1. #1
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    Schiacksalsfäden


    Schicksalsfäden,
    gesponnen aus Zufall und Fügung,
    mit glühenden Nadeln und flinken Fingern gestrickt,
    reißen gelegentlich ab,
    baumeln von meinen Fingerspitzen,
    über einem Abgrund von Vergeblichkeit,
    als stummer Vorwurf an die eigene Verderbheit.
    An anderer Stelle wieder zusammen geknüpft,
    gespannt in einer Art schicksalshafter,
    unausweichlicher Unendlichkeit ...
    um meine entkräfteten Hände gebunden,
    so gefesselt an eigene Maßstäbe und Inkonsequenz,

    Keinen Sinnen erkennend.

    Starke Schicksalsfäden schlingen sich um
    meinen müden Geist
    Unausweichlich,
    gebunden
    an die tiefere
    Bedeutung der Bedeutungslosigkeit...

    Schicksal
    Geändert von LiebHabEngel (15.11.2006 um 18:34 Uhr)
    (c) by Chris

  2. #2
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    Hallo, liebhabengel,
    irre ich mich oder ist das Prosa unter Weglassen verschiedener Wörter. Dadurch wird es aber noch kein Gedicht. Es könnte auch heißen: "Aus Zufall und Fügung sind Schicksalsfäden auf glühenden Nadeln gesponnen/gestrickt - hier müsstest Du Dich für eine Handarbeit entscheiden. Sie reißen manchmal ab und baumeln von meinen Fingespitzen über einen Abgrund von ..."
    Ich will nicht fortfahren, sondern Dir nur zeigen, wie es bei mir ankommt.
    Gruß,
    heinzi
    Geändert von Festival (13.11.2006 um 23:16 Uhr)

  3. #3
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    Fäden werden zunächst gesponnen ...hier das Material Zufall und Fügung
    den so gewonnenen Faden kann man verarbeiten ..glühende Nadel und flinke Finger die stricken ..usw...

    ich würde es eher ein modernes Gedicht nennen das sich rhetorischer Mittel und Methapern bedient , bei einer nicht alltäglichen Nutzung der Wörter
    um bildhafte Fantasien zu vermitteln, wobei bewußt auf Reime und strenge Formen verzichtet wird.

    LG Chris
    Geändert von LiebHabEngel (15.11.2006 um 18:24 Uhr)
    (c) by Chris

  4. #4
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    rhetorisch...
    neu: Düsteres Tal
    Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche bleibt den Augen verborgen.
    ( Der kleine Prinz, Saint Exupéry )


  5. #5
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    was heinzi mit seinem kommentar glaub ich meint, ist das du einfach einen prosatext geschrieben hast und dann ein par worte weggelassen hast, damit es als gedicht durchgeht. aber das so geht das nicht. ein gedicht hat ein verdichteten inhalt.

    was andres hat er (noch) gar nicht bemängelt.

    lg tender
    "Wie kurz ist die Liebe und wie lang das Vergessen..." Pablo Neruda

  6. #6
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    Hallo, Liebhabengel,
    musst nicht gleich Revolution machen. Wenn Du nach Schicksalsfäden ein Komma gemacht hättest und nach Fügung noch eins, dann wäre vielleicht Sinn in die sache gekommen:
    Schicksalsfäden,/ gesponnen aus Zufall und Fügung,/mit glühenden Nadeln und flinken Fingern gestrickt,/ reißen gelegentlich ab.
    Neben Deinem modernen Gedicht hast Du dann noch einen modernen Satz geschrieben, ich zitiere: "ich würde es eher ein modernes Gedicht nennen das sich rehtorischer Mittel und Metaphern bedient, bei einer nicht alltäglichen Nutzung, um bildhafte Fanatsien zu vermitteln, Wobei bewußt auf Reime und strenge Formen verzichtet wird." Ja, ja, so is dat mit die strengen Formen.
    heinzi

  7. #7
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    Entschuldigt die Flüchtigkeits-Tippfehler !
    @ kulturheinzi ..ich sehe keine Revolution darin das ich versuche meinen Standpunkt zu verdeutlichen . Ich schreibe rein hobbymäßig und bin für Anregungen und Verbesserungsvorschläge dankbar.

    Lg Chris
    (c) by Chris

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