1. #1
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    Post Erwache aus dem Traum der Liebe

    Erwache aus dem Traum der Liebe

    Aus Moosen weiches Daunenbett
    Im Walde nahe klarem Bach,
    Mir zwitschern Vögel ein Sonett,
    Verspielt rauscht Wind im Blätterdach.

    Tagpfauenauge weht herbei
    Und kitzelt neckisch meinen Bauch,
    Gefühlvoll säuselt nebenbei
    Der heißgeliebte Sommerhauch.

    Durch Leidenschaft im Tannicht tränkt
    Ein lindes Tropfen diesen Platz,
    Bis Waldesduft mir Grübchen schenkt,
    Ich spüre träumend meinen Spatz.

    Unzählig bricht sich Sonnenschein,
    Behutsam wärmt er meine Brust,
    Erregt den Drang bewusst zu sein,
    Erwache aus dem Traum der Liebe.
    Geändert von dajaga (16.02.2007 um 15:36 Uhr)

  2. #2
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    Hallo dajaga!
    Ich freue mich ja immer, wenn ich ein Gedicht finde, das sich reimt und ein Metrum hat. Leider stören mich aber auch ein paar Dinge bei dem Versuch, mich in diese wunderschöne, wenn auch nicht allzu originelle Szene hineinzuversetzen. Schaun mer mal:

    Aus Moosen weiches Daunenbett (Klingt gleich nach Träumen. Sehr einladend.)
    Im Walde nahe purem Bach, (Ein Daunenbett im puren Bach? Welch kühle Dusche, jähes Ende warmer Gefühle. Außerdem ein seltsamer Satzbau.)
    Mir zwitschern Vögel ein Sonett, (Wirklich nett. gefällt mir dein Sonett.)
    Verspielt rauscht Wind im Blätterdach. (Ja, das unterstreicht das malerische Idyll sehr schön.)

    Tagpfauenauge weht herbei (Nettes Detail, das gut ins Metrum paß. Warum auch nicht?)
    Und kitzelt zierlich meinen Bauch, (Zierliches Kitzeln? Wie wärs mit neckischem Kitzeln?)
    Gefühlvoll säuselt nebenbei (Diese Zeile nehme ich auch nur nebenbei zur Kenntnis. Ich denke das ist alles in Ordnung so.)
    Der heißgeliebte Sommerhauch. (Statt "heißgeliebt" wünsche ich mir eine starke Metapher, gesetzt den Fall, ich darf mir etwas wünschen.)

    Dank schützend dichtem Blattwerk tränkt (Ja, die herrliche Idylle.)
    Ein linder Regen diesen Platz, (Ih, Regen. Schon wieder naßkalt hochgeschreckt.)
    Als Waldesduft sein Lächeln schenkt, (Ich versuche zu rekapitulieren: Als der Duft des Waldes anfängt zu lächeln, fällt gleichzeitig leichter Sprühregen aus dem Blätterdach?)
    Ich spüre träumend meinen Spatz. (Hier findest du zurück in deine idyllische Bildersprache. "Schatz" statt "Spatz" wäre auch zu platt gewesen.)

    Unzählig bricht sich Sonnenschein (Eigentliche brechen sich die Strahlen des Sonnenscheins, aber ich will mal nicht so sein. Zu schön ist die Idylle.)
    Und wärmt behutsam meine Brust, (Behaglicher Genuß bis kurz vors Ende. Sehr schön. Das mag ich.)
    Verstrahlt den Drang bewusst zu sein, (Unter "Verstrahlt" stelle ich mir eigentlich immer radioaktiv verseuchtes Ödland vor.)
    Erwache aus dem Traum der Liebe. (Jähes Erwachen wie im Titel verheißen. Leider bin ich schon eine Zeile zu früh hochgeschreckt im Geiste einen Atompilz erblickend.)


    Das meiste hat mir ganz gut gefallen und am Metrum habe ich überhaupt gar nichts zu meckern. So muß das sein. Hoffentlich liest man noch mehr von dir (und ohne all diese kleinen Überraschungen zwischendurch )

    Grüße vom Y~shark
    Ich versuche auch nur, zu sagen, wovon ich glaube, es seien meine Gedanken, in der Hoffnung, meine Meinung beruhe nicht einfach nur auf Irrtümern.
    Liebe macht blind - nicht blöd!

  3. #3
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    Hallo Y~shark,

    Vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ich werd mal gleich was dazu sagen.

