1. #1
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    Unterschichtenlyrik

    Armutsgrenze und Hartz IV
    am gesellschaftlichen Rand
    Imbissbude, Dosenbier
    Karriereausweg: Flaschenpfand

    Bild-Zeitung und Talkshowgier
    Kinderreichtum, Sachverstand
    Potential unendlich schier
    bleibt zu oft doch unerkannt

    Bildungsdefizite und
    Migrationshintergrund
    Gründe gibts genügend schließlich

    Vorurteilsbehaftet. Punkt
    tadelnd rügt des Volkes Mund
    Meine Unterschichtenlyrik
    "Ich leide an Versagensangst
    besonders, wenn ich dichte
    Die Angst, die machte mir bereits
    manch schönen Reim zuschanden"
    (Robert Gernhardt)

  2. #2
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    der reim stört. wirkt gezwungen. sonst sehr nette sprache. inhaltlich kann ich nur hoffen, dass du das potenzial nicht überschätzt.

  3. #3
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    Hallo Berchner,

    ich persönlich mag es, wenn jemand versucht mit Schlagbildworten
    in Reimform unmittelbare Bildfragmente im Kopf des Lesers zu erzeugen.
    Aber dazu muss dann jeder Reim und jedes Wort passen, ohne gezwungen
    zu wirken (finde ich gar nicht so einfach).
    Dein Gedicht ist von der Zeilenzahl als Sonett aufgebaut. Meines Wissen sind für ein Sonett umarmende Reime (abba) erforderlich.

    Auch die Terzette entsprechen nicht dem geforderten Reimschema. Schau doch mal in Wikipedia nach.

    Ich hätte für die erste Strophe z.B. folgende Vorschläge:

    Hartz IV lehnt an der Armutsgrenze
    gesellschaftlicher Trauerrand
    Karriereausweg: Flaschenpfand
    der Bahnhofsmüll sieht Freudentänze


    Zusammengefasst:
    Ich persönlich glaube, man könnte mehr daraus machen. Es gibt da eine Fülle von grotesken Bildern, die diese Thema bereithält.

    Beste Grüße,
    Gedanquill

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