1. #1
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    Schwimm kleiner Fisch!

    Kleiner Fisch
    im kalten Meer
    die kleine Bucht
    macht nichts mehr her.

    An Korallen
    satt gesehn
    lass die Welt
    nicht vor dir stehn.

    Helle Strahlen
    buntes Licht
    verlockend nicht?
    versteck dich nicht!

    Klares Wasser
    weites Meer
    schwimm der Sonne
    hinterher.

    Schwimm hinaus
    ins weite Meer
    keine Angst
    es ist nicht schwer.

    Die Fische schwimmen
    um die Wette
    komm zu mir
    meine Nahrungskette.
    ^ © Jahn S. (nur mit besonderer Erlaubnis von mir zu verbreiten/veröffentlichen)

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  2. #2
    Plaristo ist offline Hier könnte Ihre Werbung stehen!
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    *blub* Nächtliche Grüße, redmoon! *bubbles*

    Ein interessantes Gedicht. Dem Fisch wird von außen zugesprochen, seinen gewohnten Lebensraum zu verlassen, um in den weiten Teich hinauszuschwimmen. Vielleicht um Neues zu entdecken?
    Dabei ist das nur ein Lockversuch, damit der Fisch von alleine dem "Zusprecher" entgegenschwimmt, damit dieser ihn verspeisen/nutzen kann. Der Zuredner macht sich seinen Einfluss zunutze, um sein Opfer zu sich zu holen. Evtl. möchte er sich nicht wegbequemen, oder weiß einfach, dass das der einfachste/schnellste Weg ist?
    Wer "spricht" denn zu dem Fisch, bzw. lockt in aus seinem Lebensraum? Wenn es einfach nur der Mensch ist, ist das ja nicht gerade tiefgründig, und nicht gerade plausibel.
    Ich nehme mir heraus, ein paar Kleinigkeiten zu bemängeln:
    Die Wiederholung des Wortes Meer stört ein wenig beim Lesen. Auch, wenn es vielleicht keine guten Alternativen gibt. Desweiteren wirkt die letzte Strophe sehr gezwungen und die Formulierung in den beiden letzten Versen ist äußerst dürftig. Die Aussage wird klar - aber vielleicht kann man das Ganze geschickter verpacken?

    mit den besten Grüßen,
    Plaristo
    Man muss noch Chaos in sich haben, um einen tanzenden Stern gebären zu können. (F. Nietzsche)

  3. #3
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    Hi Plaristo!

    Schön dss du dich mit dem Text befasst hast!
    Hab leider nicht allzuviel Zeit mich jetzt ausfühlich dazu zu äußern aber
    ich sehe hier 3 mögliche Ansätze zur Interpretation:
    1.Politisch
    2.Gesellschaftlich
    3.Wirtschaftlich
    Wobei ich sagen muss, dass der eigentliche Gedanke den ich beim Schreiben
    hatte sich vor allem auf dem 3. Weg bewegt...

    Will ja auch nix vorweg nehmen...
    Vll hilft es dir bei deinem Verständnis!

    lg red
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  4. #4
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    hallo redmoon
    im großen und ganzen gefällt mir dein gedicht.
    es erinnert mich irgendwie an den disney film "findet Nemo"
    aber ich wäre ja nicht ich, wenn ich nich auch ne menge zu meckern hätte
    also ich nehms mal auseinander, wenn du erlaubst:

    Zitat Zitat von redmoon
    Kleiner Fisch
    im kalten Meer
    die kleine Bucht
    macht nichts mehr her.
    die strophe ist schön. da muss ich nichts beanstanden

    An Korallen
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    nicht vor dir stehn.
    auch schön

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    hier stört mich die wiederholung. das ist schade um die strophe....vielleicht fält dir ja was besseres ein?

    Klares Wasser
    weites Meer
    schwimm der Sonne
    hinterher.
    sauber

    Schwimm hinaus
    ins weite Meer
    keine Angst
    es ist nicht schwer.


    Die Fische schwimmen
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    hier stimmt die metrik leider nicht mehr ganz. vielleicht findest du irgedneine alternative?

    also insgesamt gefällt mir dein gedicht sehr gut.
    es hat was kindliches naives, auch durch die einfach reime und die kurzen verse.
    kann natürlich auch daher kommen, dass ich "fimdet Nemo" früher total geliebt habe (..naj wenn ich ehrlich bin finde ich den film auch heute noch echt süß)

    gern gelesen

    liebe grüße
    röselein
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    frisch aus meiner Feder Seelenbrand im Stundenschlaf, Göttertanz, Seelenduett,
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben
    Hermann Hesse

    *schwarzeRose*

  5. #5
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    Hi Rose!

    Freut mich, dich zu lesen!
    Jaja der kleine Nemo der drängt sich einem da schon irgendwie auf...

    Die kindlich naive Stimmung ist schon bewusst so gewählt...
    der Mensch ist sein ganzes Leben lang naiv und gerade vom wirtschaftl./polit.
    Betrachtungspunkt aus auch immer recht unbeholfen.
    Man spricht ja oft davon wie der Arme Bürger von den vermeindlichen Großen ausgebeutet wird.

    Zu deinen Beanstandungen:

    1) Ob du es glaubst oder nicht:
    Die Wiederholung ist wirklich gut durchdacht!
    Denn mit diesem "Lockruf" wird in gewisser Weise die Änderung des subjektiven Betrachtungshorizonts unterstrichen.

    2) Die letzte Strophe fällt wie sooft bei mir bewusst aus dem Rahmen
    Hier muss man stocken, denn der Blickwinkel verändert sich grundlegend
    denn hier sieht man den Sachverhalt aus den Augen des "Bösen"

    Hierbei handelt es sich wie du sicher gemerkt hast um ein Gedicht dass aus
    einem Gedanken entstanden ist und somit ist es ein sehr durchdaches Gebilde.
    Diese unterscheiden sich bei mir immer sehr stark von meinen Emotionalen Texten, allein schon was die Grundaussage angeht...(gute Beispiele hierfür wären von mir z.B. Bonsai oder Roter Regen,das jedoch dem Zensurstift zum Opfer gefallen ist und deshalb etwas an Aussage eingebüßt hat)
    Ausserdem sind sie auch vielmehr bewusst gebaut UM eine Aussage zu transportieren!

    Bis bald!

    lg red
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