1. #1
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    Schlicht auf dumm

    Schlicht auf dumm

    Angenommen, Sein wär’ Müssen,
    ohne irgendeine Chance.
    Ausgeübt von ungewissen
    Mächten, die uns sehr gerissen
    programmierten, in die Trance.

    Und gesetzt den Fall es gäbe
    niemals eine Möglichkeit
    zu erkennen das Gewebe
    der Verstrickungen und jene
    Art der Seinsabhängigkeit.

    Dieses auch nur anzudenken,
    machte schon den Geist verrückt.
    Fremde Mächte, die uns lenken,
    wer will sich da reinversenken?
    Doch wer weiß, wie alles tickt?

    Sind wir Roboteinheitswesen,
    mit entsprechenden Engrammen,
    die von sich aus alle Thesen
    tief in ihren Bios lesen
    und gehorchen den Programmen?

    Was, wenn dies Szenario stimmte,
    wäre dann nicht der Verstand,
    lediglich das hingetrimmte
    Instrument gemäß der Finte
    der Zentralmacht „UNBEKANNT“?

    Kann ein Hirn sich nicht kopieren,
    selbst sich denken? Nein? Warum?
    Weil perfektes Funktionieren
    dies voraussetzt transformierten
    sie dieselben schlicht auf dumm.
    Geändert von crux (11.11.2006 um 13:44 Uhr)

  2. #2
    ria.roos Guest

    Thumbs up

    Hallöchen, lieber Crux,

    wieder so ein intelligentes Gedicht, zum nachdenken,

    Sein wär`Müssen-
    Sein ist-
    es ist wie es ist-
    es ist Müssen!

    Wir werden nie erfahren warum wir sind,
    was wir sind,
    wie lange wir sein werden;
    dieses Gewebe werden wir nie durchdringen.

    Fremde Mächte?
    nicht auszuschließen,
    dann wäre in diesem Zusammenhang utopisch, verrückt!
    Oder nicht?

    Gott ist als Macht bekannt,
    er hält unsere Fäden doch längst in den Händen, wer will sie ihm abnehmen!
    Mittels dieser Fäden könnte man schon von einer Programmierung sprechen.

    Da Du Dich selbst schon erkannt hast und Dein Gehirn Dir hörig ist, Dein Denken eigenständig, fällst Du ja nun ganz heraus aus dieser Programmierung.

    Sehr stark Dein Gedicht, habe es mehrmals lesen müssen um Deine Gedanken voll und ganz zu verstehen.
    Wenn man sich tiefer in Deine Gedankenwelt versinken lässt, kann man ein Szenario wirklich nicht ausschließen.

    Super gelungen und nachdenklich gemacht

    liebe Grüße
    ria.roos

  3. #3
    Rosiel ist offline Theatralisches Gebilde
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    Hi crux,
    tja du hast hier wieder einmal einwandfrei sauberes Gedankenfutter zu 'Papier' gebracht.

    Ich schließe mich hier ria an und behaupte einfach mal frech dass Gott wohl der Drahtzieher hinter der ganzen Sache ist, die unsichtbare Macht also. Irgenwer muss ja die Schuld daran tragen, dass wir sind wie wir sind. Allerdings lassen sich Menschen durch viele Dinge manipulieren, daher denke ich dass auch die Einflüsse unserer Umwelt eine wichtige Rolle spielen.
    Dein Gedicht hat ein bisschen was von Matrix. Die breite Masse die einfach der vorgegebenen Programmierung folgt, aber auch die Querdenker, die die Materie (unsichtbare Macht) erkennen und hinterfragen, die ihr gefährlich werden. Denkt man länger und ernsthafter über solcherlei Dinge nach könnte man wahrscheinlich nur verrückt werden. Deshalb ist es doch einfacher stumpfsinnig vorgegebenen Regeln und Gewohnheiten zu folgen, als seinen ach so freien Geist zu riskieren.
    Ich weiß nicht ob ich meine Meinung hier so verständlich machen konnte, aber ich finde din Gedicht auf alle Fälle sehr interessant.

