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Thema: Verfolgt

  1. #1
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    Exclamation Verfolgt

    Ich fühl mich gerädert
    vom Laufe der Zeit.
    Ich renn immer schneller,
    doch komm ich nicht weit.

    Die Beine schon taub,
    ich hetz wie von Sinnen.
    Du holst mich zu dir,
    es gibt kein Entrinnen.

    Unendliche Kräfte
    zieh'n mich in ein Loch.
    Da lass ich mich fallen,
    ich liebe dich doch...

    MfG,
    PoD
    Geändert von Patron of Death (16.12.2006 um 20:08 Uhr)
    Das Leben ist hart, aber unfair!...............................................36144mal gelesen, 622 Antworten... Danke! (Stand 17.3.2009)

    < Der Fliesenboden > als Fortsetzung von < Ein Routinier? >
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  2. #2
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    Hallo PoD,

    ein Alptraum?

    Gut geschrieben.

    Ich fühl mich gerädert
    vom Laufe der Zeit.
    Ich renn immer schneller,
    doch komm ich nicht weit.
    xXxxXx
    xXxxX
    xXxxXx
    xXxxX

    Die Beine schon taub,
    ich hetz wie von Sinnen.
    Du holst mich zu dir,
    es gibt kein Entrinnen.
    xXxxX
    xXxxXx
    xXxxX
    xXxxXx

    Unendliche Kräfte
    zieh'n mich unters Joch.
    Da lass ich mich fallen,
    ich liebe dich doch...
    xXxxXx
    xXxxX
    xXxxXx
    xXxxX


    sauber, sauber, mein Kompliment.
    Lediglich will mir der letzte Vers nicht so richtig gefallen.
    Wenn es ein Alptraum ist, dann würde sehr gut passen
    "ins finstere Loch"

    Was meinst du?

    Lieben Gruss, Katzi
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


    ~WÖRTERWUNDERTÜTE~

    Werkeverzeichnis (unvollständig - ruft nach Aktualisierung): Katzenspuren

    ©
    auf alle meine Texte!

  3. #3
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    oh, katzi, schön dich zu lesen!

    Wenn es ein Alptraum ist, dann würde sehr gut passen
    "ins finstere Loch"
    ich hatte zuerst "zieh'n mich in das Loch", aber ich dachte das wär vll ein bisschen missverständlich
    ein Alptraum?
    nein, eher ein Leiden, aber es ist ein albtraum drunter zu leiden....
    Gut geschrieben.
    Danke!

    Ich änder die letzte strophe wieder ins loch um

    EDIT: so besser?
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  4. #4
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    Jetzt mal nur ne Kurzkritik, aber denke die wird dir erstmal genügen, da du selber dann weiter überlegen kannst.

    Zum einen mag ich den Jambus hier nicht, das gedicht fließt mir zu schnell, wirkt leicht und locker, zudem viele helle Vokale die das unterstützen. Der Text zudem sicherlich nicht wirklich tiefsinnig, zwar formal gut gearbeitet, gut umgesetzt, aber nichts wirklich besonderes.

    Und in S3V2 das "zieh'n/ihn" als Binnenreim sowie der Ellision erhöhen dieses Gefühl hier einen fröhlichen Singsang zu hören noch mehr. Zudem sind beides Wörter welche man lang ausspricht, was der Metrik hier wiederum einen abbruch tut.

    So, dies mal meine Sicht der Dinge.

    Gruß,
    Flo
    Neustes Werk aus meiner Feder:
    Liebe und Romantik - Schlaflied (für L.), Ein Leiserwerden, ohne Titel
    Verzweiflung schreit nicht, Verzweiflung schweigt.

