Thema: Ich bin Musik

  1. #1
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    Ich bin Musik

    Ich Bin Ein Gladiator Zwischen Neubauten
    Ich Bin Ein Schmetterling Grün
    Umwachsen Von Menschen - Gebeinen
    Stöhnen
    Ich Bin Wasser In Deinem Hirn
    Gesammelt Ausgespien Auf Den Asphalt Der
    Unendlichkeit

    Ich Bin Dein Hass
    Ich Bin Deine Liebe - Dein Egoismus
    Ich Bin Gott - es Kind
    Einsam Verlassen
    Im Gewühle Der Tausenden Und Abertausenden
    Nasen Und Ohren Und Münder
    Die Sprechen Zu Mir Und Meinen Mich Nicht

    Ich Bin Mittelpunkt - Punkt
    Ich Bin Mittel Zum Zweck
    Mächtiger Brodelnder Aufkommender Ekel

    Ich Bin Die Kotze In Deinem Sparstrumpf
    Ich Bin Der Jammer Des Geschlagenen Kindes
    Quelle Aller Ohnmacht
    Gestreiftes Lila - Nichts
    Ich Bin Musik
    Bin Musik
    Tam Tam Tamtam Tam

    1989

  2. #2
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    ich weiß nicht warum, aber
    "die kotze in deinem sparstrumpf" finde ich große klasse.
    ob das ganze zusammen irgendwie stimmig ist kann ich grade alelrdings nicht wirklcih beurteilen,

    gn8,
    cherubin
    "Wir stehen, den Kopf geneigt, stehn auf der lichtseite deiner feder"
    aus: R. Kunze, Auf dem Friedhof in Brünn

    Cherubins Hammer

  3. #3
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    nabend...

    Uiuiui, da hab ich direkt einiges zu bemängeln..
    Zum einen die durchgehende Großschreibung aller Worte. Gehört sich für Satzanfang und Nomen, ansonsten vollkommen sinnfrei und überflüssig. Fällt beim Lesen nur störend auf.
    Zum zweiten die rschiedenen Zeilenlängen. Geht das nicht einheitlicher, dass da nicht immer Zeilen vollkommen aus der Reihe tanzen?
    Zum dritten die sinnfreie Trennung von Worten im Vers: "Menschen - Gebeinen" ; "Gott - es Kind" ; "Mittelpunkt - Punkt" etc. Wozu? Klingt doof und sieht auch so aus. Für mich kein Nutzen erkennbar.
    Zum vierten die Formulierungen, die mein Vorschreiber so toll findet. Da kann ich leider garn ichts dran finden. Und was bitte ist ein gestreiftes Lila?

    Also irgendwie mag mich das alles so gar nicht überzeugen. Ich kann allein schon mit der Überschrift im Zusammenhang mit deinen weiteren Ausführungen überhaupt nichts anfangen. Ich denke da kann ma einiges dran tun, viel Vergnügen dabei; ich hoffe meine Anmerkungen helfen dir, obgleich mir keine Verbesserungsvorschläge einfallen.


    Grüße,
    Kleene
    Lieber stehend sterben, als knieend leben.

  4. #4
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    ich denke, du hast das gedicht nicht verstanden

  5. #5
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    Guten Abend KleineSie und recht schönen Dank für deine Wortmeldung

    Die Liebe eines Kindes so leise sie auch sein mag,
    zeugt von einer natürlichen Kraft deren Schrecken sich zeigt wenn sie unerwiedert bleibt.
    Ein ungeliebtes Kind kämpft sich durch sein junges Leben und braucht weitaus mehr an erlebten Jahren um erkennen zu können,daß der Rest der Menschheit nicht unbedingt Schmerz bringt. Das gestreifte LILA-NICHT umschreibt eine Vielzahl von Möglichkeiten in welcher Art und Weise fehlende Lebenserfahrung hemmt sich selbst zu lieben.

    Deine Kritik teile ich in sofern als das mich die geschriebene Weise ebenso kirre macht. Als Entschuldigung muß meine Faulheit dienen all dies nochmal neu zu schreiben (brauche Stunden für zwei Zeilen). Mit dem Stift kann ich zaubern, mit der Tastatur nur klechsen.
    Bei deiner Kritik gegenüber den Worttrennungen stellt sich mir die höfliche Frage auf welche Weise ich diese Vielzahl an Bedeutungen in ein einziges Wort hätte pressen sollen.

    Ich hoffe dir sagen die Bilder zu
    Gruß v. Grille

  6. #6
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    Hallöchen..

    Habe nie behauptet ich hätte es verstanden..
    und so wie du, Grille, mir den hintergründigen Sinn, die Liebe eines Kindes, erklärst, kann ich den leider in diesem Werk nicht finden. Vllt liegt es an Beschränktheit der Gedanken, aber da offenbart sich mir nichts, was in irgendeiner Weise deiner Erklärung nahe kommt. Wie ich Kotze im Strumpf mit Kindern in verbindung bringen soll, geht mir nicht in den Kopf und auch sost finde ich keinen Hinweis, worum es geht, außer die im Titel angesprochene Musik, die allerdings wenig hilfreich und hinführend ist. Also erklär mir doch bitte, wie ich von diesem Text auf die Gefühle eines ungeliebten Kindes schließen soll???

    Zu den --getrenten Worten: wie wärs mit einfach zusammenschreiben?Ohne -? wo ist das Problem "Menschengebeine" als ein Wort zu betrachten?Ein Mittel - Punkt ist auch ohne - ein Mittelpunkt. Und Gott - es Kind bleibt auch ohne - Gottes Kind. Oder nicht?

    MfG, Kleene
    Geändert von kleineSie (23.11.2006 um 15:23 Uhr)
    Lieber stehend sterben, als knieend leben.

  7. #7
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    Hallo KleineSie,
    erstmal vielen Dank für deine Ehrlichkeit.

    Als ich das Gedicht geschrieben habe,
    saß ich, sehr jung an Jahren, mitten in der Leere.
    Ich fühlte mich verlassen,
    um meine Kindheit betrogen.
    Verraten und verkauft vom Leben schlechthin.
    Bevor ich mich aufraffen konnte, meine Zukunft
    nun allein in die Hand zu nehmen,
    durchfuhr mich ein unendlicher Schmerz...

    ...in diesem Augenblick, mit diesem Schmerz in der Brust

    entstanden diese Zeilen.

    Nach außen war ich ein aufgewecktes, starkes Kind.
    Selbstbewußt wie ein Gladiator mitten in der Großstadt
    zog ich mit großer Klappe (Mund) von einem Spielplatz zum anderen.
    Was keiner meiner kleinen Freunde damals vermutet hätte,
    ich pinkelte mir Nachts aus Angst vor der Dunkelheit ins Bett.
    Manches mal fühlte ich mich dem Schmetterling gleich,
    so zart und voller Poesie.
    Aber die großen Menschen um mich herum waren leer.
    Keine schützenden Hände, nur rücksichtslose Füße.
    Sie haben mit allem gespart vor allem mit ihrer Liebe.
    So fühlte ich mich wie die Kotze in ihrem Sparstrumpf.
    Menschen... Gebeine... Menschengebeine
    Ich spielte Gott, war Kind und wollte Gottes Kind sein.

    Nun, lange ist's her Gott sei dank
    Jetzt brauche ich erstmal eine Pause...

    **ill*

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