    Zitat Zitat von ria.roos
    Da Du Dich selbst schon erkannt hast und Dein Gehirn Dir hörig ist, Dein Denken eigenständig, fällst Du ja nun ganz heraus aus dieser Programmierung.
    Stellt sich nun noch die Frage nach der Möglichkeit. Ist es einem Menschen möglich sein Gehirn zu steuern, oder steuert das Gehirn den Menschen?

    Lg
    Rosiel
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    Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein.
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  4. #4
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    Schlicht auf dumm

    sehr interessant, was ihr beide, ria und Rosiel, an zusätzlichen Gedanken entwickelt, was ich ja erhofft hatte und daher sehr begrüße, denn das behandelte Thema, welches mir schon sehr lange ergebnislos im Schädel kreist, kann einen schon an den Rand des soeben noch Aushaltbaren bringen, wenn man sich nicht ganz schnell wieder von ihm löst und seinen Weg durch den Wald weiterhin pfeifend fortsetzt.

    Was wäre zum Beispiel, wenn uns das religiöse Programm als Hauptmenue, überhaupt die Annahme einer allerhöchsten Gewalt von der man abhängig ist, so tief und unüberwindbar in die olle Festplatte geschrieben wurde, nur um uns von Gedanken der Hybris und der Gottgleichheit abzuhalten? Und was bedeutet "Nach seinem Ebenbilde..." wirklich? Gibt es den freien Willen oder ist er lediglich eine unauflösbare Illusion? Wer oder was genau steckt hinter der sog. Matrix und aus welchen Motiven oder Notwendikeiten heraus wurde das Universum erschaffen, und aus was? Was war vorher? Sind Zeit und Raum aus absoluter Sicht wirklich existent und bilden sie tatsächlich eine unzerstörbare sich gegenseitig bedingende daher wechselwirkende Enheit? Lässt sich der Begriff der "Ewigkeit" überhaupt konsequent zuende denken, ohne dabei in den Wahnsinn zu fallen? Gibt es das, was wir Seele nennen und ist es der Sitz des Bewusstseins oder ist es doch nur das vergängliche Hirn also der Verstand, die Ratio? Ist dieses angenommene Ding (Seele) wirklich unsterblich, da es angeblich ein Fragment Gottes ist... usw.

    Alle diese Fragen wollte ich mit dem Gedicht nebenbei auch noch zum Ausdruck bringen bzw. den Leser zum Nachdenken darüber anregen. Ob das allerdings einen Sinn macht, ist insofern recht fraglich als ein solcher kaum mit dem Verstand alleine zu eruieren ist. Nur Meinungen und Annahmen kann man dazu äußern, und die führen ja ncht wirklich weiter. Eine ziemlich ernüchternde Feststellung, wo ist des Tunnels Ende? Wer sind wir wirklich, die immer wieder neu gestellte Uraltfrage...

    Hat mich gefreut, dass ihr euch beide positiv zu diesem Werk geäußert und mir ein schönes Lob hinterlassen habt, ich danke euch beiden dafür.

    Liebe Grüße
    crux

  5. #5
    Rosiel ist offline Theatralisches Gebilde
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    Question

    ....was wiederum zu der Frage führt aus welcher Sicht du die Dinge betrachten willst. Wer soll dir die Antwort liefern? Religion, Physik, Mathematik, Philosophie...
    Jede Gruppe versucht führ sich selbst eine Antwort auf all die Fragen zu finden, sei es nun das Schöpferbild oder die Relativitätstheorie und jede schwingt in eine andere Richtung. Nun stellt sich natürlich die Frage nach der Wahrheit, welche 'Theorie' entspricht der Realität welche nur einem Hirngespinnst, kann man überhaupt Beweiße dafür finden? welche Rolle spielen 'Glauben' und 'Wissen'? Man könnte das alles jetzt noch endlos fortsetzen, denn es wird wohl immer Fragen ohne Antwort geben.....

