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Thema: Zerfall

  1. #1
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    Zerfall

    Überarbeitete Version

    Die Seeleneingangstore sind geschlossen,
    zu Markt getragen ist die dünne Haut,
    Gefühle sind zu schwarzem Eis gefroren,
    die Nacht verschlingt den letzten Klagelaut.

    Der schwere Regen klopft an blinde Fenster,
    Erinnerungen schwelen in der Glut,
    der Krug der Träume liegt in tausend Scherben,
    aus Wänden kriechen Schatten böser Brut.

    Die fetten Spinnen weben fahle Netze,
    wo Trauer abgrundtiefen Hass gebiert;
    das Fundament zerfällt und Grauen senkt sich
    auf die Ruine, die der Tod regiert.
    ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

    (Originalversion)

    Die Seelensiegestore sind geschlossen,
    zu Markt getragen ist die dünne Haut,
    Gefühle sind zu schwarzem Eis gefroren,
    die Nacht verschlingt den letzten Klagelaut.

    Der saure Regen klopft an blinde Fenster,
    Erinnerungen schwelen in der Glut,
    der Krug der Träume liegt in tausend Scherben,
    an kahlen Wänden klebt geronn'nes Blut.

    Unzähl'ge Spinnen weben ihre Netze,
    enttäuschte Hoffnung kalten Hass gebiert,
    das Fundament zerfällt und Schweigen senkt sich
    auf die Ruine, wo der Tod regiert.
    Geändert von Lailany (17.01.2013 um 12:33 Uhr)

  2. #2
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    hallo lailany
    da hast du mir ja mal wieder den tag versüßt mit deinem gedicht.
    endlich hab ich nach langem suchen etwas lesenswertes gefunden
    dann hat sich das warten ja gelonht.
    gefällt mir wiedereinmal sehr gut dein gedicht.
    eine sehr bedrückende und melancholische stimmung bringst du damit rüber und die bidler gefallem mir sehr gut.
    auch die metrik stimmt und das reimschema hältst du durch.

    sehr gern gelesen

    lg
    rose
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    frisch aus meiner Feder Seelenbrand im Stundenschlaf, Göttertanz, Seelenduett,
    Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben
    Hermann Hesse

    *schwarzeRose*

  3. #3
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    Liebe Lailany,

    am Ende des Lesens fühlt man sich, als wäre man ein Haufen tote Asche,
    so eindringlich schilderst du den Zerfall.

    Die Bilder, die dabei vor meinem inneren Auge entstehen,
    könnten einem Horrorfilm entsprungen sein...

    Gut geschrieben, sehr lesenswert und spannend.

    Lieben Gruss,
    Katzi
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


    ~WÖRTERWUNDERTÜTE~

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  4. #4
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    @Liebe *schwarzeRose*

    Vielen Dank, dass ich Dir mit diesem doch etwas dunkelschwarzem Dings den Abend versuessen konnte...womit sich mir die Frage aufdraengt: was ist denn bei Dir dann 'sauer'?

    Das Lob nehm ich wie immer gerne und dankend an.

    Herzliche Gruesse
    von Lailany
    ~ ~ ~

    @Liebe supikatzi!

    Ja, meine letzten Erguesse sind wie Tag und Nacht...

    Freut mich, dass ich die Stimmung gut rueberbringen konnte, wenns sogar spannend war fuer den Leser, dann bedanke ich mich natuerlich ganz herzlich fuer das Lob.

    Es winkt
    die Lailany

  5. #5
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    Hey Ev,

    stimmt, wie Tag und Nacht. Das ist gut so. Das ist die Muse


    Übrigens: wie ich sehe, hats geklappt mit der Farbe und allem Drum und Dran *freu*

    *wink* mit gaaaanz langer Hand
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  6. #6
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    Hallo Lailany

    Hab dein geidcht jetzt mehrmals gelesen und es wirklich genossen;
    es fließt ganz wunderbar in den Zerfall^^

    Die Stimmung, die du schaffst ist mir sehr nah gegangen, wohl auch weil dein Gedicht so gut in den Herbst passt.

