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  1. #1
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    Seelenverwahrung

    In meiner Seele Sehnsuchtskammern,
    sind eingesperrt der Wünsche viel ,
    dicht gedrängt sie nach Erfüllung jammern,
    in weiter Ferne liegt ihr Ziel.

    Unerbittlich sind die Wächter,
    Anstand, Sitte und Moral
    und der Tugend leis' Gelächter,
    es erleichtert nicht die Qual.

    Alle diese Wünsche ringen,
    Audienz ist ihr Verlangen,
    mit sirenenschönem Singen,
    dort die Freiheit zu erlangen.

    Einer, alle überragend,
    lächelnd, trotzdem wehmutsvoll.
    Seine Schmerzen leise klagend,
    Liebe, leidend, tränenvoll.

    Dieser Wunsch erreicht mich täglich,
    ohne Fordern oder Schreien,
    doch dann fühle ich mich kläglich,
    träum' vom Leben, von uns zweien.
    Geändert von wenigviel (28.11.2006 um 10:28 Uhr)
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

  2. #2
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    erste strophe musst du meines erachtens noch mal ran . füllworte wie "gar" oder unnötige artikel lassen diese strophe einfach gedehnter erscheinen und dann sind die silben in ihrer anzahl auch noch deutlich über den werten der andern strophen . ich finde sie passt nicht. auch vom klang her wirkt die erste strophe etwas übertrieben geschwulztet.
    ansonsten ( ich habs mir noch zwei mal durchgelesen ohne die erste strophe...) muss ich sagen, ein wirklich hübsches werk. auch der kreuzreim ist nicht so ganz einfach, wenn die metrik passen und der faden nicht abreissen soll. find ich hast du echt prima hinbekommen

    lieben gruss
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  3. #3
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    Och... schnüff.

    Bittersweet, wenigviel, bittersweet.
    Soll heißen, es gefällt mir sehr. Vor allem Strophe 4 hat mir zum mitseufzen gebracht, und Strophe 3 ist ein echtes Schmuckstück.


    Nur bei Strophe 1 habe ich was 'auszusetzen':

    In meiner Seele Sehnsuchtskammern,
    eingesperrt sind gar der Wünsche viel , ---Freizeile weg...
    dicht gedrängt, sie nach Erfüllung jammern,--- und Komma weg...
    da nicht einer je erreicht sein Ziel.

    Das war's dann aber schon. ^^

    Schön gemacht, mein Guter!


    lg,

    Trillian
    'Terror gripped her.
    But because she was Tiffany, she ran towards it, raising the pan.'
    -----T. Pratchett, 'The Wee Free Men'

    'Fighters fight...'
    -----'Rocky Balboa'

  4. #4
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    Hallo wenigviel!
    Im Gegensatz zu heimlicheFeder finde ich auch die erste Strophe recht gelungen, die Überlänge der Zeilen unterstreicht das "dicht gedrängt" in Vers 3. Fast würde ich mir wünschen, alle Strophen hätten diese Metrik, sie trägt viel von dem wehmütigen Charakter des Gedichts. Die Wortwahl (insbesondere wieder in Strophe 1) spricht mich an. Ein paar Punkte haben aber auch mich gestört:
    1. Die verbogene Grammatik bei "ihnen mindert nicht die Qual". Könnte man da die ersten beiden Worte nicht einfach vertauschen?
    2. Bei Strophe 3 schreit mein Sprachgefühl in namenlosen Schmerzen auf. Ich denke, das muss ich nicht ausführlicher erläutern.

    Insgesamt aber, wie gesagt, ein ansprechendes Werk. Im Fazit kann ich mich nur heimlicheFeder anschließen:
    find ich hast du echt prima hinbekommen
    Gruß vom Y~shark
    Ich versuche auch nur, zu sagen, wovon ich glaube, es seien meine Gedanken, in der Hoffnung, meine Meinung beruhe nicht einfach nur auf Irrtümern.
    Liebe macht blind - nicht blöd!

  5. #5
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    Hallo heimlicheFeder,

    Deine Aufforderung, die 1. Strophe betreffend, ist als verbindlich angenommen, doch Dein großes wie mich außerordentlich erfreuendes Lob, ist nicht der Grund dazu.

    Hallo liebe Trillian,

    wie immer wirst Du in meiner lyrischen Kommune dankbar und mit Freude begrüßt. Wenn ich es nicht besser wüsste, könnte ich vermuten, ich mache manche Fehler nur in der Hoffnung, Du meldest Dich und auch zur Hilfe.
    So bin ich mir wieder sicher, Deine Vorschläge werden Wirkung zeigen.
    Dafür im Voraus und für Dein Lob meinen von Herzen kommenden Dank.


