Thema: hass...

  1. #1
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    Ich sehe Kälte in deinen Augen,
    wenn du mich ansiehst.
    Ich fühle Hass,
    Den du für mich empfindest.
    Ich höre Zorn in deiner Stimme,
    wenn du mit mir sprichst.
    Ich spüre das du abweisend bist,
    wenn ich dich berühre.
    Ich bemerke Verzweiflung,
    an deinem Verhalten.
    Ich verstehe,
    was du mir gegenüber fühlst...
    ...und ich hasse mich,
    weil ich dir weh getan habe..

  2. #2
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    hallo illsoul

    nun, da ich nicht nur meckern will,
    daß alles mal wieder (für meinen geschmack)
    viel zu gerade heraus ist, mach ich flugs
    mal einen remix, wenns recht ist?

    mit bitte um erlaubnis

    und mfg

    l.s.m.

  3. #3
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    hi lassiefaire

    na sicher kannst du einen remix daraus machen

    war das nun kritik?

    greez illsoul

  4. #4
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    Hier Antwort auf Deine Anfrage bei "remixed".

    Es gibt wohl kaum ein Regelwerk, um zu klären: "Was ist ein gutes Gedicht?" Wenn´s das doch gibt, bin ich der letzte, der davon weiß - und wäre, täte ich es doch, der erste, der davon nichts wissen WILL.

    Also alles subjektiv und bla und blub?

    Dürrenmatt says: "Alle Kunst ist konstruktiv."

    Auf Deinen Text bezogen: Es ist eben ein TEXT, eine genaue, recht nüchterne Beschreibung, wobei, finde ich, der kühle Ton das eigentlich reizvolle ist: Aber es ist kein Gedicht, ist keine "KUNST" im genannten Sinn.

    Ist es nun albern, überhaupt auf so einem konstruierten Kunstbegriff zu bestehen?

    Tata: Nicht unbedingt.

    Ernst Jandl says (über das Abschied nehmen): "Die Trennung benötigt eine Peinigung - oder eine Befreiung. Sonst es nicht Trennung war, sondern nur Auseinander ohne Ineinander."

    Für ein "gutes Gedicht" ist das für mich (fast) gleich: Es thematisiert möglicherweise, zum Beispiel, eine Peinigung: Aber es selbst ist - für Autor wie Leser - die Befreiung.

    Heißt das, alle guten Gedichte müssen gut ausgehen oder was!!!

    No! Eichendorff writes:

    In einem kühlen Grunde,
    Da geht ein Mühlenrad.
    Mein Liebste ist verschwunden,
    Die dort gewohnet hat.

    (3 Strophen ausgelassen)

    Hör ich das Mühlrad gehen,
    Ich weiß nicht, was ich will,
    Ich möcht am liebsten sterben,
    Da wär´s auf einmal still.

    ...

    Nicht die Tatsache, daß Eichendorff diese Zeilen noch einige Jahre überlebt hat, macht diese Zeilen über das sterben Wollen unsterblich (und konstruktiv und zur Kunst und so weiter): Sie sind wie Jandls Abschied ein Abschied nehmen von einer vielleicht unmenschlichen Last, indem er ihr zutiefst menschlichen Ausdruck verleiht, sie sprachlich bewältigt.

    Die naturgemäße Brutalität, die ein "pures Gefühl" potentiell besitzt, wird aushaltbar, auskostbar, er- und überlebbar durch das zur Sprache bringen.
    Nicht durch die Erzählung, durch den Bericht über diese Bewältigung allerdings; sondern durch die Ver-Dichtung, das Zusammenführen von Bildung und Auflösung, Entstehung und Explosion eines Zustandes.

    Nun kann man sagen, daß (gerade zeitgenössische) Gedichte noch ganz andere Aufgaben und Themen übernehmen können: Deshalb schnell noch mal Jandl.

    "Es gibt Dichter, die unendlich vieles sagen
    Und auf immer die gleiche Weise.
    Daran habe ihm nie gelegen:
    Zu sagen gebe es schließlich nur Eines.
    Aber auf immer verschiedene Weise."

    Natürlich muß man weder diese Ansicht teilen, noch dem Gedicht an sich so einen existentiellen Stellenwert beimessen. Eine Art von Menschen hat aber glaube ich gar keine Wahl, es anders zu empfinden: Das sind die, für die Lebenswut und -mut zusammenfallen.

    Natürlich habe ich für das Ganze wieder mal keine echten Beweise als die zitierten; bitte also, keine grandiosen Eigenheime der Meinungsbeheimatung darauf bauen zu wollen...

    Also dann:

    All write und schöne Grüße

    M.

    [Geändert durch M. Prust am 06-06-2001 um 20:36]

  5. #5
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    die worte dieses ernst jandl gefallen mir sehr gut...

    gleich mal nachgucken geh

  6. #6
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    ja illsoul,

    so leid es mir tut, es war
    kritik. ich finds wie bereits gesagt
    zu grade heraus.
    seis drum,
    so kann mans wenigstens anständig
    remixen oder wie herr prust es
    aus drückt reworden.

    kopf hoch

    mfg

    l.s.m.

  7. #7
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    Hi

    Naja, Kritik muss jeder ertragen können.
    Es kann einem dabei helfen sich zu verbessern.
    Danke für eure Meinungen.

    greez illsoul

  8. #8
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    bitte gern,

    und wie gefallen dir
    die remixe?

    mfg

    l.s.m.

  9. #9
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    also,
    Sie gefallen mir schon sehr gut, aber um sie
    zu verstehen, muss ich sie öfter lesen.
    Ich bin noch nicht sehr gut darin Gedichte zu
    verstehen, aber ich hoffe das kommt noch.

    greez illsoul

  10. #10
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    das illsoul

    ist das schöne,
    an gedichten, gibt es immer
    viel mehr zu verstehen als man
    denkt, wenn man sie schreibt.
    jeder der es ließt, deutet
    selbst. und das ist es was
    ich an ihnen schätze.
    sie regen zum denken an.
    und genau deshalb, fand ich
    die art und weise, wie du es
    geschrieben hast, zu grade, zu
    wenig dichtung, viel mehr beschreibung.
    aber egal, mach so wie du denkst
    und versuche gedichte so zu verstehen
    wie es für dich richtig erscheint.
    und falls fragen aufkommen: nur zu,
    ich denke ein jeder hier wird gern
    darauf antworten.

    mfg

    l.s.m

  11. #11
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    Danke,

    werd mich sicher an euch wenden
    wenn ich fragen habe.
    Und vielleicht bringe ich auch mal
    ein Gedicht zu stande was auch euch gefällt.

    greez illsoul

  12. #12
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    Hallo,

    ich bin grade neu und finde die Idee mit dem Remix oder Rewording
    witzig und so weit ich es bis hierher beurteilen kann, wichtig.

    Mal sehn, vielleicht schreibe ich auch noch eins zu diesem Inhalt.

    Tschüß

    qit pro quo

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