    Im Walde nahe purem Bach, (Ein Daunenbett im puren Bach? Welch kühle Dusche, jähes Ende warmer Gefühle. Außerdem ein seltsamer Satzbau.)
    Nicht im Bach, in der Nähe des Bachs

    Und kitzelt zierlich meinen Bauch, (Zierliches Kitzeln? Wie wärs mit neckischem Kitzeln?)
    Naja, das versinnbildlicht ja das "Schmetterlinge im Bauch haben und ich weiß nicht ob da neckisch passt. Das ist doch eigentlich eher ein ruhiges Gefühl.
    Gefühlvoll säuselt nebenbei (Diese Zeile nehme ich auch nur nebenbei zur Kenntnis. Ich denke das ist alles in Ordnung so.)
    Solang es in Ordnung ist, ist alles in Ordnung.
    Der heißgeliebte Sommerhauch. (Statt "heißgeliebt" wünsche ich mir eine starke Metapher, gesetzt den Fall, ich darf mir etwas wünschen.)
    Also, das sollte eigentlich nach einer kühlen Brise, bei hohen Temperaturen klingen und da fand ich heißgeliebt, irgendwie passend. Ist das wort wirklich so störend?
    Ein linder Regen diesen Platz, (Ih, Regen. Schon wieder naßkalt hochgeschreckt.)
    Nochmal ein Bild: Aufgrund der durch das schützende Blätterdach geschaffenen geborgenen Atmosphäre, sollte das nach einem glücklichen Weinen klingen.

    Als Waldesduft sein Lächeln schenkt, (Ich versuche zu rekapitulieren: Als der Duft des Waldes anfängt zu lächeln, fällt gleichzeitig leichter Sprühregen aus dem Blätterdach?)
    Ein weiterer Versuch zu verdeutlichen, dass dieser "Regen" etwas positives ist (durch das Lächeln).

    Unzählig bricht sich Sonnenschein (Eigentliche brechen sich die Strahlen des Sonnenscheins, aber ich will mal nicht so sein. Zu schön ist die Idylle.)
    Ja genau das sollte gezeigt werden, die Sonnenstrahlen im Wald. Da gibt es viele tolle Fotos auf denen man das wunderschön sehen kann.
    Verstrahlt den Drang bewusst zu sein, (Unter "Verstrahlt" stelle ich mir eigentlich immer radioaktiv verseuchtes Ödland vor.)
    Ich glaub da muss ich nochmal etwas ändern, das klingt wirklich so.

    Ich hoffe das erklärt ein wenig.
    Nochmal vielen Dank,

    Liebe Grüße,
    dajaga

  4. #4
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    Hallo dajaga!
    Gern habe ich jenen Kommentar geschriebne.
    Ich sehe ein, daß ich in der zweiten Zeile unachtsam gewesen bin. Der in der Nähe fließende Bach untermalt natürlich die Idylle.
    Daß der linde Regen Glückstränen symbolisieren soll, halte ich aber für den nicht explizit darauf hingewiesenen Leser schwer nachzuvollziehen. Vielleicht überdenkst du doch noch einmal die zweite und dritte Zeile von Strophe 3.
    Insgesamt aber wie gesagt gern kommentiert.
    Grüße vom Y~shark
    Ich versuche auch nur, zu sagen, wovon ich glaube, es seien meine Gedanken, in der Hoffnung, meine Meinung beruhe nicht einfach nur auf Irrtümern.
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  5. #5
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    Hi, dajaga
    da hast Du mal einen poetischen Text zu schreiben versucht, und dieser Y- (ich weiß nicht, wie er die Welle hinkriegt)shark zerlegt Dir Dein Werk. Das ist ein Ding! Du kannst Dir kaum vorstellen, was passiert wäre, hätte ich Dein Werk eher entdeckt. Weißt Du, was mir den ganzen Genuss verdorben hat?
    "Mir zwitschern Vögel ein Sonett". Das Verb "zwitschern" auch nur in der Nähe eines Sonetts zu gebrauchen, das kann mir gar nicht gefallen. Zwitschern ist doch schön, Vögel sind was Schönes, Sonett ist selbstverständlich auch schön. Aber drei schöne Dinge zusammenrühren bedeutet nicht, eine schmackhafte Mahlzeit zu produzieren. Was ist ein "purer" Bach? Dass sich das Tagpfauenauge (hat die Wahl gerade dieses Schmetterlings eine sich mir nicht zu erschließende Bedeutung?) auf Deinen Bauch niedergelassen hat, um Dich "zierlich" -nee, das passt da nicht!- zu kitzeln, gut, ich glaube es Dir, aber es klingt unglaubhaft. "Dank schützend ... tränkt/ein linder Regen ...", na, was denn nun? Da ist ein dichtes, schützendes Blätterdach, das hätte ein "trotz schützend ..." erfordert. Aber, Gott sei Dank! Wetterumschwung: Die Sonne scheint. Sie "verstrahlt den Drang ...", o Mann oder Frau! Verstrahlt wird man durch radioaktive Strahlung. "Bestrahlt" aber was? Den Drang! (Ach, du lieber mein Vater, das hat ja der Haifisch schon bemerkt). Also, mein Urteil: Bei allem Wollen ist es erst einmal beim Wollen geblieben.
    heinzi

