1. #1
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    Der arme Heinz

    Mancher kriegt in diesem Leben
    nur die Arschkarten gegeben.
    Wie mein alter Kumpel Heinz,
    ein Leben wie der hatt' kaum einer eins.

    Vom ersten Schrei an wurde klar,
    daß er was Besonderes war.
    Der Pädiater gab ihm satt,
    statt des Klappses auf den Po,
    einen auf das Zifferblatt:
    Fresse gibbet sowieso.
    Und so ging es immer weiter,
    niemals wurd' er wirklich froh.
    Kaum war er im Kindergarten:
    Fresse gibbet sowieso.

    In der Schule, in der Lehre,
    immer hieß es gleich Hallo,
    als ob er verzaubert wäre:
    Fresse gibbet sowieso.

    Auf die Zwölf und auf die Glocke,
    ständig war die arme Socke,
    nur der Amboß, nie der Hammer.
    Haumichblau, ich brauch das so.
    Schließlich rührte sein Gejammer,
    einen Engel, irgendwo.
    Welcher holt' ihn von der Erde
    in des Himmels Indigo.
    Doch auch da schallt die Posaune:
    Fresse gibbet sowieso.
    Ich darf das.

  2. #2
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    Hallo ruelfig,
    trotz des recht ernsten Themas konnte ich mir ein gewisses Schmunzeln nicht verkneifen Das erreichst du auch durch die Wiederholung von "Fresse gibbet sowieso"
    Die Metrik im Gedicht holpert ziemlich hin und her, vielleicht kannst du hier noch etwas tunen.
    Die Pointe würde ich auch noch etwas schärfen. Statt zu schildern, dass es im Himmel so weiter ging, könntest du dir vielleicht etwas ausdenken, weshalb er wieder eine auf die Nuss bekam, um dann wieder am Ende anzukommen: Fresse gibbet sowieso
    VG Steffen
    Bist du ernst, mit flachen Lippen,
    solltest du mal lachen, flippen.

  3. #3
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    Ja, da war ich etwas schlunzig, das Ding muß nochmal in die Werkstatt. Aber ein anderes Ende? Es sollte da enden, wo es begann. Nachdenk.
    Danke auch von Heinz,
    R
    Ich darf das.

  4. #4
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    Mancher kriegt in diesem Leben
    voll die Arschkarte gegeben.
    Wie mein alter Kumpel Heinz,
    solch ein Dasein gab es nur eins.

    Sein erster Schrei schon machte klar,
    daß er was Besonderes war.
    Pädiatrisch gab es satt,
    statt des Klappses auf den Po,
    einen auf das Zifferblatt:
    Fresse gibbet sowieso.
    Und so ging es immer weiter,
    niemals wurd' er wirklich froh.
    Kaum war er als Kind mal heiter:
    Fresse gibbet sowieso.

    In der Schule, in der Lehre,
    immer hieß es gleich Hallo,
    als ob er verzaubert wäre:
    Fresse gibbet sowieso.

    Auf die Zwölf und auf die Glocke,
    ständig Amboß, niemals Hammer.
    Immer tönt es aus der Ferne:
    Hau mich, Chef, ich brauch das so.
    Schließlich rührt der armen Socke
    stilles Leiden, stummer Jammer,
    Engelsherz, das holt ihn gerne
    in des Himmels Indigo.
    Doch auch da schallt die Posaune:
    Fresse gibbet sowieso.

    Dieser Heinzi, als Vertreter,
    für die ganze Menschenheit,
    Mitleid kriegt er vielleicht später.
    Fresse gibbet Ewigkeit.
    Ich darf das.

  5. #5
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    Hallo ruelfig,
    schon besser
    Hier nun mein Vorschlag, wenn es recht ist jetzt dürfte nur noch die Arschkarte haken, die aber ein Schlüsselwort ist, deshalb blieb sie unangetastet...

    Mancher kriegt in diesem Leben
    voll die Arschkarte gegeben.
    Wie mein alter Kumpel Heinz,
    dessen Dasein war so eins.

    Erstmals schrie er, völlig klar,
    daß er was Besonderes war.
    Pädiatrisch gab es satt,
    statt des Klappses auf den Po,
    einen auf das Zifferblatt:
    Fresse gibbet sowieso.
    Und so ging es immer weiter,
    niemals wurd' er wirklich froh.
    Kaum war er als Kind mal heiter:
    Fresse gibbet sowieso.

    In der Schule, in der Lehre,
    immer hieß es gleich: „Hallo!“.
    Schläger gaben sich die Ehre,
    Fresse gibbet sowieso.

    Auf die Zwölf und auf die Glocke,
    ständig Amboß, niemals Hammer.
    Immer tönt es aus der Ferne:
    Hau mich, Chef, ich brauch das so.
    Schließlich rührt der armen Socke
    stilles Leiden, stummer Jammer,
    Engelsherz, das holt ihn gerne
    in des Himmels Indigo.
    Doch da schallt schon die Posaune:
    Fresse gibbet sowieso.

    Dieser Heinzi, als Vertreter,
    für die ganze Menschenheit,
    Mitleid kriegt er vielleicht später.
    Fresse gibbet Ewigkeit.

    VG Steffen
    Bist du ernst, mit flachen Lippen,
    solltest du mal lachen, flippen.

  6. #6
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    Danke,
    ich les mir das in Ruhe durch. Remix folgt, du kriegst die credits. So klappt das auch mit den Gedichten,
    Grüße,
    R
    Ich darf das.

  7. #7
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    Steffen,
    habe die Arschkarte gebügelt. Hier der remix:

    Mancher kriegt, in diesem Leben,
    nur die Karte Arsch gegeben.
    Wie mein alter Kumpel Heinz,
    dessen Dasein war so eins.

    Schon am Anfang merkte er,
    daß er was Besondres wär.
    Pädiatrisch gab es satt,
    statt des Klappses auf den Po,
    einen auf das Zifferblatt:
    Fresse gibbet sowieso.
    Und so ging es immer weiter,
    niemals wurd' er wirklich froh.
    Kaum war er als Kind mal heiter:
    Fresse gibbet sowieso.

    In der Schule, in der Lehre,
    immer hieß es gleich: „Hallo!“.
    Schläger gaben sich die Ehre,
    Fresse gibbet sowieso.

    Auf die Zwölf und auf die Glocke,
    ständig Amboß, niemals Hammer.
    Immer tönt es aus der Ferne:
    Hau mich, Chef, ich brauch das so.
    Schließlich rührt der armen Socke
    stilles Leiden, stummer Jammer,
    Engelsherz, das holt ihn gerne
    in des Himmels Indigo.
    Doch da schallte die Posaune:
    Fresse gibbet sowieso.

    Dieser Heinzi, als Vertreter,
    für die ganze Menschenheit,
    Mitleid kriegt er vielleicht später.
    Fresse gibbet Ewigkeit.
    Ich darf das.

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