1. #1
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    Theorien, die ich hegte

    Der Gedanke, eine Waffe gebrauchen zu müssen im Bewusstsein,
    welcher Schaden durch ihren Gebrauch angerichtet wird,
    löst in mir einen Konflikt hervor,
    der sich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren lässt.
    So könnte ich niemanden erschießen, von dem ich weiß,
    dass dieser Mensch Freunde, Angehörige oder Familie hinterlässt,
    für deren Leid ich verantwortlich bin.
    Doch, gilt dies auch für den Fall,
    dass ich mich selbst erschieße ?

  2. #2
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    erstmal: hi
    dein text ist sehr interessant, aber... eigentlich nur ein gedanke, der grundbaustein eines gedichtes... bau mauern aus metrik, böden aus grammatik und ein dach aus metaphern außenrum, dann erst ist dies ein gedicht
    gegebenfalls noch möbel aus reimen, aber die sind nicht immer wichtig

    ich hoffe ich konnte dir helfen...

    MfG,
    PoD
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  3. #3
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    Ich experimentiere gerne mit solchen Formen, in diesem Fall gerade, weil es etwas Natürliches besitzt. Ich weiß sehr wohl, dass es sich nicht um ein Gedicht in dem Sinne handelt, vielmehr um einen Gedankenfetzen, den ich hier anführe. Wie du es beschrieben hast - indem ich den Text "verbaue" - geht meiner Meinung nach etwas von diesem Natürlichen, Realistischen verloren, was wiederum nicht in meiner Absicht steht.
    Danke für deine Tips, werde sie im Folgenden beherzigen.

    Hochachtungsvoll
    Sommerfeld

  4. #4
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    meiner Meinung nach etwas von diesem Natürlichen, Realistischen verloren
    du hast recht, meistens geht zu viel verloren, doch wenn man es schaft dies zu verhindern, hat man ein gedicht der superlative geschrieben, allerdings: dies ist sehr schwer...
    ich bin der meinung es lohnt sich dafür zu arbeiten, ein einziges mal ein wirklich "schönes"(=gutes) gedicht zu schreiben!

    außerdem: ich sitze lieber in einem gedicht-haus, als auf dem grundstein, denn da zieht der wind der kritik nicht so hart

    MfG,
    PoD
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  5. #5
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    Der Gedanke ist nicht neu, aber m. E. nichtsdestoweniger zeitlos-aktuell...ich denke, die Antwort lautet "Ja", man hat Verantwortung für seine Freunde, Familie usw...da sieht man auch die Existenzphilosophie (Sartre und so) an ihrer totalen Abstraktion kranken...nach Camus nimmt man das Leben an, d. h. man hat Verantwortung für sich und das große Ganze - wenn man diese ablehnt, hat man die Entscheidungsfreiheit, sich umzubringen...dem kann man zustimmen - wie ich das aber meinem kleinen Bruder in einem Abschiedsbrief erklären sollte, weiß ich beim besten Willen nicht, denn vermutlich fügt man einem Menschen dadurch nicht nur großen Schmerz zu, sondern erhöht (statistisch gesehen) auch dessen Selbstmordwahrscheinlichkeit...das ist eine mögliche Schuld, die man trägt, ob man will oder nicht...

    So, Patron hat natürlich Recht, das ist kein Gedicht...falsches Forum, würde ich sagen ...eure Diskussion betreffend möchte ich euch beiden widersprechen...1. ein Gedicht ist ein Kunstprodukt, es ist so konstruiert und artifiziell wie sonst keine andere Textform...es geht darum, mit den passenden sprachlichen Mitteln eine bestimmte Wirkung beim Rezipienten hervorzurufen...ein Gedicht, wenn es denn auch für andere und nicht nur für dich selbst sein soll, muss nicht zwingend authentisch sein, sondern technisch gut und bestenfalls formal und inhaltich originell...2. Dass das mit Metrik und Reimen erzielt wird, also mit Stilmitteln, die als veraltet angesehen werden, ist EIN Weg zum Erfolg - aber durchaus nicht der ausschließliche und m. E. in diesem Fall auch ein unangebrachter...ich würde es an deiner Stelle mit dem freien Vers versuchen, wenngleich das auch sehr viel schwieriger ist, da du Metrik und Reime, die dir normalerweise "Halt geben", ersetzen musst durch eine eigene Sprachmelodie, durch bewussten Einsatz von Wiederholung und Variation in Grammatik, Wortwahl usw....was du auch machst, viel Erfolg jedenfalls...

    Till
    "Here was a generation...grown up to find all gods dead, all wars fought, all faith in man shaken."
    (F. Scott Fitzgerald)


  6. #6
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    du hast vollkommen recht Till, aber ... ich habs schöner gesagt
    und irgendwie... mein ich ja des gleiche wie du, man kann ja auch ein "modernes" haus bauen, flachdächer, iglus, zelte,...
    die welt der gedichthäuser ist groß
    da können natürlich auch freie konstruktionen sein...

    MfG,
    PoD
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  7. #7
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    Zitat Zitat von Patron of Death
    und irgendwie... mein ich ja des gleiche wie du, man kann ja auch ein "modernes" haus bauen, flachdächer, iglus, zelte,...
    die welt der gedichthäuser ist groß
    Das sind dann wohl die kunstvollen Metaphern, von denen du gesprochen hast ...

    Aber nichts für ungut - ich hatte nur (fälschlicherweise) aus deinem Beitrag geschlossen, du meintest lediglich die "klassische" Gedichtsarchitektur...

    Till
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