Denkt mal nicht, ich bin verstummt! Einmal hier, werdet ihr mich nicht so schnell los.

Es gibt unglaubliche Geschichten.
Die eine muss ich euch berichten!
Da schlend’re ich so durch die Stadt
und bin vom Laufen schon ganz matt,
wünsch eine Bank mir, um zu ruh’n.
Die Füße schmerzen in den Schuh’n
und in den Knien zwickt die Gicht.
Da ist ein Supermarkt in Sicht.

Na der kommt recht, um zu verschnaufen:
Da kann ich was zu Mittag kaufen,
vielleicht auch was zum Abendbrot,
denn Schnitzel war’n im Angebot.

Mit einem Kaffee in der Hand
erhol’ ich mich am Bäckerstand
und plane dabei den Verlauf
von meinem Wochenendeinkauf.
Auch denk ich weiterhin ans Essen.
Die Schnitzel sind noch nicht vergessen!

Also trab’ ich in der Halle
durch die Reihen der Regale.
Suche Angebote, Schnäppchen,
koste hier und da ein Häppchen
von Speisen, wo ich weiß, dass man
sich die sonst gar nicht leisten kann.

Weiter geh ich durch die Gänge,
schiebe mich durch das Gedränge,
immer noch vom Wunsch besessen,
wieder Schnitzel mal zu essen
und schwelge weiter im Genuss.
Jedoch der Hammer kommt zum Schluss.

Am Frischfleischtresen steht ein Mann,
der bietet Wurst zum Kosten an.
Der Fakt ist allerdings ein Hohn,
denn diese Wurst erkennt man schon
an der Verpackung und der Färbung,
und aus der Funk- und Fernsehwerbung.

Doch was man dort von ihr verspricht,
das hält sie nicht.
Ja sie ist weiter nichts als nur
der Untergang der Esskultur.

Und wie ein Faustschlag, die Reklame,
prangt da ein wohlbekannter Name.
Als ob der Bratwurstproduzent
das Wort „Zurückhaltung“ nicht kennt,
kommt seine Werbung da des Wegs,
die sagt:
Jetzt gibt’s auch Bruzzlersteaks!