1. #1
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    Polarische Nächte

    Eisbrocken atme ich
    Sterne glitzern schwache Balladen
    Winde fliegen klar und rein,
    während die Luft in Scherben zerfriert
    Liebe aber wärmt noch
    Sie strahlt Fragmente
    von buntem Licht
    aus deinen Augen
    und umkreisen mein Herz
    Geändert von streetoflyrik (23.11.2006 um 16:51 Uhr)

  2. #2
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    Hallo streetoflyrik!

    -ein Tag im Januar
    -20°C minus
    -strahlend blauer Himmel

    Also ich kann mich in Dein Gedicht sehr gut reinversetzten.
    Klingt für mich, wie ein Winterspaziergang mit einem geliebten Menschen.

    Warum eigentlich "polarische Nächte"? Farben und Glitzern sieht man doch nur am Tag, und am Besten, wenn die Sonne aufs Eis und auf den Schnee scheint!

    Du malst sehr schöne Bilder.
    Vor allem die Luft, die in Scherben zerfriert.

    Hab es sehr gerne gelesen.

    Aber halt Dich lieber an die Postingbegrenzung, sonst werden Deine Werke in den Hinterhof verschoben und somit weniger gelesen und kommentiert!

    GLG Lilly
    Geändert von Lilly Joy (23.11.2006 um 08:06 Uhr)
    Unterschätze niemals einen Menschen, der einen Schritt zurücktritt...

    ... er könnte Anlauf nehmen!

  3. #3
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    Ein völlig zersplittertertes Fragment, in dem die negativen Konnotationen überwiegen und das daher völlig unentschlossen bleibt. Es wirkt, als hätte der Autor händeringend Metaphern gesucht und nach ein paar zeilen aufgegeben.

    Besser so, denn

    Eisbrocken atme ich
    Extrem negativ, daher unter Garantie schmerzhaft. Die völlig unmotivierte Syntax schmerzt ebenfalls.
    während Sterne Balladen glitzern,
    Ein zumindest sehr seltsames Bild, welches Künstlichkeit und damit Falschheit transportiert.
    kalter Wind von Klarheit weht
    Das klingt eher nach dem Ende einer Beziehung, wofür ja auch der Titel spricht: Alles kalt, alles dunkel, alles klar, nichts verklärt.
    und Luft in Scherben zerfriert
    Das wäre ein gelungenes Bild, wäre nicht auch hier der Krampf offensichtlich, denn was soll das Zerfrieren mir sagen? Zur Not akzeptiere ich es als Neologismus und Mischung aus Ein- und Erfrieren. Ohne Zweifel negativ konnotiert.
    Liebe aber wärmt noch
    Tja, und da fragt sich doch nun wirklich der geneigteste Leser, wie sie das denn wohl anstellt. Mag ja sein, dass Liebe wärmt, aber das bleibt ein kalter Satz, wenn vorher nichts in dieser Richtung beschrieben wird, was mich das nachempfinden lassen könnte. "Liebe aber wärmt noch" klingt für mich an dieser Stelle wie "Liebe ist aber lieb".
    während sie in bunten Fragmenten,
    Fragmente=negativ besetzt, es sind nur noch Bruchstücke.
    aus deinen Augen strahlt
    Das ist so dermaßen ausgelutscht, dass die polare Nacht eher eine tropische sein müsste, damit mich nicht friert.

    Kleiner Tipp: Wenn du polare Zeiten klirrender Kälte beschreibst und dann Zeilen folgen ließest, die sinngemäß sagten, dir sei aber dennoch warm (ums Herz), weil deinem Gegenüber die Liebe nur so aus den Augen purzelt, dann bliebe das als Bild immer noch ziemlich verbraucht, wäre aber nachvollziehbar, weil es um das Gefühl des lyrI ginge. Beschreibe ich aber eiskalte Zeiten und komme dem Leser dann mit der Aussage, dass Liebe immer noch wärme, dann mag das als Vaillant-Werbung durchgehen, stößt mich aber aufgrund seiner Platt- und Derbheit sofort ab. Da friere ich lieber.

  4. #4
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    @frakazoid:

    Also wirklich... das find ich nicht nett von Dir!

    Was soll das heißen: Besser so, denn...???

    Es hat ja wohl jeder das Recht, hier auch negative Gedanken zu äußern, wenn es denn überhaupt welche sind.

    Eisbrocken atme ich
    Ja und??? Wenn man draußen in klirrender Kälte steht, dann fühlt sich das halt so an... was ist den daran soooo negativ?

    während Sterne Balladen glitzern,
    Aha! Künstlich und damit Falsch!!! Schon mal das Funkeln der Sterne in einer klaren Winternacht beobachtet oder das Funkeln der Kristalle von frisch gefallenem Schnee im Mond- oder Sonnenlicht? Nein? Schade für Dich!

    kalter Wind von Klarheit weht
    Tja, das der Wind im Winter keinem tropischen Sturm gleicht, sollte doch wohl klar sein. So klar, wie die Luft in einer klaren Winternacht halt klar ist. Klar soweit?

    und Luft in Scherben zerfriert
    Mit Wortmalereien hast dus wohl auch nicht so, wie?
    Zerfrieren als Synonym für zerfallen oder zerbrechen find ich schön umschrieben.

