1. #1
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    Christen in der Schule I

    Schülercafé,
    Ort der Schüler
    In der Schule
    (ohne Kaffee).

    Tischtennisplatte. Sechste Stunde,
    Rundlauf.
    Du bist raus!
    Nein, bin ich nicht.
    Gerangel.
    Neuntklässler tritt Sechstklässler
    (in den Magen).
    Tränen.

    Beobachtungshaltung:
    Christliche Sozialarbeiterin schlichtet,
    tröstet, richtet.
    Frage:
    Lässt sie ihn nun zurücktreten,
    das kleine Opfer,
    auf einem Stuhl stehend
    in den Magen des Täters?

    Magen um Magen,
    Spiel um Spiel.

    Schuld und Dummheit;
    Christentum im
    Schülercafé.
    "Ich lief vom Pontius zum Pilatus. Pontius /
    War weggereist. Pilatus war im Bad."
    Brecht, Ui

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  2. #2
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    Hallo hoeyo,

    Titel und Inhalt gehen nicht zusammen.
    Du schilderst Kinder in der Schule.

    Andernfalls hielte der Sechstklässler auch seine linken Magen hin.

    Mach doch lieber eine Kurzgeschichte daraus, ohne eine zynische Moral in den Vordergrund zu rücken. Das wäre doch viel reizvoller.


    Gruß
    Ulrich
    Geändert von Erebus (25.11.2006 um 00:40 Uhr)
    .....
    D i e.....v e r s u c h t e.....W e l t ............
    ......a u s g e w ä h l t e .....T e x t e ......
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  3. #3
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    Auge um Auge, Zahn um Zahn ist meines Wissens nach ein Übersetzungsfehler und heißt soweit ich weiß eigentlich Auge für Auge, Zahn für Zahn...
    Trotzdem wird die Lehrerin kaum Schmerzen austauschen können, da nützt ihr auch ihre christliche Nächstenliebe nicht viel...

  4. #4
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    ich vermute mal, dss diese geschichte auf waher begebenheit beruht, du dabei warst, und uns hier aber der hintergrund fehlt, bzw. das gedicht schafft es nicht, diesen zu schaffen.
    dass eine aufsichtsperson schlichten soll, ist richtig, wie sie das macht, ist ihre ermessenssache, und ob sie christlich oder weissderteufelwas ist, spielt doch keine rolle.
    willst du die problematik christlicher rechtsprechung kritisieren? warum sollte sie dasüberhaupt aus diesem hinergrund tun? (da fehlt uns eben wohl die genauere kenntniss der situaton oder der besagen dame). der welche religiösität wünschst du dir eher, von der lehrperso, welche dieses leidige amt der pausenausicht übernimmt?
    gruass lepi
    .
    .
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  5. #5
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    Das was du an deiner deutschen Umgebung peinlich findest schiebst du der Religion in die Schuhe, "sehr kreativ" muss ich sagen, "sehr kreativ"...
    "Bravo"...

  6. #6
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    Um Missverständnisse zu klären werde ich mal das Gedicht auseinander klamüsern:

    Schülercafé,
    Ort der Schüler
    In der Schule
    (ohne Kaffee).
    Ort des Geschehens ist eine Schule, die normalerweise als Bildungsträger des Staates von jedweder Religion (außerhalb des freiwilligen Religionsunterrichtes) geschützt sein sollte.