    Lg
    Rosiel
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    Faust

    ...frech grinsend in Richtung Schweiz

  6. #6
    ria.roos Guest
    Hallo crux,

    lasst uns denken und spinnen, es wird niemals eine Antwort geben. Das Universum, das All, ist groß und ohne Ende, unsere Gedanken können diese Größe niemals erfassen.
    Sind wir nicht eigentlich in diesem großen Weltgetriebe so winzig klein, wie der Schweißtropfen auf der Stirn eines Riesen? Wenn der sich die Nase putzt und mal eben seine Stirn wischt, sind wir futsch.

    Liebe Grüße
    ria.roos
    ***

  7. #7
    Tessa Guest
    Lieber crux,

    eben nur eine Ansammlung von Atomen, im großen Universum,
    verschwindend klein und bedeutungslos.

    Erinnert an "Matrix" aber auch an G.O. "1984", alle gleichschalten, beobachten und beherrschen.
    Doch wird es immer wieder Menschen geben, die ausbrechen, querdenken und hinterfragen. Haben sie ihr Hirn unter Kontrolle?
    Programmieren sie sich selbst, während andere ihre "eingebaute Software" nur nutzen?
    Gehen sie ins Bios, löschen auch einmal, spielen neu auf, laden und entwickeln? Während andere nur abspielen, anwenden und wenn der Speicherplatz nicht mehr reicht, abschalten?

    Fragen über Fragen.
    Ich denke, jeder steuert sein Gehirn slbst, mal mit mehr und mal mit weniger Erfolg.
    Hinzu kommen Erziehung, Charakter, Erfahrungen und eine angeborene Intelligenz, die sicher ausbaufähig ist, wenn man dann möchte und die Möglichkeiten dazu hat.
    Verschiedene Fähigkeiten liegen sicher brach, gilt es sie zu finden, zu fördern und zu beherrschen.
    Wird dies nicht genutzt, bleibt alles wie es ist.

    Gern gelesen, gern gedacht, mein Kompliment.
    Ein interessantes Thema, Diskussionsstoff.
    Gelungene Umsetzung, perfekt.

    Ganz liebe Grüße,
    Tessa

  8. #8
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    hallo Crux !

    Ich habe mir das eine oder andere von Ihnen angeschaut (wozu ich mich verpflichtet fühlte) und finde eine gleichbleibend hohe Qualität vor, was die Präzision von Fragestellungen und Sachverhaltsbeschreibungen betrifft.

    Jedenfalls habe ich im Grunde keine Probleme, Ihre Intensionen zu erkennen.
    Persönlich empfinde ich Ihre Werke - soweit diese mir bekannt sind - weniger als Lyrik denn als gereimte Prosa - dies ist natürlich kein Stab, den zu brechen ich mir anmasse, kein Werturteil.

    Bei diesem Werk ergibt sich für mich indes eine Schwierigkeit in der letzten Strophe, die ich wiederholt gelesen, ab nicht verstanden habe.
    Vielmehr ergeht es mir so, als haben Sie mir ein hübsches Schleifchen ins Gehirn gebunden !
    Ist das so beabsichtigt ? Ggf. veranschaulichend die Schleife, die entsteht, wenn der Verstand sich selbst verstehen will ?
    Das, allerdings, würde ich als geniale Conclusio des Werkes empfinden.

    Meine Vorleser hatten aber dem Anschein nach keinerlei Schwierigkeiten, dies alles zu verstehen, liegt bei mir nur eine Denkblockade vor ?

