wie oft schon habe ich diese Worte gelesen
beim Überfliegen der Überschrift spüre ich die Anziehungskraft auf meine Sinne
Mit meinem inneren Auge markiere ich die Verzweiflung in den Sätzen
Mein Geist stöhnt laut vor Schmerzen, wehrt sich noch gegen die Magie des Augenblicks
spüre wie mut in mir wächst
mich klaglos fallen zu lassen
stehenden Auges, blind vor Liebe
kopfüber den Sturz nach Innen wagen

ich finde Dunkelheit, stille Schreie
endlich sehen, allmählich hören
in Bruchteilen einer Ewigkeit
findet das Chaos seinen Meister
als Zwilling gekommen
nutzlos jede Tarnung
der Schmerz reinigt die Narben der Erinnerung
die Verzweiflung schafft Platz für Besinnung

endlich spüre ich meine Seele wieder
die Tränen erfüllen ihren Zweck
sie spülen meine Schuld weg

06.06.01