  6. #6
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    Lieber Kulturheinzi!
    Es tut mir aufrichtig leid, wenn ich da dem lyrischen Nemesis in den ausgereckten Schwertarm gefallen bin (heuchel, heuchel), aber so schlimm finde ich "Erwache aus dem Traum der Liebe" wirklich nicht (macht vielleicht auch der Bonus, daß es nicht im berüchtigten Freivers geschrieben ist.) Ich verstehe auch nicht, was du gegen ein Sonett zwitschernde Vögel hast. Ab S2Z2 kann man es dann wohl durchaus zerlegen. Ich habe ja auch gekrittelt (wenn auch für deinen Geschmack bestimmt viel zu zartfühlig )
    Und die Welle macht man mit Alt Gr und der Taste, wo die drei Zeichen +, * und ~ drauf abgebildet sind (jedenfalls, wenn man einen Windows-Rechner mit handelsüblicher Tastatur vor sich hat.)

    Ich wünsch 'nen schönen Abend. Du wirst noch genug zum Zerfetzen finden.
    Grüße vom Y~shark
    Ich versuche auch nur, zu sagen, wovon ich glaube, es seien meine Gedanken, in der Hoffnung, meine Meinung beruhe nicht einfach nur auf Irrtümern.
    Liebe macht blind - nicht blöd!

  7. #7
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    Hallo ihr beiden,

    es freut mich, dass ich gleich zwei absolut verschiedene Meinungen höre.
    Ich habe 2 kleine Veränderungen vorgenommen:
    Statt zierlich nun lieblich. Klingt das besser oder genau so?
    Der vorletzte Vers sieht jetzt so aus: Bestrahlt im Drang bewusst zu sein

    An Y~Shark:
    Nochmal vielen Dank für deine Tipps und Anregungen.
    Daß der linde Regen Glückstränen symbolisieren soll, halte ich aber für den nicht explizit darauf hingewiesenen Leser schwer nachzuvollziehen. Vielleicht überdenkst du doch noch einmal die zweite und dritte Zeile von Strophe 3.
    Dass es hier zu Schwierigkeiten kommt, kann ich natürlich verstehen. Da habe ich mich schlecht ausgedrückt, aber dennoch möchte ich persönlich das irgendwie beibehalten. Vielleicht finden wir einen kKompromiss?! Wie wäre es denn mir einem Tropfen, statt einem Regen. Ich denke, das zerstört die Stimmung nicht so, aber man könnte trotzdem noch erkennen, was gemeint ist.

    An Kulturheinzi:
    Ich finde es zwar schade, dass du mit diesem Gedicht nicht viel anfangen kannst, aber freue mich dennoch über deine Kritik.

    Das Verb "zwitschern" auch nur in der Nähe eines Sonetts zu gebrauchen, das kann mir gar nicht gefallen.
    Ein Sonett zu zwitschern klingt wirklich sehr merkwürdig, aber mir will im Moment nichts besseres einfallen.
    Was ist ein "purer" Bach?
    Laut Wörterbuch ist pur ein Synonym von naturrein, rein, unvermischt und unversetzt. Natürlich würden diese Wörter vielleicht besser passen, da purer Bach seltsam klingt. Trotzdem habe ich mich entschieden auch das so zu lassen.
    Dass sich das Tagpfauenauge (hat die Wahl gerade dieses Schmetterlings eine sich mir nicht zu erschließende Bedeutung?) auf Deinen Bauch niedergelassen hat, um Dich "zierlich" -nee, das passt da nicht!- zu kitzeln, gut, ich glaube es Dir, aber es klingt unglaubhaft. "Dank schützend ... tränkt/ein linder Regen ...", na, was denn nun? Da ist ein dichtes, schützendes Blätterdach, das hätte ein "trotz schützend ..." erfordert. Aber, Gott sei Dank! Wetterumschwung: Die Sonne scheint. Sie "verstrahlt den Drang ...", o Mann oder Frau! Verstrahlt wird man durch radioaktive Strahlung. "Bestrahlt" aber was? Den Drang! (Ach, du lieber mein Vater, das hat ja der Haifisch schon bemerkt). Also, mein Urteil: Bei allem Wollen ist es erst einmal beim Wollen geblieben.
    Das Tagpfauenauge hat gut ins Metrum gepasst und bloß Schmetterling war mir zu langweilig. Sonst wüsste ich nicht was ich hierzu noch sagen sollte. Deine Meinung weiß ich jetzt und der Rest wurde schon besprochen.