    Die Melancholie des Seins - Fortsetzungsgeschichte
    Die Melancholie des Seins - Gesammelte Werke

  5. #5
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    um einen mag ich den Jambus hier nicht, das gedicht fließt mir zu schnell
    und genau deswegen hab ich den rythmus gewählt, damit das gedicht nicht zu langsam wirkt, denn das, würde doch vollkommen gegen den inhalt des gedichtes sprechen, oder habe ich hier unrecht?
    sicherlich nicht wirklich tiefsinnig
    es kommt auf die art der betrachtung/interpretation an
    aber zugegeben, ich selbst finds nicht soooo doll
    "zieh'n/ihn"
    ich habe vergeblich nach dem "ihn" gesucht
    meinst du das "ins", wär das einzige was in die richtung kommen würd, waber das wird wieder nicht langsam ausgesprochen...
    wenn ja, soll ich lieber:
    "zieh'n mich unters Joch."
    oder vll
    "zieh'n mich in das Loch", oä schreiben?!

    und zuletzt:
    Jetzt mal nur ne Kurzkritik
    besser als garkeine, deswegen: danke!

    MfG,
    PoD
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  6. #6
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    Ups, so kurz, dass ich glatt aus ins das Wörtchen ihn gemacht habe. Meinte natürlich ins und da stört die Assonanz einfach, so dass deine beiden Vorschläge besser gefallen.

    Wegen dem Leserythmus, ich hätte einen Trochäus gewählt, zwar auch relativ schnell, aber dunkler und nicht so fröhlich wirkend. Grade weil hier nun Jambus + helle Vokale zusammenkommen ist mir das ein wenig zu viel des Guten.

    Gruß,
    Flo
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  7. #7
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    Hallo,

    Zuerst mal dein Gedicht gefällt mir, es ist schön geschrieben und lässt sich gut lesen.

    Ich finde den Titel unpassend, mir kommt es nicht so vor als ob das LI verfolgt würde, eher als würde es versuchen eine Beziehung zu kitten, aber jeh mehr er/sie sich anstrengt, desto weiter entfernt er/sie sich von seiner Liebe.
    Lieg ich da falsch?

    lg
    "lies keine oden, mein sohn, lies die fahrpläne:
    sie sind genauer."
    H. M. Enzensberger

  8. #8
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    vielen dank, ilena, für die erste interpretation dieses textes!
    neben "alptraum" und "nicht wirklich tiefsinnig" eine interessante sichtweise
    allerdings muss ich sagen der eigentlicher sinn kommt da doch supikatzi am nähsten...
    mich verwundet ein bisschen wie man auf den gedanken kommen kann, das jmd eine beziehung retten möchte, sich jedoch von der geliebten entfernt...
    aber es spricht für dich, etwas aus diesem text heraus zu lesen

    viel spaß noch bei weiteren interpretationen!

    MfG,
    PoD
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  9. #9
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    Ich versuch dich jetzt mal meinen Gedankengang nachvollziehen zu lassen

    Ich fühl mich gerädert
    vom Laufe der Zeit. => er ist im Alltagstrott, und es schmerzt ihn
    Ich renn immer schneller, => jeh mehr er sich bemüht desto weniger erreicht er
    doch komm ich nicht weit.

    Die Beine schon taub,
    ich hetz wie von Sinnen.
    Du holst mich zu dir,
    es gibt kein Entrinnen. => es bringt nichts


    Unendliche Kräfte
    zieh'n mich in ein Loch.
    Da lass ich mich fallen,
    ich liebe dich doch... => es geht um seine Geliebte


    Also des war jetzt die Kurzfassung von dem was ich dabei gedacht habe. Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich im Moment ein wenig emotionsgeladen bin, dass ichdas hier hineininterpretiere..
    lg
    "lies keine oden, mein sohn, lies die fahrpläne:
    sie sind genauer."
    H. M. Enzensberger

