Ewigkeit

Heute treff ich eine Frau,
deren Antlitz ist so blau.
Ihre Augen groß und leer,
sie ist kalt und ach so schwer.

So liegt sie da in ganzer Pracht,
ich hab ihr Blumen mitgebracht.
Doch bleibt sie stets in ihrem Bett,
starr und steif, so wie ein Brett.

Sie bewegt sich nie und redet nicht,
nur in meinem Kopf sie leise spricht.
Sie liebt mich, das weiß ich genau,
die einzige Frau, der ich vertrau.

Freunde, nein die hab ich nicht,
mit Ekel sahen sie in mein Gesicht,
als ich meine Braut umwarb,
um ihre Hand anhielt vor ihrem Sarg.

In meinem Kopf versprach sie mir,
mich zu lieben - jetzt und hier.
Weil niemand unsere Liebe mag,
bespuckt man mich nun Tag für Tag.

Aber mein Schatz ich bin ja da,
unsere Träume werden wahr.
Du weißt wie sehr ich dich doch liebe,
auf dass ich dich niemals verliere.

Dein leerer Blick befiehlt es mir,
so lege ich mich nun hin zu dir.
Unseren Deckel hab ich zugemacht
und verbringe jetzt mit dir die Nacht.

Morgen wird man uns in Erden betten,
unsere Liebe auf ewig dann erretten.
Ich werde nie von deiner Seite weichen,
Arm in Arm sind wir verliebte Leichen.