    Ganz tolle Bilder!

    Liebe Grüße aus dem Luftschloss
    "Das ewige Nichts ist okay, wenn man entsprechend gekleidet ist." Woody Allen

  7. #7
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    @Hallo supikatzi!

    Ziemlich launenhaft...*g*, die Muse..iss wohl kein Zufall, dass sie weiblich ist..

    Nochmals danke fuers Helfen, hat sogar aufs erste Mal geklappt und sogar meine Lieblingsfarbe ist vorhanden...

    Liebe Gruesse
    von Lailany
    ~ ~ ~

    @Hallo *cinderella*!

    Dein Kommentar freut mich sehr, besonders dass Du es ein paarmal gelesen hast, das ist ein grosses Lob. Dafuer bedanke ich mich ganz herzlich.

    Schoenes WE
    wuenscht Lailany

  8. #8
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  9. #9
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    Hallo Lailany

    Ein sehr düsterer Text, den du da einstellst, und doch liest er sich sanft und fliessend - was ihn noch fast fieser macht.
    Die Bilder sind zwar schön umgesetzt, aber doch etwas abgedroschen: Das geronnene Blut vor allem erinnert an Psycho, die Zeile gefällt mir nicht wirklich...
    Aber sonst: bittersüsse Trauer, wie die Polio-Schluckimpfung: Der Nachgeschmack ist unvergessen

    LG
    yarasa
    Saitenweise Ideen
    aber vielleicht leckt das Gehirn so sehr, dass ich auch mal wieder dichtend unterwegs sein werde

    Eine Art Grundsatzpapier zu meinen Kritiken
    yarasas Fingerübungen

    Die Frederick-Maus hat mich schon als Kind nachhaltig verdorben. Von da an wollte ich Dichterin sein.

  10. #10
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    Liebe yarasa!

    Danke schoen fuer Deinen Kommentar und die wohlmeinenden Worte.

    Auch wenn das Dings diesmal net so gelungen war, freu ich mich trotzdem ueber jede Meldung, hilft es doch, es das naechstemal besser zu machen.
    Iss schon gut, wenn manchmal der Hoehenflug ein wenig gebremst wird, das spornt die grauen Zellen und den Ehrgeiz umso mehr an...

    Hm..das mit dem Blut..naja, das iss wohl wirklich ein wenig zuviel des Guten, mir iss ne Moeglichkeit eingefallen, aber find es schwierig, diese objektiv zu betrachten im Moment.
    'aus Spiegelscherben starrt Gedankengut'...oder
    'aus nackten Waenden starrt Gedankengut'...

    Iss wohl auch net so sehr das Gelbe vom Ei, was meinst Du?
    Hab fuer dieses Zeilenende auch noch 'boese Brut' im Auge, such aber dafuer noch einen Zusammenhang mit Rache- oder Vergeltungsgedanken..

    Ich grueble weiter...
    Vielleicht kommt ja noch der eine oder andere Vorschlag reingeflattert.

    Herzliche Gruesse
    von Lailany

  11. #11
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    Hallo du ,
    da gibts ja mal wieder was von dir zu lesen.

    Die Seelensiegestore sind geschlossen,
    zu Markt getragen ist die dünne Haut,
    Gefühle sind zu schwarzem Eis gefroren,
    die Nacht verschlingt den letzten Klagelaut.
    xXxXxXxXxXx
    xXxXxXxXxX
    xXxXxXxXxXx
    xXxXxXxXxX
    die strophe ist gut.
    nur die deutung ist schwierig. mir gefällt zwar das wort seelensiegestore, aber ich weiß noch nich genau wie ich das zu interpretieren habe. heißt das, dass sich die seele an nichts mehr erfreuen kann? oder wann siegt eine seele...
    "schöne" bilder.