    Liebe Grüße,
    dajaga

  8. #8
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    Hallo dajaga!
    Zuerst möchte ich mich gegen die Unterstellung wehren, die absolut gegenteilige Meinuntg zu Kulturheinzi zu vertreten. Mit Ausnahme des gezwitscherten Sonetts stören mich wie ihn im Wesentlichen dieselben Stellen, denke ich. Ich hab's halt etwas positiver ausgedrückt (wenn ich mir in der letzten Zeile der zweiten Strophe eine starke Metapher wünsche, heißt das, daß in meinen Ohren der nebenbei gefühlvoll säuselnde, heißgeliebte Sommerhauch irgendwie aussageschwach und/oder abgegriffen klingt) und mir nicht so leicht den Genuß der schöneren Stellen verderben lassen.
    Was die Verbesserungen angeht:
    1. Ich denke, daß ein Tropfen statt Regen auf jeden Fall besser ins Bild paßt, bedenke aber bitte auch den von Kulturheinzi angesprochenen Widerspruch des schützenden Blattwerks, das plötzlich doch etwas Feuchtigkeit durchläßt. Den ob des Regens lächelnden Waldesduft solltest du ohnehin überarbeiten. Ob der geneigte Leser Tränen des Glücks hinein zu interpretieren vermag, lasse ich dahingestellt, sollte aber auch nicht von allzu großer Wichtigkeit sein.
    2. "lieblich" statt "zierlich" hilft meiner Meinung nach nur recht wenig. Beides eignet sich nicht besonders als Adverb. Ich kann mir einfach keine zierliche oder liebliche Handlung vorstellen. Wenn ich dich richtig verstanden habe, hättest du gerne ein metrisch passendes Analogon zu "sanft". Leider fällt mir da auf Anhieb nichts ein. Da Kitzeln in aller Regel provokativ intendiert ist, bleibe ich vorerst bei "neckisch".
    3. "Bestrahlt" ist zwar schon um Welten besser als "Verstrahlt", klingt mir aber noch ein wenig zu sehr nach Technik. Ich will dir einfach mal ganz frech einen etwas anderen Vorschlag für die letzten zwei Zeilen unterbreiten:
    doch (alternativ: nun) siegt der Drang, bewußt zu sein
    und ich erwache aus dem Traum der Liebe

    Damit hättest du dann auch das fehlende Subjekt und der Bruch in der Metrik unterstützt den Bruch im Reim.

    Hoffentlich hält mich jetzt keiner für einen kleinen Gernegroß und Möchtegernkritiker.
    Ach, was solls. Grüße vom Y~shark
    Ich versuche auch nur, zu sagen, wovon ich glaube, es seien meine Gedanken, in der Hoffnung, meine Meinung beruhe nicht einfach nur auf Irrtümern.
    Liebe macht blind - nicht blöd!

  9. #9
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    Hallo ihr beiden!

    Entschuldigung, das mit der Meinung habe ich wohl falsch verstanden.
    Nachdem ich nach ein paar Tagen das ganze nochmal durchgelesen habe (und meine Sturheit überwunden habe), bin ich die kritischen Stellen nochmal angegangen.

    1. Das mit dem Tropfen habe ich so geändert.
    2. Das "neckisch" habe ich auch übernommen, solang mir nichts besseres einfallen will.
    3. "doch (alternativ: nun) siegt der Drang, bewußt zu sein
    und ich erwache aus dem Traum der Liebe"
    Dass mit dem Sieg gefällt mir gut, aber der Metrikbruch passt mir nicht so.
    Trotzdem vielen Dank für die vielen Tipps.
    4. "Als Waldesduft sein Lächeln schenkt" Hier hatte ich noch eine Kleine Idee: "Als Waldesduft mir Grübchen schenkt" Klingt das besser?

    lg, dajaga

  10. #10
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    Hallo dajaga!
    Ich find's auf jeden Fall um einiges besser als beim ersten mal und je öfter ich's lese, umso mehr gefällt's mir. Ich bin mir zwar immer noch nicht so ganz sicher, ob der unvorbelastete Leser im linden Tropfen Freudentränen erkennt und Dank meines Hangs zum Perfektionismus (das kann ein echtes Leid sein für einen selbst, wie für andere) würde ich ganz sicher noch die eine oder andere Feinheit zum Daranherumfeilen finden, aber ich glaube, so kann man das ganz gut stehenlassen. Zu der Entscheidung zwischen "Lächeln" und "Grübchen" will ich nur sagen, das letztere origineller klingt. Daß du "deine Sturheit überwinden" konntest und noch einmal etwas Arbeit investiert hast, hat das Forum (für mich) wieder ein wenig bereichert.
    Gruß vom Y~shark
    Ich versuche auch nur, zu sagen, wovon ich glaube, es seien meine Gedanken, in der Hoffnung, meine Meinung beruhe nicht einfach nur auf Irrtümern.
    Liebe macht blind - nicht blöd!

