1. #1
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    Aura des Vergessenen

    Bei den zwei 3ten Strophen, konnte ich mich nicht entscheiden, welche ich nehmen soll

    Aura des Vergessenen

    Töne klirren,
    Bäche fließen,
    Vögel singen,
    Tiere atmen.

    Autos hupen,
    Lieder spielen,
    Menschen rufen,
    Babys schreien.

    Alltagslaute,
    schon bekannt,
    alles Alte,
    längst verbannt.


    oder:

    Alltagslaute,
    schon vertraut,
    alles Alte,
    längst verbaut.



    Ich hoffe, es findet Gefallen, freue mich aber ebenso über Verbesserungsvorschläge und Kritik!
    Mit lieben noch etwas müden Grüße,
    Tiffany
    Geändert von ScarletsTiffany (27.11.2006 um 16:20 Uhr)

  2. #2
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    Here I´m once again

    So der Delfin taucht auch mal wieder auf…
    … Die ersten 2 Zeilen, widmest du der Aufzählung, von Alltäglichen Lauten und Geräuschen. Wobei die erste Sprophe eher von der Natur und die 2. Strophe, vom Menschen handelt. Lasse ich die erste Strophe einfach auf mich einwirken so sehe ich das Bild, von einem Wald oder einer Wiese. Tiere atmen, würde ich gleichstellen mit „Tiere leben“, passt auch gut ins Bild. Doch ist es für mich schwer klirrende Töne in der Natur zu finden, vielleicht reicht meine Phantasie da auch nicht weit genug. Die 2. Strophe ist in sich stimmiger, ich habe das Bild einer Idlyischen Stadt, in der alles seinen gewohnten Gang nimmt. Also, hast du für mich das Bild einer freundlichen Welt erschaffen, von der du dich in der letzten Strophe distanzierst. Das Wort „verbaut“ finde in dem Kontext schöner, weil das Lyr.-Ich gewisse Selbstverantwortung für die entfremdung übernimmt. Sprich: das Lyr.-Ich ist auf Grund von besonderen Umständen, aus dem gewöhnlichen leben gerissen. Meine Deutung.

    Meine Verbesserungsvorschläge:

    Alltagslaute
    schon vertraut,
    ALL DAS Alte * In der schreibweise würde eine größere Verbindung, zu den vorherigen Strophen entstehen... Sprich: all das Alte Lieder spielen, Vögel singen, Menschen rufen ist längst verbaut.

    Aber da will ich nicht Reinreden – das nur zum Nachdenken.

    Also, falls ich mit meinen Deutungen Richtig liege, würd ich noch anmerken, dass mir die Bilder in den ersten 2. Strophen noch etwas zu knapp beschrieben worden waren, also ohne Attribute, welche dem noch etwas mehr Persöhnlichkeit gegeben hätten. Aber vielleicht ist es auch ein Stilmittel der Beschriebenen Distanz…

    So, ich hab mich auch lang genug Ausgelassen und hoffe, das wenn du auch durchfroren meinen Post liest, etwas Freude dadran hast, oder zumindest Freude an der Antwort


    Schönen Abend noch, wünscht der Delfin
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  3. #3
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    Hallo Dolphin,
    herzlich Wilkommen zurück aus der Unterwasserwelt. (:
    Ersteinmal vielen herzlichen Dank für dein Komentar (:

    Zu deiner Deutung, es ist soweit alles richtig, wobei für mich noch der letze kleine Baustein fehlt

    Die "klirrenden Töne" war so ein spontan Einfall, der mir sehr gut gefiel, der aber auch einen Grund bekommen hat in der Deutung, wozu ich im Moment aber hier noch nichts sagen möchte (:

    Alltagslaute
    schon vertraut,
    ALL DAS Alte * In der schreibweise würde eine größere Verbindung, zu den vorherigen Strophen entstehen... Sprich: all das Alte Lieder spielen, Vögel singen, Menschen rufen ist längst verbaut.
    Hatte ich zuerst auch, hab es dann aber geändert, weil ich finde, dass "Alltagslaute" beim lesen nicht mit "All das Alte" harmoniert, es klingt meiner Ansicht nach zu gleich... Aber ich werde nochmal drüber nachdenken! (:

    Ich habe eigentlich sehr bewusst kaum Attribute benutz, um eben diese Distanzierung, wie auch bei "verbaut" (), noch eindringlicher zu gestalten...

