Thema: Karenz II

  1. #1
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    Karenz II

    ~gewidmet~

    Jetzt steht sie
    beim Fenster
    mit ihrem Kind am Arm
    und denkt,
    das Leben
    gehe an ihr vorbei.

    Dabei hält sie es
    in der Hand.

    **
    EvaAdams

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  2. #2
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    Liebe Eva,


    jetzt darf ich mal als Erste kommentieren, wie schön. Mir gefällt dieses nachdenklich stimmende Gedicht in freier Form. Ein Werk zwar kurz, aber mit Tiefgang.

    Karrenz II, habe ich mal wieder etwas übersehen ? Sorry.

    Hierr meine Interpretation:
    Ich sehe hier eine junge Frau, die vor kurzem Mutter geworden ist. Sie fühlt sich ihrer Freiheit beraubt, hat Angst auf vieles nun verzichten zu müssen. Sie übersieht jedoch wie viel Freude ein Kind bereiten kann. Welch schöne Zeit vor ihr liegt.

    Gerne gelesen und kommentiert.

    Liebe Grüße
    Speedie
    [FONT="Arial Narrow"]Fantasien sind für manche Menschen unvorstellbar. (Gabriel Laub)

  3. #3
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    Liebe Eva,
    dabei war die Entscheidung für das Kind doch schon die Entscheidung zum Leben. Nochmal alles mit den Augen eines Kindes zu sehen, all das was für uns langweiliger Alltag ist, all die Abenteuer und Rätsel, die glänzenden Augen, Wasser rauschen hören ,Vögel im Flug zu sehen, Abends die Sterne, warum wird der Mond rund, all das ist Leben und gleichzeitig liegt es in ihrer Hand dieses neugierige Leben ins Leben zu begleiten.Durch junge Augen wird alles alte neu belebt, man möchte ihr einen Schubs geben damit sie das erkennt, aber gleichzeitig kennt glaube ich auch jede Mutter das Gefühl ans Haus gekettet zu sein und die Frage:war das jetzt alles?.
    Liebe Eva für so einen kurzen Text verdammt viele Gedanken die du aufwirfst.

    Liebe Grüße

    Babsi

  4. #4
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    Abend,
    ein zartes Gedicht, mit mehr als nur einem Hauch Realität.
    Mehr als mich meinen Vorpostern anzuschliesen bleibt mir kaum, ein kurzer Text der einiges enthält worüber man nachdenken sollte.

    Manschmal sehen wir es nicht, das Glück.
    mfg
    I ATEN'T DEAD

  5. #5
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    Hi @Kälbchen-Gonzales,

    schön, dass du erster bist. Versäumt hast du gar nichts, es gibt nur Karenz I und mir ist kein besserer Titel eingefallen.

    Deine Interpret. ist richtig und es ist auch sehr nachdenklich gemeint - also danke ich dir für deine Gedanken ..

    Hi @Babsi,

    ja, verdammt viel und so kurz und: danke dafür. Denn eigentlich landete das Thema als KG im Papierkorb. Danach versuchte ich das Gegenteil, weil mir dieser Text ein wichtiges Anliegen war und ich dieses nicht zwischen endlosen Zeilen verlieren wollte. Und umso schöner ist es für mich, wenn trotz der wenigen Worte viele Gedanken kommen, oder gerade deshalb .. ?


    Hi @depp (was für ein Nick),

    vielen Dank für den letzten Satz! Er vollendet benahe meinen Text.


    Seid mir lieb gegrüßt, ihr drei
    eure Eva
    EvaAdams

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  6. #6
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    Hallo EvaAdams
    Da ich in letzter Zeit nur wenig Zeit habe überhaupt etwas zu schreiben, muss ich nun mal die Gelegenheit nutzen um dir mitzuteilen wie ausserordentlich richtig und wichtig und gut ich die kurze prägnante und somit klar verständliche Aussage deines kleinen Werkes hier finde. genau meinen Geschmack getroffen. Und wer das nicht erkennt der soll bitte woanders hingehen.
    Ohne Kinder, keine Zukunft, kein Leben.Außerdem bringt mich jeden Tag mindestens ein Kind, was ich irgendwo auf der Straße tolpatschig umherlaufen und seinen Spaß haben sehe, zum Lachen. Freue mich schon auf morgen

    Also vielen Dank für dieses schöne kleine Werk. bin hellauf begeistert und selten von so wenig Zeilen so sehr angesprochen!
    Schön!
    LG Leif

    PS: Nun lese ich die anderen Kommentare, nachdem ich meinen verfasste und stimme Speedie natürlich zu. Eine junge Mutter hat es natürlich nicht leicht, aber auch sie wird das Wunder Natur erkennen und lieben lernen.
    Gedankenperlentauchen - seit kurz oder länger bei lulu.com zu haben

  7. #7
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    Hallo Eva

    Ein kurzes, aber sehr nachdenklich stimmendes Gedicht.
    Und doch, und doch... wie viel geht an den Frauen vorbei, weil unsere Welt nicht auf Kinder ausgerichtet oder dafür eingerichtet ist. Die Mütter zahlen einen Preis, der nicht zu unterschätzen ist.
    Auch wenn, auch wenn... Kinder sind ein riesiges Glück, aber sind sie das Grösste?

    Es sind nur angerissene Gedanken, die man (frau) kaum äussern darf. Aber wie gut ich diese Frau verstehe da am Fenster. Und doch gibt der kleine, klebrige Händedruck auch viel. Aber anderes, als die Frau am Fenster sich erträumt. Das steht für mich ausser Frage.

    LG
    yarasa
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

    Eine Art Grundsatzpapier zu meinen Kritiken
    yarasas Fingerübungen

    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

  8. #8
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    Hi @leif,

    vielen Dank für deinen gedanklichen Beitrag. Ich freu mich sehr, dass ich deinen Geschmack getroffen habe und höre immer gerne solche Worte über Kinder, wenngleich es natürlich auch Schattenseiten gibt, das ist klar.

    Hi @Fledermama,

    aber ja, aber ja, sollte man solche Gedanken äußern dürfen - und m.M. auch sollen. Denn nur dadurch wird auf die Problematik, vor der viele Mütter stehen, hingewiesen und das Klische "Mutter mit Kind im Schaukelstuhl" hoffentlich auf ewig verbannt. Die Anforderungen sind hoch, der Druck von außen auch, und es scheitern so viele an der Beziehung zu ihren Kindern. Ich weiß es auch nicht.

    Ich hab das Gedicht für die geschrieben, die mit der neuen Situation (noch) nicht zurecht kommen. Ob man was versäumt? Keine Ahnung. Man erlebt dadurch anderes - fragt sich was erstrebenswerter ist. Das Geheimnis liegt wohl wieder darin, das zu wollen, was man hat.

    Das hier ist nichts weiter als ein virtueller Schulterklopfer für alle jungen Mamas. Am liebsten hab ich den Satz "Kinder sind Gäste, die nach dem Weg fragen".

    Danke euch beiden für eure wertvollen Wortmeldungen.

    Liebe Grüße
    Eva
    EvaAdams

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