  11. #11
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    So...

    Jetzt bin ich nochmal das Problem mit den Freudens-Leidens-Verlibetheits-usw-Tränen angegangen und hoffe meine Bemühungen haben wenigstens ein wenig gebracht.
    Außerdem habe ich die letzte Strophe wieder umgeschreiben, da mit das "siegen" ein wenig flach vorkam. Jedoch bin ich mir nicht sicher, ob diese Strophe jetzt insgesammt besser klingt.

    Liebe Grüße

    dajaga

  12. #12
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    Hallo dajaga!
    Da haben wir dich ganz schön hängenlassen, was? Aber zum Text: Ich denke, bis auf eine Schwachstelle ist das so vorzeigbar. In der letzten Strophe, wie sie nun dort steht, erliegt allerdings der Sonnenschein dem Drang, bewusst zu sein und dass das Subjekt "ich" in der letzten Zeile einfach fehlt, wirkt auch etwas schluderig.
    Unzählig bricht sich Sonnenschein,
    Behutsam wärmt er meine Brust,
    Erliegt dem Drang bewusst zu sein,
    Erwache aus dem Traum der Liebe.
    Ich glaube nicht, dass das ist, was du ausdrücken willst. Du wirst entweder auf der Hälfte der Strophe das Subjekt vom "Sonnenschein" nach "ich" wechseln müssen oder die letzten beiden Zeilen so umkonstruieren, dass es Sinn macht, wenn eben doch der Sonnenschein die Handlung bestimmt. (Ich hätte da auch schon einen konkreten Vorschlag; weil so etwas aber immer eher nach Besserwisserei klingt und meiner Erfahrung nach im Allgemeinen auch nicht gerade mit Begeisterung angenommen wird, halte ich mich (zumindest vorerst) damit zurück.)
    Liebe Grüße vom Y~shark
    Ich versuche auch nur, zu sagen, wovon ich glaube, es seien meine Gedanken, in der Hoffnung, meine Meinung beruhe nicht einfach nur auf Irrtümern.
    Liebe macht blind - nicht blöd!

  13. #13
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    3.115
    Hallo dajaga,

    obwohl schon viele/viel zu Deinem Gedicht hier gesprochen haben/wurde, hier meine Ansicht was ich nach dessen Lesen für mich als passendmögliche Besserung ansehe:

    Erwache aus dem Traum der Liebe

    Aus Moosen weiches Daunenbett
    Im Walde nahe purem Bach,....Im Walde nahe klarem Bach
    Mir zwitschern Vögel ein Sonett,
    Verspielt rauscht Wind im Blätterdach....Wind raschelnd spielt im Blätterdach.

    Tagpfauenauge weht herbei
    Und kitzelt neckisch meinen Bauch,...Berührung kitzelt zart mein Bauch
    Gefühlvoll säuselt nebenbei....Gefühle weckt, ganz nebenbei,
    Der heißgeliebte Sommerhauch...heiß, der geliebte Sommerhauch.

    Dank Leidenschaft im Tannicht tränkt ...(über diese Strophe bin ich mir im Unklaren, deshalb Stille.)
    Ein lindes Tropfen diesen Platz,
    Als Waldesduft mir Grübchen schenkt,
    Ich spüre träumend meinen Spatz.

    Unzählig bricht sich Sonnenschein,...
    Behutsam wärmt er meine Brust,...Doch dringt er mir noch in die Brust
    Erliegt dem Drang bewusst zu sein,...Erlieg' dem Drang bewusst zu sein,
    Erwache aus dem Traum der Liebe...Erwach', erquickt, mit Liebesdurst.

    Ich hoffe meine direkt gemachten Vorschläge empfindest Du nicht als ungebührlich, wo doch meine Beschäftigung, mit Deinem mir gefallenden Gedicht, mir Freude bereitet hat.

    Mit freundlichem Meinungsgruß, wenigviel
    Geändert von wenigviel (21.12.2006 um 16:17 Uhr)
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

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