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    DER DACKEL WAR EIN NAZI oder Zackes von der Saale oder Fritten Frieder

    „Der Dackel war ein Nazi!?!“
    „Was??“
    „Das hast Du grad gesagt: Der Dackel war e..“
    „Schmarren. So hab’ ich es nicht gesagt. Ich erklär dir das noch mal Stück – Ja, bitte das gleiche noch mal, danke – Stück für Stück. Also:

    Es fing mit diesem Anruf an. Mein Ex, Röhrchen, der bat mich um einen Gefallen. Den hätte er ja noch gut bei mir. Nur weil ich ihn halt, hab sitzen lassen. Tucken. Nicht? Egal: Er sprach; Wenn ich ein bisschen ein schlechtes Gewissen hätte und ich nicht nur so daher gesagt hätte, dass wir Freunde bleiben könnten, dann könnte ich ihm einen riesigen Gefallen tun und alles wär vergessen.

    „Und?“
    „Der ist sonst nicht so.“
    „Wie jetzt?“
    „Na, wie schon? Tuntig!“
    „Ja... ? Ihr(!) wart mal zusammen?“
    „Können wir weiter machen?“
    „... Na gut, wie hast Du reagiert?“
    „Wie ein Mann von Charakter. Ich sagte zu,“
    „Wo? Zu?“
    „Zum Bran... , tschuldigung, es war nicht Brandenburg, es war...

    Rudow, ja, da sollte ich hin, an seiner Statt. Darauf hatte er keinen Bock gehabt. Der Chefredakteur des Rudower Käseblattanzeiger wollte nämlich einen Bericht über das Treffen des Dackelclubs Zackes e.v. 1969 von ihm. Der Club trifft sich jedes Jahr zum 20.4. und gedenkt nun zum 25’ten male des Schirmherren ... falsch ... des Schirmdackels. Und darüber sollte mein Ex berichten. Aber dafür hatte er ja mich eingeplant.
    Und als Mann von Ehre? Ich war da. Am 20.4., begleitete ich die Dackel-Standarten-Träger zum Grab des Dackels Zackes
    .

    Die hatten alle einen waldgrünen Zwirn an und einen braunen Hut auf und guckten sehr ernst. Herausstach aus dieser Gruppe der blasse Dackelpräsident eher nicht. Nicht wirklich, nein. Aber neben ihm, links und rechts, da stand so ein Dicker und rechts ein Bückling. Sie schienen sehr wichtig zu sein. Und dann war da noch der Trompeter. Und der blies und blies und wie hieß der noch? - - wie hieß? – Michael!
    Genau. Der blies so tüchtig ins Rohr, dass es eine Art hatte. Obwohl der Kerl ja grottenhässlich ist. Grottenhässlich. Kahlrasiertes Haupt und engstehende Schweinsäuglein bei denen ich dem Schöpfer klag: Warum hast du zwei vergeben?


    „Äh redest Du jetzt in Metaphern?“
    „Nur ein bisschen. Höre weiter:“

    Mit meinen schnittlauchgleichen Haaren, meinem verwaschenen Überzieher, stand ich inmitten dieser uniformen Reihe und beobachtete und lauschte ihrem Treiben. Sie trugen einen Kranz zum Grab des Dackels Zackes, legten ihn dort ab – und, verzeih mein Gedächtnis macht mich lügen – aber es war der Dicke und nicht der Präsident, der fiel aufs Knie vor dem Gesteck und vor dem Grab. Scheiße, ich hab’s knacken hören, das Knie! Und den Schmerz in seinem Gesicht gesehen. Aber dem toten Dackel zur Ehre hielt er dem arthritischen Schmerz männlich stand. Dann aber trat des Dicken Bückling vor..

