Thema: Café noir

  1. #1
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    Café noir

    [B]Café noir[/B


    Hier treffen sich die Gestrandeten,
    mit leerem Blick ins Niemandsland.
    Deren Wünsche im Nichts versandeten,
    denen Zuversicht nicht mehr bekannt.

    Sie sitzen zusammen an kleinen Tischen,
    erzählen von Ihrem erhofften Leben.
    In dem sie glaubten das Glück zu fischen,
    aber keiner wollte es ihnen geben.

    Und trinken kalten, schwarzen Kaffee,
    der bitter und trostlos schmeckt.
    Das Lachen der anderen tut ihnen weh,
    weil jedes Glück sie unendlich erschreckt.

    Sie warten auf das Wunder des Lebens.
    und wissen doch sie warten vergebens.
    Geändert von Michael_Lüttke (14.11.2006 um 08:29 Uhr)

  2. #2
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    Guten Morgen Michael

    Ein sehr gutes Gedicht über diejenigen, die sich noch immer selbst etwas vormachen...
    Ich denke diese gibt es überall und wenn man genau schaut, so sieht man sie auch...
    nur gehen die meisten achtlos vorbei an solchen Menschen, drum fallen sie auch nicht
    so sehr auf.

    Eine Kleinigkeit habe ich zu urgieren, nämlich in der letzten Zeile das *für vergebens* ... wieso *für* ?
    Meinem Gefühl nach gehört es weg.

    lg... Shadow...
    neu: Düsteres Tal
    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt den Augen verborgen.
    ( Der kleine Prinz, Saint Exupéry )


  3. #3
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    hallo michael. dein gedicht gefällt mir. es regt zum nachdenken an. die wortwahl und die form passend zum thema.
    LG scherazade

  4. #4
    königindernacht Guest
    Hallo, Micha,

    natürlich ist es ein gutes Thema, das du aufgegriffen hast. Es berührt mich in seiner Umsetzung ganz unterschiedlich. Strophe Eins empfinde ich als richtig stark- ein gelungener Einstieg. Strophe Zwei ist gelungen und weckt Interesse auf Kommendes. Strophe drei ist am emotionalsten und sehr bildhaft.
    Strophe vier aber bricht mit diesem Aufbau, fällt durch die Wortwahl ins Profane und Klischeehafte. Besonders die letzten zwei Zeilen. Auf einmal wird es ein Allerweltsgedicht für mich, wie schade. Könntest du nicht noch ein wenig daran arbeiten? *hoffnungsvoll frag*

    Herzlichst, KÖ

  5. #5
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    lieben dank für die netten kritiken.

    liebe kö: da hast du recht. wie findest du die idee auf die letzte strophe ganz zu verzichten. habe ich gerade ausprobiert.
    geht meines erachtens.


    michael

  6. #6
    königindernacht Guest
    Genau das habe ich vorhin beim Lesen gedacht, aber die Idee verworfen, weil das Gedicht dann wie "halbfertig" in Bezug auf die inhaltliche Aussage erscheint.
    Hier liegt auch der Schlüssel: Was willst du mit dem Text aussagen?

    Ich bin gespannt, worauf du den Schwerpunkt legst und dann: Schaun wir mal,

    fröhlichst, KÖ

  7. #7
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    habe die letzte strophe
    zu einem resumee zusammengefasst.
    ich denke das ist jetzt stimmiger.


    michael

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