    Der Grund, aus dem du das "verbaut" vorziehst, ist der Grund, warum ich mich darin "verliebt" hab *lach*

    Ich habe sehr viel Freude dran gehabt, trotz abgefrorener Finger und verbleibe mit einem herzlichem Dank und lieben Grüßen (:

    Tiffany

  4. #4
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    Ach Scarlet, du bereitest mir eine Nacht wie lange nicht mehr: der Rooibostee duftet nach Kindheit, und erfüllt den ganzen Raum mit dem Geruch des Wohlfühlens. Das dazu passende Teegebäck, verschwindet rasch ohne Spuren zu hinterlassen und das Licht ist matt und verleiht dem Raum eine rot goldene Tönung. Ein schöner Moment der Einsamkeit und des Nachdenkens, obwohl ich eigentlich nur an dich denke und vor allem an das was du dabei gedachtest, als du diese 26 Wörter geschrieben hast.
    Es fehlt ein Baustein: also habe ich meinen Gedanken nicht zu Ende gedacht, oder es gibt einen unberücksichtigten Aspekt. Die klirrenden Töne, für die meine Phantasie nicht gereicht hat und natürlichen den Titel den ich Gewohnheitsgetreu für unwichtig erachtet habe. „Die Aura des Vergessenen“ Ich lächele, nehme einen Schluk Tee und greife nach dem Teegebäck. (von dem nicht mehr viel übrig ist) Aura = „die Ausstrahlung des Vergessenen“. Die Welt, mit all ihren Eindrücken die einem Vertraut sind, muss eine Ausstrahlung (Aura) haben, welche das Lyz.-Ich begünstigt zu vergessen und sich davon zu distanzieren. Meine Teetasse klirrt, wenn ich sie abstelle – kein schönes Geräusch. „Töne“ ist abgesondert von den anderen Subjekten, weil es Allgemeiner ist als: Lieder, Menschen und Autos.
    Meine Hand greift vergebens nach dem Teegebäck und ich merke, wie es ist allein zu sein – Das Klirren ist kein schönes Geräusch, eine Bewertung, ähnlich einem Attribut. Ich lächele wieder und schaue über meine linke Schulter, mitten in ein Foto an meiner Wand – 28 Leute sind drauf, ich dreh mich zurück um Weiterzuschreiben.
    Meine These: Das Lyrische Ich, sieht die Aura der gewöhnlichen Alltagswelt und deren Laute (hier Symbolisch für die Welt), als etwas Unschönes und negatives. (Klirrende Töne*) Es entsteht eine Distanz und das Lyrische.-Ich kann nicht mehr in das Alte zurückkehren (Selbstverantwortlich).

    (* Klirrende Töne sehe ich als Zusammenfassung und Bewertung der anderen Laute.)

    Ich trinke meinen Tee aus und bin vollständig allein, die Arbeit ist verrichtet und der Duft verblasst nach und nach. Es ist 23.35 und irgendwo tief in meiner Seele hoffe ich, dass ich wieder im Unrecht bin und ein weiteres Mal darüber Nachdenken werde.

    Ich hoffe du gehst mit einem Schmunzeln an die Antwort – Dima
    Geändert von dolphin (23.11.2006 um 12:58 Uhr)
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  5. #5
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    Oh ja ich habe geschmunzelt... *lach*
    ...und es tut mir Leid das zu sagen, aber es ist eine nette Interpretation, auf die du aber meine Ansicht nach nur gekommen bist, weil du in dieses Gedicht die Dinge hineinzudenken, von dennen du bei mir zuviel weißt
    Es geht komplett in die falsche Richtung, tut mir Leid...
    Außer der Tatsache, dass das klirren negativ bewertet ist

    Liebe Grüße,
    Tiffany

    Ps: 26 Wörter? *lach* du hast gezählt? *grins*

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