Mein Inneres, es lebte kaum,
zerstört durch falsche Liebe,
mein Herz hing wie am Todesbaum,
verletzt durch kalte Hiebe.

Gabst den Schwur ganz feierlich,
Versprechen ohne Zahl,
brachst alles dann ganz widerlich,
lebtest nur nach Deiner Wahl.

Gekränkter Stolz, angeblich Ehre,
brachten Dich auf Raches Pfaden,
tust nun so als ob nichts wäre,
schnittest meines Geistes Faden.

Als ich unser Kind behütet,
gabst Du dich auch andren hin,
Deine Dummheit hat gewütet,
ohne Dank und ohne Sinn.

Für Deine Freiheit gabst Du alles,
auch die Menschen um Dich rum,
und in des Rausches tiefen Falles,
lärmtest Du uns alle stumm.

Gabst nichts und nahmst doch alles,
Seelenleichen sind Dein Spaß,
bist die Mutter des Verfalles,
in Blindheit, Gier und voller Hass.

Doch jetzt da ich Dein Handeln sehe,
weiß ich eines ganz gewiss,
das ich ohne Dich durchs Leben gehe,
und nichts an Dir vermiss.