    Hallo Y~shark,

    groß ist meine Freude Dich und damit jemanden bei mir zu sehen, den ich bewundere, wegen des von ihm Gelesenen.
    Du kannst sicher sein, auch aus diesem Grunde werde ich versuchen Deiner Kritik meine volle Verständnisbereitschaft zu widmen.
    Ob es mir gelingt, ihr ganz zu entsprechen, kann ich nicht versprechen.
    Ja, ja, das mit dem Sprachgefühl ist eine wohl mehr als weniger fast nur persönliche Angelegenheit und da sie, wie Du schreibst, hier bei Dir auch noch namenlos ist, ist meine Abhilfe hier wohl von vorneherein zu Erfolglosigkeit verdammt.
    Groß ist meine Freude über Dein mir gespendetes Lob.

    Euch allen einen lieben Dankgruß, wenigviel
    wenigviel


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  6. #6
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    Guten Sonntag, wenigviel!

    Ich kann nur sagen: immer gern!
    Was Lob verdient, bekommt es auch!
    Davon ausgehend müsstest Du auch keine Fehler einbauen, damit ich mich melde...
    Wie gesagt, immer gern.

    Danke für deine lieben Worte, fühle mich geehrt.


    lg,

    Trill
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  7. #7
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    Hallo wenigviel,

    Seelenverwahrung...
    Der Titel hat mich neugierig gemacht, aber ich hatte ohne Absicht, große Erwartungen an das Gedicht...
    Also Blick auf den Autor:
    wenigviel.
    Okay, da ist jemand, der weiß was er tut.
    Die Erwartungen an das Stück werden noch größer.
    Ich lese.
    ...und bin begeistert!
    Inhaltlich hat es mich, wie schon der Titel, sehr berührt und auch vom Reimschema und Metrikschema ist es sehr gut umgesetz und damittoll und flüssig zu lesen!
    Vielen, vielen Dank!
    Liebe Grüße,
    Tiffany

  8. #8
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    Hallo Scarlets Tiffany,

    allein Dein wundervolles von Dank begleitetes Lob wäre für mich ausreichender Lohn für mein Gedicht.
    So sag ich Dir herzlichen Dank für die große Freude, die Deine Zeilen mir bereitet haben.
    Ich beabsichtige die dritte Strophe nochmals zu verändern und wäre sehr froh, würde Deine gute Meinung über mein Werk dadurch nicht leiden.

    Mit liebem Gruß, wenigviel
    wenigviel


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  9. #9
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    Hallo wenigviel!
    Es freut mich, wenn meine Kritik dazu beitragen konnte dein ohnehin schon ansprechendes Werk der Vollkommenheit ein wenig näher zu bringen. Ich für meinen Teil find's so noch schöner, deine diesbezüglichen Bemühungen waren also alles andere als erfolglos. Die dritte Strophe noch einmal zu überarbeiten halte ich dennoch für eine gute Idee (das "mal sprechen" in Zeile zwei wirkt noch ein wenig umgangssprachlich und die letzte Zeile dieser Strophe holpert in den ersten beiden Silben etwas) und wünsche gutes Gelingen. Deine Reaktion auf Kommentare und Kritik berührt mich angenehm (seinerseits wiederum übertroffen von dem Eindruck, den dein Gedicht hinterlässt), eine Bemerkung ließ mich jedoch ein wenig verdutzt zurück (es klingt auf jeden Fall aber irgendwie schmeichelhaft):
    ..., den ich bewundere, wegen des von ihm Gelesenen
    Das hätte ich verstanden, wenn wenn dort stünde :"..., über den ich mich wundere,..."

    Lieben Gruß vom Y~shark
    Ich versuche auch nur, zu sagen, wovon ich glaube, es seien meine Gedanken, in der Hoffnung, meine Meinung beruhe nicht einfach nur auf Irrtümern.
    Liebe macht blind - nicht blöd!

  10. #10
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    Hallo Y~shark,

    Dank für Deinen hartnäckigen Widerstand gegen das etwas zu deutlich Umgangsprachliche in der 3. Strophe, dem ich, obwohl es mich auch gestört hatte, bisher wohl einfach aus etwas zu starker Bequemlichkeit aus dem Weg gegangen bin. Damit war durch Deine berechtigte Aufforderung jetzt endlich Schluss und dies hat, wie ich hoffe, eine Verbesserung bewirkt.

    Beim Lesen meines Teilsatzes:

    *...,den ich bewundere, wegen des von ihm Gelesenen*

    kannst Du, so wie du schriebst, dass er für Dich klingt, diesem Klang, als von mir so gewollt, Dein Ohr, wenn er Dich erfreut, weil auch dies gewollt, öffnen.

    Für meine oft sprachliche Umständlichkeit bitte ich um Nachsicht, obwohl ich mir keine konsequente Mühe gebe, sie abzulegen.


