1. #1
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    Zwischen den Zeilen

    Zwischen den Zeilen

    Ich habe gelernt,
    deine Werke zwischen den Zeilen
    zu lesen und meine Leidenschaft
    für Träumerein entdeckt:

    Deine Visionen,
    mal eckig, mal rund,
    habe ich zu einer Perlenkette gefädelt,
    die ich mir um die Seele hängte,
    als wäre sie ein Schutzschild meines Inneren.

    Deine Bilder,
    ich malte sie zu Ende,
    mischte Farben wild und ließ
    sogar ein Gold entstehen,
    das dem höchsten Prunk der Götter
    in nichts nachstand.

    Ich habe gelernt,
    dich zwischen den Zeilen
    zu lieben und irgendwo dort
    mein Herz verloren,
    nur bei der Suche kann mir keiner helfen,
    denn:

    Zwischen den Zeilen liest jeder anders!
    Geändert von deathly_pale (14.11.2006 um 14:23 Uhr)
    "Denn ich bin ein Mensch gewesen, und das heißt: ein Kämpfer sein."
    -Johann Wolfgang von Goethe-


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  2. #2
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    hey meine gute, ich bin auch mal wieder auf der page. und was les ich da ??
    niemand hat auf dieses gedicht geantwortet ...
    nun jetzt tu ich es, der retter in der not... *g*
    pass auf: es reißt mich jetzt nicht vom hocker, du hast schon viel bessere geschrieben, aber ich mag es trotzdem irgendwie. der inhalt ist ziemlich gut, und es lohnt sich wirklich tiefgründig darüber nachzudenken !
    kann es sein, dass du es für eine bestimmte person geschrieben hast ? und ich weiß sogar für wen? nur falls ich irre : tut mir leid !! ich interpretiere vielleicht zu viel rein... also liebe grüße und bis gleich, freu mich aufs axl makana konzi....
    (doch sagen muß ich, daß ich mit dir gern am Strand gelegen hätte und dir leise die Korrekturen zärtlich in dein Ohr gehaucht hätte und der Wind hätte sie mit übers Meer getragen und in aller Welt verstreut, die dann sagt... Alter unromantischer Meckersack...halt die Klappe und lass sie schreiben. Und die ganze Welt und auch ich warten auf dein nächstes Werk um zu sagen.... weiter ...weiter....weiter) Strassenreimer über mein "sehnsucht"

  3. #3
    yaira Guest
    Hallo deathly_pale,

    ich bin meiner Vorschreiberin wirklich dankbar, dass sie deinen Text aus der Versenkung errettet hat, denn ich finde in ihm wunderschöne Bilder. Trotzdem, will ich ein paar Kleinigkeiten bekritteln, die mich ein bisschen stören:

    Ich habe gelernt,
    deine Werke zwischen den Zeilen
    zu lesen und meine Leidenschaft
    für Träumerein entdeckt:
    Du steigst mit einem Kompliment ein, dass jeden Schreiberling vor Verzückung wahrscheinlich rot werden ließe. In einfachen Worten gehalten, aber sehr schön.

    Deine Visionen,
    mal eckig, mal rund,
    habe ich zu einer Perlenkette gefädelt,
    die ich mir um die Seele hängte,
    als wäre sie ein Schutzschild meines Inneren.
    Wundervolles Bild in den ersten vier Versen. Vers 5 fällt ein bisschen heraus. Mir ist der Sprung von der Perlenkette zum Schutzschild zu groß, das ist nicht ganz stimmig. Da ich ein Freund der Reduktion bin, würde ich ihn einfach weglassen. Das Bild hallt ohne ihn mindestens genauso nach und ist in sich stimmiger.

    Deine Bilder,
    ich malte sie zu Ende,
    mischte Farben wild und ließ
    sogar ein Gold entstehen,
    das dem höchsten Prunk der Götter
    in nichts nachstand.
    Das LI ist von den zeilen so mitgerissen, dass es sie in den eigenen Gedanken weiterführt und bis zum Höchsten weiterspinnt. Gelungenes Bild.

    Ich habe gelernt,
    dich zwischen den Zeilen
    zu lieben und irgendwo dort
    mein Herz verloren,
    nur bei der Suche kann mir keiner helfen,
    denn:

    Zwischen den Zeilen liest jeder anders!
    Hier wird schön der Gedanke der ersten Strophe aufgegriffen und verstärkt. Gefällt mir sehr. Das verlorene Herz ist zwar ein kleines bisschen kitschig, aber passt.
    Ein Problem habe ich mit dem Ende. Dieses belehrende "denn" stört mich. Reißt einen aus deinen schönen Bildern. Auch hier würde ich radikal kürzen: Und zwar alles nach "verloren". Weißt du warum? Weil du dann deinem Leser genau das ermöglichst, was du in S3 beschrieben hast. Du lässt ihm die Freiheit, selbst "weiterzumalen".