    Liebe aber wärmt noch
    während sie in bunten Fragmenten,
    aus deinen Augen strahlt
    Da haben wir's wieder!
    Alles negativ... aber kaum wirds mal richtig kuschelig, ist es Dir auch nicht recht! Schade eigentlich, das Du das Werk eines Neulings so zerreißen musst.
    Also weg mit Allem, was fragmentartig und negativ angehaucht ist...

    Da friere ich lieber.
    Besser is dat!
    Unterschätze niemals einen Menschen, der einen Schritt zurücktritt...

    ... er könnte Anlauf nehmen!

  5. #5
    yaira Guest
    Hallo streetoflyrik,
    hallo ihr beiden Vorredner,

    ich möchte mich hier auch noch einschalten, sozusagen vermittelnd zwischen Euphorie und totalem Verriss.
    ich finde nämlich, dass schon schöne Bilder verwendet wurden, ebnso einige Kritikpunkte absolut gerechtfertigt sind:

    Eisbrocken atme ich
    Dieses Bild lese ich ebenfalls mit einer negativen Bedeutung, da es - wie erwähnt - äußerst schmerzhaft klingt. Das Bild an sich finde ich interessant und passend (für ein negatives, schmerzhaftes Gefühl). Die Inversion hat meiner Meinung nach keine vorteilhafte Wirkung.

    während Sterne Balladen glitzern,
    Sterne glitzern Balladen? Dieses Bild erscheint mir doch ziemlich krumm. Goethe schrieb balladen, ja, aber Sterne glitzern welche? Nee, das ist mir nicht stimmig genug. Auch weil die erwünschte Wirkung des Bildes nicht festlegbar ist, was sich ja an den bisherigen Reaktionen aufzeigen lässt.

    kalter Wind von Klarheit weht
    Mir gefällt die Satzkonstruktion hier nicht. "Von Klarheit weht" klingt ein wenig ungeschickt.

    und Luft in Scherben zerfriert
    Dieses Bild gefällt mir ausgesprochen gut. Das "zerfriert" verbindet Kätte und Zerbrechen recht geschickt.

    Liebe aber wärmt noch
    während sie in bunten Fragmenten,
    aus deinen Augen strahlt
    Puh, hier wird das Ganze wirklich kitschig. Der Umschwung ist mir zu plötzlich und die Bilder zu abgegriffen und "süßlich".

    Insgesamt lese ich: Dem lyrischen Ich geht es eigentlich nicht gut, alles in seinem Leben ist negativ (kalt), doch durch die Liebe des lyrischen Ichs gibt es doch etwas positives. das ist ein recht ausfelutschtes Geschichtchen, das sich nur schwer originell verpacken lässt. Einige Ansatzpunkte (schöne Bilder im ersten teil) habe ich gefunden, aber das Ende zerstört diese in meinen Augen wieder.

    Viele Grüße
    yaira

  6. #6
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    Habs noch einmal geändert.

    Danke aber für die vielen Kritiken

  7. #7
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    Hallo, Lilly Joy,
    Deine Replik auf die Kritik von freakozoid ist fast unerträglich unreif. Was erwartest Du denn? Nur "nette" Kritiken? Das wäre doch ein Widerspruch in sich.
    Sei froh, dass Du ihm und nicht mir zuerst in die Fänge geraten bist. Ich unterstreiche jeden Punkt freakazoids Kritik. Er hat Dich in keinem Punkt persönlch angegriffen, aber Du unterstellst ihm, dass er noch nie eine sternenglitzernde Nacht erlebt hat. Du musst Dich fragen lassen, ob Du weißt, was eine Ballade ist. Wenn nein - dann frage ich mich, wieso Du die Sterne welche glitzern lässt; wenn ja - dann frage ich mich das erst recht. Die liebe yaira versucht ja noch, ein bisschen Honig an einer leeren (aber wortreichen, nicht wortgewaltigen) Wabe zu saugen. Wo Lilly Joy "schöne" Bilder sieht, bleibt mir bei aller Fantasie ein Rätsel. Kritik, vor allem glasklar begründete, mein Lieber, die steckt man ein. Alles, was nicht tötet, macht härter!
    heinzi

  8. #8
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    An "kulturheinzi" und den "anderen", dessen Name ich nicht ausschreiben kann:

    Schon mal das Wort "Happy End" gehört? Glaube das trifft hier zu!
    Warum muss Lyrik immer positiv sein?
    Vorallem werden Tatsachen bildlich beschrieben, die in meinen Gedanken schwirren.

    Antwort bitte!