    Ich bitte um Auflösung !!


    grey.zone
    .....
    D i e.....v e r s u c h t e.....W e l t ............
    ......a u s g e w ä h l t e .....T e x t e ......
    Alles ist Lüge an mir; aber dass ich zerbreche - diess mein Zerbrechen ist ächt! (Friedrich Wilhelm Nietzsche: Also sprach Zarathustra - Der Zauberer)

  9. #9
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    Schlicht auf dumm

    weiß ja, dass ich ein Schlamperter bin, was das stetige Verfolgen und Beantworten von eingehenden Kommentaren in meinen Fäden betrifft, ist eine alte Krankheit von mir und beruht wohl auf der normativen Kraft des Faktischen, will sagen: so ist er halt...

    @ Rosiel

    sicher, sie alle haben über die Zeiten hinweg versucht, dieses Rätsel zu ergründen, die Frage nach der Quelle allen Bewusstseins und sind mehr oder weniger grandios gescheitert, denn weder einzelne Genies noch thinktanks oder auch brainstorming groups konnten bisher eine im wissenschaftchen Sinne befriedigende Antwort darauf finden. Das lässt die Frage zu, ob es von der Quelle aus gedacht überhaupt wünschenswert wäre, wenn wir Menschen auch noch die letzten großen Schleier von der Höchsterkentnis unser selbst abziehen und hinter die Erscheinungen blicken könnten. Vielleicht wäre in dem Moment (remember the tree of perception) das große Spiel aus und vorbei, das da mit uns gespielt wird. So wäre es z.B. denkbar, dass die Illusion des Getrenntseins im Physischen nur dazu erschaffen (besser implantiert) wurde, damit wir niemals die tatschlich dahinter existierende absolute Einheit als solche erkennen, geschweige denn erfahren können. Einsteins Theorien, die ja zum Teil schon widerlegt wurden, Stichwort Quantenmechnik, Heisenbergs Unschärferelation usw., waren zwar ein echter Quantensprung und ein markanter Paradigmawechsel, keine Frage, aber auch sie sind ja immer noch im Bereich des mit dem Verstand und dem Bewusstsein Nachweis- und Berechenbaren. Ich fürchte also, dass wir den Begriff "Wahrheit" insofern nicht in die Diskussion einführen können als wir eben in einem relativen Kosmos leben, dessen Naturgesetze ja nicht von ungefähr so determiniert wurden wie wir sie nach und nach ergründet und vorgefunden haben, denn "Wahrheit" kann es nur im Bereich des Absoluten geben. Nur, wen oder was setzen wir absolut? Ohne das Postulat von Dichotomien kommen wir so nicht weiter, aber das würde jetzt endgültig zu weit führen.

    @ ria.ross
    lasst uns denken und spinnen, es wird niemals eine Antwort geben. Das Universum, das All, ist groß und ohne Ende, unsere Gedanken können diese Größe niemals erfassen. Sind wir nicht eigentlich in diesem großen Weltgetriebe so winzig klein, wie der Schweißtropfen auf der Stirn eines Riesen? Wenn der sich die Nase putzt und mal eben seine Stirn wischt, sind wir futsch.
    Liebe ria, genau diese sich vor der unermesslichen Gigantomie des Alls still beugende Demutshaltung könnte ja nun auch wieder ein implantiertes Dämpfungsinstrument dessen sein, was man auch mit All-das-was-ist mehr oder weniger gelungen umschreibt, jenes sog. Omegapunktes, zu dem hin alles strebt, um eben seine/ihre für uns nicht nachvollziehbaren Intentionen verschleiern zu können.
    Ich sage immer: alles, was sich der Mensch in seinen wildesten Fantasien ausdenken kann, und diese scheint wirklch unbegrenzt, das kann auch zumindest rein theoretisch reale Gestalt annehmen, sofern man davon ausgeht, dass das Denken, sowohl das individuelle wie auch das kollektive, die Realität erschafft.

