1. #1
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    Exclamation Herbstlyrik- Wochenaufgabe...

    Hallo,

    ich bin in der 10. Klasse (Realschule) und wir haben gerade eine Wochenaufgabe über verschieden Herbstgedichte.
    Habe bei einigen Aufgaben so meine Probleme und könnte Hilfe gebrauchen. (Ich weiß nicht ob dies das richtige Forum dazu ist..)
    Naja, auf jeden fall gehts erstmal um die Gedichte "November" von Heinrich Seidel und "Fülle" von Conrad Ferdinand Meyer, wo wir die äußere Form des Gedichtes untersuchen und notieren sollen. Als nächstes sollen wir für das Gedicht "Richtiger Herbst" von Karl Krolow eine Collage erstellen und ich habe keine Ahnung wie ich das machen soll....

    Hier sind erstmal die Gedichte:

    "November" von Heinrich Seidel:

    Solchen Monat muss man loben:
    keiner kann wie dieser toben,
    keiner so verdrießlich sein
    und so ohne Sonnenschein!
    Keiner so in Wolken maulen,
    keiner so mit Sturmwind graulen!
    Und wie nass er alles macht!
    Ja, es ist 'ne wahre Pracht!

    Seht das schöne Schlackerwetter!
    Und die armen welken Blätter,
    wie sie tanzen in dem Wind
    und so ganz verloren sind!
    Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt
    und sie durcheinander wirbelt
    und sie hetzt ohn' Unterlass:
    ja, das ist Novemberspaß!

    Und die Scheiben, wie sie rinnen!
    Und die Wolken, wie sie spinnen
    ihren feuchten Himmelstau
    ur und ewig, trüb und grau!
    Auf dem Dach die Regentropfen:
    wie sie pochen, wie sie klopfen!
    Schimmernd hängt's an jedem Zweig,
    einer dicken Träne gleich.

    Oh wie ist der Mann zu loben
    der solch unvernünft'ges Toben
    schon im voraus hat bedacht
    und die Häuser hohl gemacht:
    so, dass wir im Trocknen hausen
    und mit stillvergnügtem Grausen
    und in wohlgeborgner Ruh
    solchem Greuel schauen zu.

    "Fülle" von Conrad Ferdinand Meyer:

    Genug ist nicht genug! Gepriesen werde
    Der Herbst! Kein Ast, der seiner Frucht entbehrte!
    Tief beugt sich mancher allzureich beschwerte,
    Der Apfel fällt mit dumpfem Laut zu Erde.

    Genug ist nicht genug! Es lacht im Laube!
    Die saftge Pfirsche winkt dem durstgen Munde!
    Die trunknen Wespen summen in die Runde:
    "Genug ist nicht genug!" um eine Traube.

    Genug ist nicht genug! Mit vollen Zügen
    Schlürft Dichtergeist am Borne des Genusses,
    Das Herz, auch es bedarf des Überflusses,
    Genug kann nie und nimmermehr genügen!

    Wäre also sehr erfreut, wenn jemand sich die Mühe macht und mir hilft.

    Danke im Voraus

    Gruß PopundCorn!
    Geändert von PopundCorn (16.11.2006 um 19:09 Uhr)

  2. #2
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    Lass das Ganze mal von der Moderation in die Werkstatt verschieben.

    Und dann mach ich dir ein Angebot, du liest dir im Sprechzimmer mal ein wenig was über Metrik und Reimschema (das ist nämlich unter anderem mit äußerer Form gemeint) durch und versuchst die Gedichte dahingehend zu analysieren. Ich werds danach durchgehen und dich verbessern falls nötig und weitere Tipps geben.

    Wär doch ein Angebot, dann macht nämlich nicht jemand anderes für dich die Arbeit, sondern hilft lediglich.

    Gruß
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

    Die Melancholie des Seins - Fortsetzungsgeschichte
    Die Melancholie des Seins - Gesammelte Werke

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