    Mit herzlichem Dankgruß für Deine angenehm wohlmeinenden wie motivierenden Worte, wenigviel
    wenigviel


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  11. #11
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    Hallo wenigviel!
    Da du leichtsinnigerweise für meinen hartnäckigen Widerstand gedankt hast, bekommst du noch ein wenig davon zu spüren. Es geht um den zweiten Vers der dritten Strophe. So wie's da steht wirkt die Grammatik doch noch recht verbogen. Ich bin mir jetzt nicht ganz sicher, ob's ein guter Vorschlag ist, aber wie wär's mit "Audienz ist ihr Verlangen" oder etwas Ähnlichem? Du wirst das schon irgendwie hinbekommen. (Denn, wie ich nicht müde werde zu betonen, der Rest ist ja schon wirklich gut.)
    Gruß vom Y~shark
    Ich versuche auch nur, zu sagen, wovon ich glaube, es seien meine Gedanken, in der Hoffnung, meine Meinung beruhe nicht einfach nur auf Irrtümern.
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  12. #12
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    Hallo Y~shark,

    Dein in der Audienz gemachter Vorschlag wurde unverändert ange- wie übernommen, wofür Dir hiermit die Dankes- wie Teilautorenurkunde überreicht wird.

    Mit Lob- und Unterstützungsdankgruß, wenigviel
    wenigviel


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  13. #13
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    Hi wenigviel,

    ich muss mich hier melden, weil ich gestern schon deinen Text las und dann nicht mehr wusste, welcher er war. Und einmischen tue ich mich ja immer gerne .

    Ich finde du hast die Idee einer Sehnsucht hier sehr nett umgesetzt. Allerdings liest es sich nicht so leicht, da du einige Holperstellen eingebaut hast. Ich würde dir gerne einige Vorschläge machen und ich hoffe, du fühlst dich nicht belehrt.

    In meiner Seele Sehnsuchtskammern,
    eingesperrt sind dort der Wünsche viel ,
    dicht gedrängt sie nach Erfüllung jammern,
    da nicht einer je erreicht sein Ziel.

    In meiner Seele Sehnsuchtskammern (schön ausgedrückt)
    sind eingesperrt der Wünsche viel, (auch keine Offenbarung, aber besser, denke ich)
    gedrängt sie nach Erfüllung jammern,
    in weiter Ferne liegt ihr Ziel.

    die Strophe wäre so metrisch besser zu lesen.

    Unerbittlich sind die Wächter,
    Anstand, Sitte und Moral
    und der Tugend leis' Gelächter,
    mindert ihnen nicht die Qual.

    und der Tugend leis' Gelächter -
    es erleichtert nicht die Qual.

    Einer, alle überragend,
    XxXxXxXx
    obwohl lächelnd, wehmutsvoll.
    xXXxXxX -hier ist die Metrik etwas in Unordnung -
    (lächelnd, trotzdem wehmutsvoll)
    Xx,XxXxX
    Wer ihn sieht, sieht Schmerz, still klagend
    (Seine Schmerzen leise klagend - wäre mein Vorschlag)
    XxXxXxXx
    Liebe, leidend, tränenvoll.
    XxXxXxX

    Abschließend möchte ich sagen, ein interessantes Werk. Gut hat mir vor allem der Einstieg gefallen. Auf jeden Fall wollte ich mir eine Wortmeldung nicht entgehen lassen. Sehr gern gelesen und schon gespannt auf deine Antwort.

    Liebe Grüße
    Eva
    EvaAdams

    (c) Mein Werkverzeichnis: Unterm Feigenbaum = überholungsbedürftig, aktuelles bitte unter Profil nachsehen


    Die WÖRTERWUNDERTÜTE ist da!

    Mein Buch Leitersprossen

  14. #14
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    Hallo EvaAdams,

    wie schon bei Y~shark, sind alle die von Dir gemachten Vorschläge ohne jede Veränderung dankbar und mit Applaus ange- und übernommen.

    So freue ich mich auch Dir sowohl eine Teilautoren- wie Dankesurkunde, wenn genehm, überreichen und damit auch mein bewunderndes wie außerordentliches Gefallen an Deinen Vorschlägen ausdrücken zu können.


    Mit frohem Lob- und Dankgruß, wenigviel
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

  15. #15
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    Hallo EvaAdams,

    wie schon bei Y~shark, sind alle die von Dir gemachten Vorschläge ohne jede Veränderung dankbar und mit Applaus ange- und übernommen.

    So freue ich mich auch Dir sowohl eine Teilautoren- wie Dankesurkunde, wenn genehm, überreichen und damit auch mein bewunderndes wie außerordentliches Gefallen an Deinen Vorschlägen ausdrücken zu können.


    Mit frohem Lob- und Dankgruß, wenigviel
    wenigviel


    Es kann sein, alles ist anders als wir es wahrnehmen und erkennen und doch müssen wir es uns glauben.

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