    Gern gelesen.
    Viele Grüße
    yaira

  4. #4
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    Hallo deathly_pale,

    mir gefällt dein Gedicht sehr. Es hinterlässt den Leser nachdenklich. Außerdem hast du ein noch nicht so oft bedichtetes Thema gewählt und dieses durch deine Wortwahl und die beim Leser entstehenden Bilder gut umgesetzt.
    Muss es in S1 V4 nicht eher Träumereien heißen? Bin mir nicht sicher, aber ich finde das würde den Lesefluss nicht sonderlich stören.
    Ansonsten muss ich yaira Recht geben, das Ende fiel mir schon beim ersten Lesen auf, ich finde es passt nicht zum Rest des Gedichts. Du bringst plötzlich einen ganz neuen Gedanken ins Spiel und wirfst dem Leser dann die Antwort entgegen. Also ich würde entweder auch nach "verloren" aufhören oder die letzten drei Zeilen inhaltlich und sprachlich nicht so offensichtlich und direkt ausdrücken.

    Aber insgesamt sehr gern gelesen und nachgedacht,
    lg Suyari

    This is the day the Lord has made; let us rejoice and be glad in it.
    ~ Psalm 118:24


  5. #5
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    oh hallöchen zusammen,
    ich war eine solche ewigkeit nicht mehr hier und jetz wurde mein letztes verbrechen doch noch kommentiert. Das es weitaus nicht das beste ist, weiß ich selbst, ich habe einfach keine wirkliche zeit mehr zum schreiben, deshlab hab ich es erstmal aufs eis gelegt(vllt bringt mich die weihnachtszeit ja bald zurück in eure mitte), dies das letzte werk zwischen tür und angel.

    @mansonsdaughterlein,
    vielen dank fürs "rauskramen". Ja, es könnte schon auf eine person passen, da hast du recht. Es ist nicht direkt auf diese geschrieben, doch steckte vllt. irgendwo was im hinterkopf, was unbewusst mit einfloss. Ja, eigentlich ist diesr gedanke von dir wirklich schön, irgendwie
    ich danke dir und werd mal schauen, was du so verzapft hast.
    p.s.: ich hab dir ein extra Julia- plätzchen gebacken, hoffe du kommst es heute noch abholen^^

    @yaira,
    ich konnte mit deiner kritik eine menge anfangen und ich sehe sie als durchaus berechtigt. Nur würde ich die radikalen Kürzungen nicht unbedingt bevorzugen Eher vllt. nach anderen formulierungen suchen, weil, ich finde es, wenn ich es deinen vorschlägen nach, ohne den schluss und die letzte zeile in strophe 2 lese, so, wie soll ich sagen, unausgereift.Das "denn" empfand ich von anfang an als einen kleinen knackpunkt. Das rausreißen aus den bildern durch "zwischen den zeilen liest jeder anders" mag ich jedoch, es ist beabsichtigt, ich wollte nicht das perfekte liebesgedicht hinzaubern, weil es nicht seinem sinn entsprochen hätte. Du hast recht, man sollte dem leser die freiheit lassen "weiterzumalen", ich werde mich in anderne werken daran versuchen, oder habe es vllt. auch schon geschafft, nur hier lag meine intension gerade im schluss.
    Vielen dank für den lieben kommentar, werde es in erinnerung behalten

    @Suyari,
    ich glaube ich habe deinen namen noch nie gelesen, fast hätte ich gesagt, lauter neue gesichter, seit dem ich mich von hier etwas zurückgezogen habe, aber nein, dich gibts ja schon seit Juli
    Deiner kritik wegen, würde ich auf das verweisen, was ich yaira geschrieben hab. Ein bisschen dickköpfig zwar, aber trotzdem dankend und ideen dann im nächsten werk irgendwann verwirklichend, wünsch ich dir noch einen schönen abend. (was für ein satz)

    adios
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  6. #6
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    ein "julia-plätzchen" hmmmmmmmmmmmmmmmm, ich freu mich !!!! dankeschön
    (doch sagen muß ich, daß ich mit dir gern am Strand gelegen hätte und dir leise die Korrekturen zärtlich in dein Ohr gehaucht hätte und der Wind hätte sie mit übers Meer getragen und in aller Welt verstreut, die dann sagt... Alter unromantischer Meckersack...halt die Klappe und lass sie schreiben. Und die ganze Welt und auch ich warten auf dein nächstes Werk um zu sagen.... weiter ...weiter....weiter) Strassenreimer über mein "sehnsucht"

  7. #7
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    hey ich bin ma wieder hier und hab dein gedicht nocheinmal gelsen. es ist wunderschön...sehr tiefgründig und toll umgesetzt...trauriger inhalt...
    (doch sagen muß ich, daß ich mit dir gern am Strand gelegen hätte und dir leise die Korrekturen zärtlich in dein Ohr gehaucht hätte und der Wind hätte sie mit übers Meer getragen und in aller Welt verstreut, die dann sagt... Alter unromantischer Meckersack...halt die Klappe und lass sie schreiben. Und die ganze Welt und auch ich warten auf dein nächstes Werk um zu sagen.... weiter ...weiter....weiter) Strassenreimer über mein "sehnsucht"

  8. #8
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    na hier war ich ja ewigkeiten nicht mehr..... vielen dank, vlt. steig ich durch dein zurückkehren ja auch wieder ein.
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