    „Bitte?? Des Dicken Bückling? Wer ist das denn jetzt?“
    „Habe ich das nicht gesagt? Doch, hab ich: Neben dem blassen – ungewöhnlich jungem Dackelpräsidenten – stand zum einen dieser dicke Kerl und zum anderen der Bückling.“
    „Bückling, Bückling? Wie habe ich mir das vorzustellen?“
    „Wenn ich nüchtern wäre, würde ich sagen: Ihn als Goebbels sich vorzustellen wäre bitter. Aber dieser, jener, welcher von dem ich spreche, der ist dem Dicken so devot, hat die Haare streng zurückgetrimmt, achtet stets darauf, dass Beifallsklatscher sich erheben, drum kann ich angetrunken halt kein besseres Bild Dir als den Hinkefuß, den Goebbels geben.“
    „Ach, so einer!“
    „Genau,“
    „Nun, weiter:“

    Der Dackel Propaganda Minister trat nun hervor und sang dem Dackel ein Lied. Ein furchtbar langes Lied. Mir ist: er singt noch heute:

    Ganz Deutschland lag darnieder
    Doch siehe, immer wieder,
    erhob sich dieses Land,
    denn in den Trümmern fand
    man Gutes und Bewährtes.

    In diesem Jahre jährt es
    Zum fünfundzwanz'gem Male,
    dass Zackes von der Saale
    im Bau verklüftet hing
    und von der Fährte ging


    So hub er an, so fuhr er fort. Ich ahnte nicht wie oft ich diesen Text, dieses Geleier hören sollte. Der Dicke war aber so gerührt, dass er sich die Tränen von den Plusterbäckchen rieb. Sehr ergreifend, wie du siehst. Ich hingegen dürstete nach dem inoffiziellen Teil, um mehr von Zackes zu erheischen. Kurz darauf, fand ich mich im Bierzelt der Dackelfreunde an des Dicken Seite wieder. Argwöhnisch beobachtete der mich. Drum fragte ich ohne Arg: Was ist des Zackes Geheimnis? Sprich?

    "Pass mal auf mein Paparazzi, ich bin nicht dein Freund doch ich will dir von unserem Schirmdackel doch mal was erzählen:

    Es war in Berlin wohl im Jahre 1945. Jede Nacht, so schien es, gab es Bombennächte, hieß es Schutz zu suchen. Aber nicht jeder fand den Luftschutzkeller, sondern musste sehen wo er bleibt. Nicht selten nun begab es sich, dass manch ein Unglücklicher unter dem Schutt der Bomben lebend begraben wurde.
    Unser Dackel Zackes, es ist verbürgt, hatte aber so ein Näschen, so ein Gespür, dass er so manchen Armen fand, dass sie ihn ausgruben und zum Leben bringen konnten. So ein Dackel war unser Zackes. Doch es war just am 20. April im selben Jahr, so viel konnten wir später dann erfahren, dass Zackes bei seinen treuen Taten einem Haderlumpen ohne Ehre in die Falle ging. Der wilde Kerl tötete, ja schlachtete das Tier.
    Erst im Jahre 1969, fand man den Kadaver dieses Dackels und seine Marke. Drauf stand der Name: Zackes. Das Schicksal dieses treuen Tieres ließ sich schnell ergründen, lebte doch sein einstiger Führer noch. So ehren wir heute am 20. April dieses, ach, so tapfere Tier."

    Der Mann war tief ergriffen von der Story, die er preisgab, doch ich verstand diese Betroffenheit leider nicht. Wohl aber, dass sich wie zufällig sein kleiner Kadett zu uns gesellt hatte und jede Bemerkung des anderen mit einem ernsten Nicken unterstrich. Du weißt, dass diese Immer-und-stets-Nicker mir schon immer sehr verdächtig sind. Drum war’s mir recht, dass der Dicke mir ein Gedeck nach dem anderen gab. Und immer wieder erscholl es im Chor, das endlose Lied vom Zackes und seinem bitteren Los:


    Der Hundeführer musste
    Erzählen, was er wusste.
    Der Führer war zwar krank,
    doch lebte, Gott sei Dank!
    So konnte er berichten:

    Es waren Teckelspflichten,
    in Trümmern und Ruinen
    dem Vaterland zu dienen.
    So vieles ging verschütt
    Und viele gingen mit.

