Schizophren

Meine Haltung ist euch eine Kampfansage.
Kalt und rebellierend trifft mein Blick die Menschen.
Fürchte weder Schmerzen, noch Gesetzesstrafe.
Seid nicht mächtig meine Ziele zu begrenzen.


Die schwachen Glieder sehnen sich nach Zärtlichkeit.
Verstummt und matt so liegt die Kampfesmaske dar.
Ich durste nach Momenten ganz allein und rar.
So spür’ ich wie die Lust durchbebt mein’ ganzen Leib.


Jede Emotion zeigt meine schwachen Stellen.
Will’ sie hinter kühlen Stein des Walles bannen,
der so lange schützte vor den Angriffswellen.
Spür’ wie meine Racheengelschwingen spannen.


Ein Schlachtschiff hat kein Platz in meinem Seelenmeer.
Gezeiten des Vertrauens spülen es an Land.
Ich kehre in mich selbst, denn bei euch werd’ ich krank.
So macht doch erst die Liebe Leben lebenswert.


Gibt es wohl für mich ein Außen und ein Innen?
Bin ich die Summe dieser einzeln’ Stimmen?
Haben beide meiner Teile selbst Autonomie?
Verende ich im Dialog Schizophrenie?