  10. #10
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    nein, es ist nicht falsch emotionsgeladen zu sein, im gegenteil!
    ich selbst war in einem ähnlichen zustand als ich dieses gedicht verfasst habe.
    nur habe ich einen anderen hintergrund beschrieben...
    Ich fühl mich gerädert
    vom Laufe der Zeit.
    Ich renn immer schneller,
    doch komm ich nicht weit.
    das lyr. ich wurde durch die lange zeit der emotionen gequält, versucht dem zu entrinnen, jedoch ohne erfolg
    Die Beine schon taub,
    ich hetz wie von Sinnen.
    Du holst mich zu dir,
    es gibt kein Entrinnen.
    obwohl es nicht mehr weiter geht, versucht das lyr. Ich noch zu entkommen, wie in einem wahn, einem verfolgungswahn eines gedanken an das lyr. Du, welcher das Lyr. Ich in jedem moment verfolgt
    Unendliche Kräfte
    zieh'n mich in ein Loch.
    Da lass ich mich fallen,
    ich liebe dich doch...
    unvorstellbare qualen führen das lyr. Ich immer wieder zu dem gedanken an das lyr. Du, welcher die qualen wie ein teufelskreis verstärkt.
    das lyr. Ich gibt sich nach dem kampf geschlagen, lässt sich fallen, von der Leere angezogen, und weiß sich nicht mehr anders zu retten als sich um zu bringen, und weil das lyr ich es nicht ertragen kann daran zu denken, dass das Lyr. Du das lyr. Ich nicht liebt, bringt das lyr. Ich sich um...


    Kurz: jmd verliebt sich unglücklich, versucht vor gedanken weg zu rennen, merkt, dass die gedanken jedoch überall sind und bringt sich schließlich um...

    ich hoffe es verschaft dir einen einblick in meine hintergrundgedanken.
    deine interpretation ist natürlich nicht falsch, denn sie spiegelt nunmal deine ansicht auf das gedicht dar. deswegen ein herzliches dankeschön, dass du mir deine gedanken mitgeteilt hast, ich konnte sie nachvollziehen...
    ob dieses gedicht somit nicht wirklich tiefsinnig ist, ist geschmackssache und ich muss mich der masse des publikums wehrlos hingeben. zerfleischt mich bitte nicht

    MfG,
    PoD
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  11. #11
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    verfolgt sei wer sich verfolgen lässt...

    Zitat Zitat von Patron of Death
    Ich fühl mich gerädert
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    Ich renn immer schneller,
    doch komm ich nicht weit.
    -flüchtest vor dir, die flucht ist umsonst
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    Du holst mich zu dir,
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    l-lass dich holen, es hilft dir vielleicht
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    Da lass ich mich fallen,
    ich liebe dich doch...
    -kräfte, die heilen, nimm sie an..
    MfG,
    PoD
    sehr schöner sinn von dir erfasst...gruss sataninsche

  12. #12
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    hallo sataninsche! (welch schöner name
    dein kommentar wirft fragen auf: ich verstehe nämlich bahnhof
    war das "-flüchtest vor dir, die flucht ist umsonst", "l-lass dich holen, es hilft dir vielleicht", "-kräfte, die heilen, nimm sie an.." von dir?
    wenn ja, so wage ich zu sagen das diese "heilenden kräfte" sich nicht sehr gut auf.. die lebendigkeit des lyr. Ichs auswirken
    wäre nett, wenn du mir den sinn nochmal flüstern könntest

    MfG,
    PoD
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  13. #13
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    ja, das war von mir...
    es soll sich nicht auf dein lyrisches ich auswirken, sondern die kräfte gibt dir, zu wem du fliehst...

    sataninsche

  14. #14
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    mir persönlich gefällt dein gedicht sehr gut!
    bravo, weiter so!

  15. #15
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    @xfallen_angelx: danke schön, wenn es dir gefällt!

    @sataninsche: ich glaube ich verstehe deine gedanken...
    aber ich fliehe trotzdem vor dem lyr. Du, so weit ichs schaffe...

    MfG,
    PoD
    Geändert von Patron of Death (21.01.2007 um 17:32 Uhr)
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