    Ja, auch ich ging verschütt in diesem Laden und verfluchte meine Freundschaftstat. Typen saßen da um mich herum, die grölten über jeden schlechten Witz. Einmal schien es mir sie lasen sich ihre Satzung vor und feixten sich eins, bei jedem neuen Paragraphen. Bisweilen verstand ich nichts, denn diese Dackel Sprache mein Lieber, die ist sehr speziell und nur zu eigen, wer sich entschlossen hat dem Tier in Treue stets und fest zu dienen.
    Die waren sich daher alle einig in ihrer Sprache, ihrem Geist und Wirken. Vielleicht war Einer da, der etwas abseits saß und selten mitsang. Aber sprechen, tat der auch nix. Der Michael, der schlug ihn gerne auf Rücken oder Kopf und machte seine Scherzchen mit dem Mann, der sich nicht wehren konnte, durfte oder wollte. Egal, ich fand es zwar weder recht noch billig, aber Wurscht.
    Und die gab’s auch. Fette Wurst, dicke Wurst, Leberwurst und Schinkenspeck. Die Humpen war bald ganz schmierig von dem Gefinger und dem permanenten Klatschen. Da waren mir des Dicken Runden, die er laufend uns spendierte, sehr willkommen. Doch nicht enden wollte sie die Ode an den Zackes:


    die Toten zu begraben.
    So ging mit vollem Schmackes
    Alleinejäger Zackes,
    die Baujagd fortzusetzen,
    den grimmen Tod zu hetzen.

    Von dessen Schippe sprangen,
    wen dieser Hund gefangen.
    Doch einer war vergiftet
    Und hat den Hund verklüftet,
    gefangen unter Tage.

    Drum hüte dich und jage
    Nicht jeden Mensch zum Glücke,
    sonst reißt es dich in Stücke.
    Wer immer da geheuchelt,
    hat unsern Ahn gemeuchelt

    Vollkommen fertig und satt an Schnaps, Bier und Wurst bekam ich endlich mein Taxi und fuhr zu meinem Freund.

    „Dann ist der Dackel doch kein Nazidackel? Was redest Du denn nur?“
    „Bin ich fertig, oder was? Fahr ich für eine Nacht nach Berlin? Also, wart es ab.“
    „Ich höre!“

    Schwer verkatert lag ich auf der Couch. Von Hunden respektive Dackeln wollte ich nichts mehr hören. Mir war das alles arg zuwider. Doch mit dem sanftem Qualm, heiß und frisch gebrühten Kaffees, wickelte mein Gastgeber mich ein.
    Er sprach: Sprich, erzähle, was hast du erlebt?
    Im verkaterten Delirium erzählte ich dann. Und wie ich erzählte. Erzählte von dem Helden Hund, sang ihm die Brocken des Lieds was ich immer noch in den Ohren hatte, beschrieb ihm den Dicken, seinen Chefnicker, das wachsame Schweineauge und sein Opfertier und schließlich bat ich ihn, mich doch allein und ruhen zu lassen. Doch der wollte nicht, wollte nur noch das Lied des Zackes hören. Alles was mir einfiel sollte ich ihm vorleiern.


    die Toten zu begraben.
    So ging mit vollem Schmackes
    Alleinejäger Zackes,
    die Baujagd fortzusetzen,
    den grimmen Tod zu hetzen.

    Von dessen Schippe sprangen,
    wen dieser Hund gefangen.
    Doch einer war vergiftet
    Und hat den Hund verklüftet,
    gefangen unter Tage.


    Diese Strophen immer wieder rezitierend, ging er im Zimmer auf und ab. Kein Freund des gebundenen Wortes ignorierte ich sein Tun und konzentrierte mich wieder auf mein Katerleiden.
    Die Folgen meines Suffs, ließ mich zwischen Leben und Tod schweben. Ich verfluchte den Schnaps und meinen Magen. Erst nach etlichen Stunden konnte ich das Bier aus dem Kühlfach vertragen. Auch mein Freund ward bald nicht mehr gesehen. Nach ein paar Telefonaten und einem Heureka verließ er grußlos seine Wohnstatt und ließ mich wieder allein.