    Der saure Regen klopft an blinde Fenster, <- das gefällt mir sehr.
    Erinnerungen schwelen in der Glut,
    der Krug der Träume liegt in tausend Scherben,
    an kahlen Wänden klebt geronn'nes Blut.
    xXxXxXxXxXx
    xXxXxXxXxX
    xXxXxXxXxXx
    xXxXxXxXxX

    Unzähl'ge Spinnen weben ihre Netze,
    enttäuschte Hoffnung kalten Hass gebiert,
    das Fundament zerfällt und Schweigen senkt sich
    auf die Ruine, wo der Tod regiert.
    xXxXxXxXxXx
    xXxXxXxXxX
    xXxXxXxXxXx
    xXxXxXxXxX.
    metrum durchgängig.
    die zweite zeile will mir hier nicht so recht gefallen.
    satzbau stimmt nicht so ganz.
    vlt.: enttäuschte Hoffnung, die den hass gebiert
    außerdem könnte man vlt. das "wo" ersetzen mit "in".
    aber das ist geschmackssache.
    sehr gewaltig dein werk. der inhalt findet seine wirkung.
    gern gelesen und kommentiert
    liebe grüße
    Onkie

  12. #12
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    Hallo Onkie!

    Freut mich, dass Du Dich in meine unwirtliche Ruine verirrt und auch verweilt hast.

    Seelensiegetore:
    ein Sieg der Seele ist erfuellte Liebe, Freude ueber etwas, was man erreicht hat...und so...also zumindest in meiner Vorstellung..
    das Seelentore macht man dicht bei enttaeuschter Liebe, Frust...usw..

    Ich hoffe, ich konnte diese Wortkreation, die meinem Hirnbrei da entglitten ist, ein wenig verstaendlicher machen...

    Stimmt, ein wenig verdreht ist der eine Satz, immer gelingts mir halt noch net, alles perfekt zu loesen.
    Dreh ich dran rum, entgleist die Metrik..auf die leg ich in diesem Fall mehr Wert, weil die Bedeutung trotzdem rueberkommt.

    Deinen Vorschlag fuer die letzte Zeile kann ich net einbauen, da das die Metrik umschmeissen wuerde.
    Ich wuerds dann so betonen:
    auf die Ruine, in der Tod regiert
    xXxXxxxXxX

    das soll aber net verbindlich sein, weil ich manches anders, oesterreichisch betone.

    Danke fuer die ausfuehrliche Beschaeftigung, fuers Besenfen und natuerlich fuers Lob!

    Es winkt aus der Ferne
    Lailany

  13. #13
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    hallo du,

    hab dein gedicht mit genuß gelesen. ich mag das gern, wenn jemand über den ZERFALL schreibt. wie eine vorrednerin meinte, man merkt den langsamen (oder fließenden) zerfall sehr schön. ich hab ja jetzt deine gedichte so durchgesehen und muss dich fett loben, denn du hast eine poetik in deiner sprache, die mir fehlt.
    das wort: seelensiegestore finde ich phantastisch. wirklich gut ausgedacht. auch das bild mit den spinnen ist sehr stimming. alles in allem ein wunderbares werk von dir.
    alles liebe cori

  14. #14
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    Liebe cori!

    Herzlichen Dank fuer Deinen tollen Kommentar.
    Bei so vielen Komplimenten werd ich ja gleich ganz verlegen..
    aber freuen tut's mich natuerlich schon sehr.

    Ich muss auch zugeben und kanns net oft genug betonen, ich habe sehr viel gelernt hier und die Hilfe, die man hier so grosszuegig angeboten bekommt, ist Goldes wert.

    Und so, wie Du schreibst, das koennt ich net, in so wenigen Worten so viel zu vermitteln..bei mir iss es immer mehr, wenn ich was zu sagen hab..

    Einen schoenen Gruss
    nach Wien von
    Lailany

  15. #15
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    Zitat Zitat von Lailany
    Zerfall

    Die Seelensiegestore sind geschlossen,
    zu Markt getragen ist die duenne Haut,
    Gefuehle sind zu schwarzem Eis gefroren,
    die Nacht verschlingt den letzten Klagelaut.