    Tischtennisplatte. Sechste Stunde,
    Rundlauf.
    Du bist raus!
    Nein, bin ich nicht.
    Gerangel.
    Neuntklässler tritt Sechstklässler
    (in den Magen).
    Tränen.
    Die Szene beschreibt zwar Schüler, findet jedoch in einer christlichen Herberge statt (die Kinder spielen dort in den Pausen) und ist somit als Vorläufer für folgendes zu verstehen:

    Beobachtungshaltung:
    Christliche Sozialarbeiterin schlichtet,
    tröstet, richtet.
    Frage:
    Lässt sie ihn nun zurücktreten,
    das kleine Opfer,
    auf einem Stuhl stehend
    in den Magen des Täters?
    Eine der christlichen Sozialarbeiterinnen, mit denen sich das Werk ja letztlich beschäftigt, schlichtet nur mit allgemein anerkannten Mitteln der Pädagogik, und das - mein Gedicht geht auf diese tatsächlich wahre Begebenheit nicht ein - gar nicht mal mehr so schlecht.
    Einzig das lyrische Ich fragt sich, ob nach der christlichen Lehre von Schuld und Sühne nicht die beschriebene andere Möglichkeit der "Schlichtung" "korrekt" wäre, zumindest nach den Lehren der Bibel.

    Magen um Magen,
    Spiel um Spiel.

    Schuld und Dummheit;
    Christentum im
    Schülercafé.
    Obwohl dies nicht geschieht stellt sich das lyrische Ich vor, wie es streng auslegt dort zu gehen MÜSSTE.





    Wie ist denn die Form des Gedichtes, seine Lyrik? Ist mir der Vers libre frei nach Fried denn endlich mal ein wenig besser gelungen? Wieso wird hier nur über meine verhältnismäßig kleine Christenkritik philosophiert? Ärgerlich.
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    Brecht, Ui

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  7. #7
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    Hallo hoeyo,

    den Stil des Gedichtes empfinde ich als telegrammhaft und kurzatmig, bis auf die formulierte Frage, die dadurch zum Zentrum wird.
    Diese Frage impliziert aber nicht christliche Vorstellungen, sonder alttestamentarische und zwar genau diejenigen, an denen sich das NT vom AT grundlegend unterscheidet.
    Basierend auf diesem Missverständnis arbeitest du im Finale eine Art lapidare Polemik heraus, die mir garnicht gefällt.
    Der Begriff Vers libre sagt mir leider nichts, mit freier Dichtung komme ich allgemein gut klar, wenn sie mir etwas zu geben vermag.
    Also, ich gehe mal davon aus, dass der Vers libre tatsächlich frei ist und deswegen zur korrekten Einschätzung kein spezielles Sensorium notwendig ist.
    Unter dieser Vorraussetzung gefällt mir dein Gedicht ganz einfach nicht, für mich ist es nur -Fried hin, Fried her - ein missglücktes Pamphlet. Und für Dich ist es sicher kein Beinbruch.

    Wenn's so ärgerlich ist, mußt Du Dir bewußt machen, dass Dein Gedicht ganz klar (Überschrift, zentrale Fragestellung, Schlusssatz) die kritisierte Sachverhaltsschilderung und Deine (anklagende) Intension in den Vordergrund rückt. Auch die Form und die Art und Weise der Sprachführung ordnen sich diesem Zweck unter.
    Wenn also die strittige Aussage Dein Anliegen war, dann müßtest Du eigentlich stolz sein, dies so klar rübergebracht zu haben. In dem Punkt erntest Du vielleicht nur dürftigen Beifall, weil die Aussage eben für manche Leser schwer zu verkraften bzw. absolut fragwürdig ist.

    Ich habe aber auch schon anderes von Dir gelesen


    Gruß

    Ulrich
    .....
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  8. #8
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    Inhaltlich wurde dein riesen Missverständnis nun aufgeklärt. Was formal bleibt, ist nicht viel, denn deine Anstrengung wenden sich lediglich eines beschreibenden Stils hin, der metaphorisch arm.
    Allein der Anfang ist interessant gestaltet, wirkt aber nicht homogen eingefügt, da er inhaltlich kaum von Belang ist. Der eigentliche Ort der Handlung ist die Tischtennisplatte, warum wird der Leser ins Café eingeführt?

  9. #9
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    Spricht es den Ausspruch "auge um auge, zahn um zahn" an?

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