    Zwei Tage kochte ich nichtsahnend in meinem Saft.

    Dann kam er endlich abgerissen und übernächtigt wieder.
    Was ist mein Bester? Was ist dir widerfahren fragte ich.
    Er ließ sich in seinen Sessel fallen und blickte mich wohl minutenlang schweigend an. Mit einem Male fing er an:
    „Zackes!, der zackige Zackes, der nette Hund von nebenan, der jeden unter tausend Tonen Schutt erschnüffeln kann, hat eine andere Vergangenheit, als du erahnen kannst.“
    Der tolle Hund? Ich stand senkrecht auf dem Sofa.

    „Der harmlose Zackes“, so klärte er mich weiter auf, „war kein netter Trümmerdackel. Zackes kam 1942 zur Welt und wurde erzogen von einer SS-Schar, die vorrangig damit beschäftigt war, sogenannte Volkszersetzer, Deserteure aufzuspüren. So ein Dackel kam in alles rein und war daher ideal. Da die Moral der Truppe gegen Ende des Krieges nicht die Beste war, hat unser Zackes den Auftrag gehabt den verdufteten Kameraden hinterzuschnüffeln und zu steigen. Der Zackes muß wohl ein Meister seines Fachs gewesen sein, denn Zackes silberne Marke, war nicht Marke, sondern das eiserne Kreuz seines Führers. Sein Führer, dem es eigentlich zugedacht, hat es in treuer Ergebenheit seinem Dackel vermacht. Zackes mein Lieber, war bekannt, weil sein Name sein Ehrenzeichen war.“

    Ich war perplex, ich bat um einen Schnaps. Und gleich noch einen, denn ich stellte mir den Dicken und den Bückling vor, wie sie solches lasen. Ich fasste mir an den Kopf und rief: Das hast Du nicht geschrieben?!
    „Ich kam ja nicht dazu“, antwortete er leicht gereizt.
    Nun verstand ich gar nichts mehr. Doch er klärte mich ja gleich wieder auf

    „Ich bin bei meiner Recherche auch mit dem armen Mann zusammengekommen, den sie immer kloppen würden auf ihren Treffen und der spielte mir den Namen des Führers von Zackes zu. Der Rest war dann schnell herausgebracht. Ohne diese Hilfe hätte ich Zackes Geheimnis aber nicht erraten. Das Lied mein lieber war ein feiner Hinweis, denn es holpert doch an einigen Stellen ganz arg und: wer bringt seinen Lebensretter schon um, gell?“
    „ Ja, diese Stelle lag mir auch schon quer im Magen“, pflichtete ich ihm altklug bei und verstand erst später was er meinte und fragte dann noch ohne Arg:
    „Gut mein Bester, jetzt wusstest du alles, schriebst deinen Text und veröffentlichtest ihn im Rudower Volksanzeiger?“

    Getroffen stöhnte er darauf hin auf, wanderte laut fluchend durchs Zimmer, verwünschte seinen Chefredakteur und brüllte immer wieder: „Dieser verfickte Fritten Frieder“.


    „Fritten Frieder!?!, Der Fritz Frieder genannt Fritten Frieder!“
    „Nun behalt mal dein Bier bei dir. Der Name bekommt dir nicht beim trinken. Mir sagte der Name damals nichts.“
    „Himmel, Fritten Frieder ist der Pommes König von Neuköln. Der macht in Pommes. Hat ein Vermögen mit seinem pappigen Zeug gemacht. Von den quittegelben Stäbchen hab ich schon übel brechen müssen.“
    „Ja,ja,ja, das weiß ich doch jetzt.“
    „Aber wie kam Frieder in dieses Schmierenstück.?“
    „Ganz einfach: Frieder und der Dicke, sind ein und dieselbe Person und Frieder ist...“
    „Na, was?“
    „Der Neffe von Zackes Führer.“
    „Ach du Kacke. Und der Chefredakteur?“
    „Bekommt von Frieder fette Anzeigen ala: Pommes Rot, Weiß, bei Fritten Frieder immer heiß. So ein Scheiß halt. Aber Kohle stimmt. Mein Freund der dumme Hund, hat dem armen Knilch aus dem Dackelclub eine vorab Version seines Artikels gemailt. Der Dämlack hat nichts besseres zu tun, um dem Michael, dem Schweinebären, brühwarm zu erzählen, dass wohl bald ein anderer Wind wehen würde. Der hat nicht bis drei zählen können, schon war er rausgeflogen aus dem Club. Dann ein Anruf von Fritten Frieder in der Redaktion und der Artikel war Geschichte. Mein armer Freund musste dann noch zu Frieder hin. Entschuldigen. Erniedrigen. Aber den Job hat er wenigstens behalten.“
    „Erinnert mich an Schimmerlos und Heini Haffenloher.“
    „Wen?“
    „Ach, Du kennst ja wirklich nichts.“
    „Das mag ja sein, aber gemerkt hab ich mir eines:

    Drum hüte dich und jage
    Nicht jeden Mensch zum Glücke,
    sonst reißt es dich in Stücke.

    Ende.


    Post Scriptum:
    Für Freunde der hohen Reimkultur, hier die Ode an den Zackes in voller Länge. Die ursprünglich von den Blutschergen gesungene Version ist leider verschollen.

    Vielleicht ist ein Exemplar noch in Frieders Familienbesitz. Wer genau liest, spürt, so mancher Reim ist nachträglich arg entnazifiziert worden:


    Zackes von der Saale

    Ganz Deutschland lag darnieder
    Doch siehe, immer wieder,
    erhob sich dieses Land,
    denn in den Trümmern fand
    man Gutes und Bewährtes.

    In diesem Jahre jährt es
    Zum fünfundzwanz'gem Male,
    dass Zackes von der Saale
    im Bau verklüftet hing
    und von der Fährte ging.

    Als später Trümmerfrauen,
    um Deutschland neu zu bauen,
    die ganzen Steine räumten,
    weil wir von Zukunft träumten,
    hat man das Tier entdeckt.

    Der Schutt war blutbefleckt,
    der Dachs, der da berochen,
    der hat ihn abgestochen!
    Wie konnte das geschehen?
    Wer hat die Tat gesehen?

    Der Hundeführer musste
    Erzählen, was er wusste.
    Der Führer war zwar krank,
    doch lebte, Gott sei Dank!
    So konnte er berichten:

    Es waren Teckelspflichten,
    in Trümmern und Ruinen
    dem Vaterland zu dienen.
    So vieles ging verschütt
    Und viele gingen mit.

    Nicht alle waren tot,
    jedoch vom Tod bedroht.
    Die galt es, schnell zu finden,
    den Dachshund loszubinden,
    denn der war stets entschlossen.

    Der Hund hat es genossen,
    gestöbert und gesprengt,
    wen das Geschick gelenkt
    in untergründ'ge Bahnen.
    Wir können nur erahnen,

    wie viele er gefunden
    in diesen dunklen Stunden.
    Zum Ende jenes Krieges,
    so heißt es, überstieg es
    die Kraft der Kameraden,

    die Toten zu begraben.
    So ging mit vollem Schmackes
    Alleinejäger Zackes,
    die Baujad fortzusetzen,
    den grimmen Tod zu hetzen.

    Von dessen Schippe sprangen,
    wen dieser Hund gefangen.
    Doch einer war vergiftet
    Und hat den Hund verklüftet,
    gefangen unter Tage.

    Drum hüte dich und jage
    Nicht jeden Mensch zum Glücke,
    sonst reißt es dich in Stücke.
    Wer immer da geheuchelt,
    hat unsern Ahn gemeuchelt.

    Wir sinnen unterdessen
    Auf Ruhm, der angemessen
    Dem Dackel, der besessen
    Solch Tugend. Hier indessen
    bleibt Zackes unvergessen!
    Geändert von Plumperquatsch (15.11.2006 um 21:45 Uhr)

  2. #2
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    Schöne Geschichte und immer wieder aktuell, finde ich.
    Gruß Mohammed

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