  9. #9
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    Es geht nicht darum, ob Happy End oder absolute Apocalypse als Endfazit steht, sondern ob das Ende logischnachvollziehbar hergeleitet wurde. Das dies nicht der Fall ist, hat freakazoid sehr gut begründet belegt.
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

    Die Melancholie des Seins - Fortsetzungsgeschichte
    Die Melancholie des Seins - Gesammelte Werke

  10. #10
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    Mein lieber streetoflyrik,
    in Deinen Gedanken schwirren Tatsachen, gut! Ich gebe einen Gedanken dazu, den kannst Du dann auch mitschwirren lassen: "... auf groben Klotz ein grober Keil, auf einen Schelmen anderthalbe!" Dieser wunderbare Wahlspruch stammt leider nicht von mir, aber er zwingt mich regelrecht dazu, Dir noch einmal was ins Stammbuch zu schreiben.
    Ob ich schon einmal oder mehrere Male ein happy end erlebt habe, das geht Dich einen feuchten Kehrricht an! Du wirst weder von mir noch dem "anderen" (f r e a k a z o i d zum Mitschreiben) persönlich angegriffen. Es geht um Dein zur Diskussion gestelltes Werk. Das kann jemand gut oder schlecht finden, das kann sogar irgend jemand überhaupt überhaupt nicht interessieren, damit musst Du leben, wenn Du mit einem Deiner Erzeugnisse in die Öffentlichkeit gehst. Unterlass die perönlichen Angriffe! Sonst? Nix. So wichtig wirst Du von mir nicht genommen.
    heinzi

  11. #11
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    Schön und gut. Mit Kritik kann ich leben. Nur es gibt Autoren auf dieser Welt, die wesentlich komplizierter schreiben, als hier aufgeführt.

    Kurz und bündig:

    Die Welt ist kalt
    Es ist noch Tag und die Nacht bricht hinein
    Ich sehe die Sterne glitzern und friere
    Liebe ist in dem Fall das einzige in der Umgebung was wärmt
    Fragmente wegen der Kälte. Diese zerbricht die Strahlen, die aus den Augen meiner Liebe dringen

    Nichts für ungut!!!
    mfg an alle

  12. #12
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    Tja deine Erklärung ist ok, dein Gedicht sagt aber was anderes. Halt uns nicht für blöd, so kompliziert ist dein Gedicht wirklich nicht, das liegt nur dran, dass du einfach nicht gut genug verdichtet hast, was du sagen willst.
    Fragmente z.b. sind nunmal etwas kaputtest, etwas bruchstückhaftes und wirken negativ. Wie das dann wärmen soll ist nicht wirklich nachvollziehbar.
    Geändert von Ensimismado (23.11.2006 um 22:33 Uhr)
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
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    Die Melancholie des Seins - Fortsetzungsgeschichte
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  13. #13
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    Also ich hab niemanden für blöd erklärt und will das auch auf keinen Fall.

    Fragmente sind Bruchstücke, die aus den Augen kommen und um mein Herz herum sich wieder vereinen oder in mir oder in meinen Augen oder auch das die Liebe so groß ist, dass sogar Bruch stücke wärmen. Sucht euch etwas aus, denn aus Gedichten können von jedem unterschiedliche Gedanken entnommen werden. Jeder hat andere Vorstellungen. Oder?

    Es kann einem natürlich auch nicht gefallen, das ist kein Problem.

  14. #14
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    Natürlich hat jeder andere Vorstellungen, wäre ja sonst auch schade. Nur sollten diese Vorstellungen auch ein homogenes Bild ergeben, resultierend aus deinem Gedicht. Und das ist hier nicht der Fall. Du magst das alles schlüssig finden, weil du die Erklärung kennst, der Leser kennt die nicht und trifft auf ein heterogenes Bildergewürfel, was nicht wirklich schön anzuschauen ist und da nützt auch keine Interpretation was. Denn der Leser muss hier zu sehr wohlwollend lesen, was gemeint ist. Klar versteht man letztlich was du willst, aber es wirkt nicht rund, es hackt, und kratzt an allen Ecken und Enden.
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

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  15. #15
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    Tach auch!

    Bin leider est heute dazu gekommen wieder mal reinzustolpern!
    @Heinzi: 'tschuldigung erstmal... so war das ja mal nich gemeint!
    Ich wollte hier wirklich niemanden persönlich angreifen, aber ich hab halt ne andere Meinung... kann doch mal passieren, oda?
    Das Bild mit den sterneglitzernden Balladen fand ich halt auch nett.
    Sicher sind Sterne nicht in der Lage, Balladen zu schreiben bzw zu dichten, aber trotzdem ist die Vorstellung für mich möglich.
    Ich hab Freakazoid auch nicht unterstellt, das er eine fiese Kritik geschrieben hat und ich nur nette Sachen antworte, ich fands einfach gut!
    Außerdem was soll das heißen, ich hatte Glück, dass ich n icht Dir in die Finger geraten bin???
    Sei halt nicht gleich so hart, ich bin ja auch noch neu hier.

    @streetoflyrik: Vielleicht ist es wirklich besser, wenn Du Dir die Mühe machst, und den Namen der anderen User ausschreibst. Einfach kurz runterscrollen dürfte doch nicht zuviel verlangt sein, oder?
    Du willst doch sicher auch lieber persönlich angesprochen werden, alles andere ist unfreundlich!!!

    LG Lilly
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