    @ Tessa,

    vielleicht gibt es so viele Vorstellungen von all dem wie es intelligente Wesen im Universum gibt. Wenn ich den einzelnen Menschen in all seinen Funktionen als Nanomaßstab mit dem Kosmos gleichsetze (wie innen so außen usw.), ihn quasi als ein kosmisches Atom definiere, dann bilden wir 6 Milliarden Menschen auf der Erde vielleicht sowas wie ein Molekül zum Ganzen. Das mit den brachliegenden Fähigkeiten sehe ich allerdings genauso, wenn es denn stimmt, dass angeblich 90% unserere Hirne nie genutzt werden, aber das wäre ziemlich unwahrscheinlich, denn die Natur arbeitet sehr rationell und verschwendet für gewöhnlich keine Resourcen. Ich denke auch nicht, dass dies eine Art vorsorgliches Polster für zukünftige Hirnleistungen darstellt, sondern eher, dass unsere Wissenschaftler heute noch nicht die Instrumente parat haben um die feinstofflichen Vorgänge in diesen Bereichen messen zu können, sie könnten sehrwohl bereits hoch aktiv sein. Wo, beispielsweise, ist der Sitz des Unterbewussten, in dem ja absolut alle Sinneseindrücke abgespeichert vorliegen, da sie in hypnotischen Zuständen gehoben werden können.

    Freue mich sehr über dein schönes Kompliment zu diesem Text, vielen Dank.

    @ grey.zone,

    ein gutes Stichwort, Graue Zone, in diesem Zusammenhang, wie ich finde, ohne "zwinker", aber lassen wir doch erst einmal das hier unübliche und nur auf Trolle beschränkte förmliche "Sie" weg und unterhalten uns locker über deinen Kommentar, den ich auf Grund seines höflich-sachlichen Duktus zu schätzen weiß und ihn somit sehr begrüße, zumal ich dir ja drüben unter "Lebewohl Mama" neulich aus bestimmten, hier aber nicht mehr relevanten Gründen reichlich zusetzen musste. Ich hoffe, dass du zumindest einiges davon nachvollziehen konntest.

    Die von dir geschilderte Schwierigkeit, die das Verstehen der letzten Strophe verhinderte, besteht in der Tat darin, dass ich einerseits versuchte, die Tatsache, dass das Hirn sich zwar alles nur eben sich selbst nicht denken oder vorstellen kann, darzustellen, was für sich genommen ja schon einiges darüber aussagt, wie wir gestrickt sind, aber noch mehr darüber, warum das so ist. Andererseits war der bei dir entstandene Eindruck einer irremachenden Endlosschleife ebenfalls beabsichtigt, das wurde sehr gut von dir erkannt, denn genau das ist es doch. Scheinbar läuft da oben eine Art geistiges Möbiusband, das zwar immer neue und auch hoch komplexe Daten aufnimmt, sie verarbeitet, zuordnet und abspeichert, dass aber dennoch keine Selbstdefinition über sich an uns liefert. Das aber ist einsehbar unmöglich, da wir uns ja als ICH mit dem, was das Hirn an Bewusstheit liefert identifizieren. Wie also könnte das ICH in einer durch und durch dualkonzipierten Welt als einziges Element im Kosmos nicht dual gepolt sein? In dem Moment, in dem diese Polarität aufgehoben wäre, würden wir automatisch den Sekundenhirntod wegen totaler Überhitzung aller verfügbaren Synapsen und Neuronen sterben. Es handelt sich also sehr wahrscheinlich um eine Art fire wall, also um einen Selbstschutz, damit u.a. auch der Akt des bewussten sich von sich selbst Distanzierens ermöglicht wird, der ja eine ungemein wichtige Rolle auf allen möglichen Gebieten spielt, vor allem auch bei dem Versuch der Selbsterkenntnis.

    Ob man diese doppelte Sichtweise, vor allem aber jene Endlosschleife, eine geniale Conclusio nennen sollte, lasse ich mal dahingestellt, aber zugeben darf ich schon, dass ein solches Kompliment recht gut kommt.... wofür ich mich sehr bedanke.

    Liebe Grüße
    crux
    Geändert von crux (17.11.2006 um 01:18 Uhr)

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