    Der saure Regen klopft an blinde Fenster,
    Erinnerungen schwelen in der Glut,
    der Krug der Traeume liegt in tausend Scherben,
    an kahlen Waenden klebt geronn'nes Blut.

    Unzaehl'ge Spinnen weben ihre Netze,
    enttaeuschte Hoffnung kalten Hass gebiert,
    das Fundament zerfaellt und Schweigen senkt sich
    auf die Ruine, wo der Tod regiert.

    Nohm Lailany

    Nun liest man keine konkrete Handlung und keinen eindeutigen Weg und wird als Leser in die Schwärze einer Welt gestoßen, die du, o Grausame, dem Hades gleich mit feiner und doch eiskalter Hand regierst. Wo nun sein schwaches Ich finden? Wohin sich wenden und was für was empfinden?
    Die Stimmung ist fatal, die Farben leuchten nicht. Es sticht nur die Glut als einzig Wärme spendendes Element hervor. Hier könnte man Wärme erwarten und in dunkler Nacht, in der man wandelt, Trost finden, wenn nicht, du Ungeheure, du hier die Erinnerungen verbrennen würdest. Wähnte man sich wohlig und warm, herrscht finster hier dein Dichterarm.
    Auch sind die Träume dahin, der Krug ist zerbrochen und sie in alle Welt verstreut. Du lenkst den Leser so brachial in den Zerfall hinein, dass man weinen möchte, wenn man nicht ob der Bilder vor Schrecken versteinerte. Nicht, dass alles dunkel und kalt und schmutzig ist, nein, die Geräuschkulisse lehrt uns das Fürchten. War nicht ein Klagen dort im Wind? Kaum hörbar und doch gruselt's uns. Und dumpf dies schlagen vieler Tropfen des Regens, zerbrechende Keramik und der hohle Widerhall der kahlen Wände, die starr und unheimlich vom Tod erzählen, indem sie Blut getränkt sind.
    Uns fröstelt im schwarzen Eis und im kalten Hass, uns ängstigt die Dunkelheit. Uns lässt das Gehörte erzittern und nun warten ungezählte Spinnen auf, deren flinke Beine tapsend den Horror perfektionieren. Wie grausam bist du mit deinen schweren Jamben hier am Werke? Wie glaubwürdig verkaufst du den Schrecken, den Verlust, den Zerfall, den Tod?
    Mich gruselt's. Nichts mag ich berühren aus Angst in klebriges Blut oder Spinnennetze zu fassen, nicht mag ich rasten aus Angst zu erfrieren, ewig muss ich wandeln, um dem Schrecken zu entkommen. Doch wohin, - doch wohin? Das ist die Hölle. Keinen Hort, keinen Rückhalt und ein ewiges Vergehen.

    Metrisch übezeugt dein schwerer fünfhebiger Jambus und dein ebenfalls nicht gerade leichtes und unheilschwangeres Reimschema zu ABCB. Der Wechsel zwischen männlichen und weiblichen Kadenzen irritierte mich anfangs, da mir die männlichen zuerst zu leicht waren. Weibliche hätten hier die Szenerie, so möglich, verdunkelt.
    Leicht störe ich mich am sauren Regen, der mir zu ökologisch erscheint und mich in eine andere Welt, als die des Zerfalls entführt, auch wenn er erheblich zum Zerfall der realen Welt beiträgt. Ein dunkleres, mächtigeres Adjektiv könnte hier vielleicht aushelfen, um die Verschiebung in den Umweltschutz zu verwehren.

    Insgesamt: verdammt gut gelungen

    Prädikat:
    Eine bittersüße Allegorie dunkelster Magie und schwerster Töne, gruselig und unheilsschwanger: außerordentlich lesenswert

    Allerbeste lyr. Grüße
    mechellion
    Geändert von mechellion (11.12.2006 um 21:03 Uhr)

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