsten sehen.

    Aber das jetzt?
    Das hatten wir
    nicht erwartet.
    Schlimm, oder?

  2. #2
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    Hallo Michael!

    Von der Umsetzung her spricht mich dein Gedicht dieses Mal nicht so an - aber das Thema finde ich interessant.
    Man möchte einerseits fast lachen, wenn man die letzte Strophe liest, aber andererseits macht das natürlich auch betroffen. Der Text ist so locker geschrieben, fast fröhlich meiner Meinung nach... und dabei geht es um Ausgrenzung, Vorurteile. Und Unverständnis kommt in mir auf für die Leute, die so empfinden gegenüber Schwulen.
    Schön, dass du dieses Thema mal aufgegriffen und uns damit einen interessanten Text geliefert hast.

    Also, Kompliment, auch wenn es mir insgesamt diesmal nicht so gefällt.
    Liebe Grüße, Branq
    Veröffentlich wird jetzt schwarz auf weiß, auf echten Seiten. Infos auf meinem Blog.

  3. #3
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    Hallo Michael, auch ich musste schmunzeln am Ende. Dein Gedicht gehört eigentlich eher in die Rubrik Gesellschaft. Etwas allerdings verwirrt mich bei deinem Gedicht - und stört mich ein wenig - , dass die Erzählerposition nicht durchgängig wirkt. z.B. "seine Tränen nachts konnten die wenigsten sehen" ist eher aus der allwissenden Erzählerposition geschrieben, während Du den Anfang und natürlich besonders das Ende die beobachtenden Erzähler innerhalb der Geschichte wahrnehmen lässt.
    Einen weiteren Bruch sehe ich - aber das ist natürlich subjektives Empfinden -im Stil z.B. Das Schicksal hatte ihm immer wieder gezeigt,dass die Verteilung der positiven Zustände bereits vor ihm beschlossen wurde ist für die Erzählerposition zu hoch gestochen und steht ein wenig im Widerspruch zu der vorurteilsbehafteten Endaussage.
    Aber trotzdem: Es hat mir gefallen
    Lieben Gruß

  4. #4
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    die idee kam mir nach einem gespräch mit meiner kollegin, die erzählte vom sohn einer bekannten, der absolut nicht schulisch und so klar kommt.
    dann meinte sie plötzlich, das er auch nocjh schwul sei.

    das schockierte mich.
    insbesondre wie sie es sagte
    und das in der heutigen zeit.

    michael

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