1. #1
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    Afrikas Paradies

    Und würden auch zwei Sonnen am Himmel stehn,
    der kleine Junge muss tapfer weitergehn,
    braucht doch was zu essen,
    um den Hunger zu vergessen.

    Drückende Hitze macht sich breit,
    über der Erde die nach Wasser schreit,
    der kleine Junge muss tapfer weitergehn,
    will doch auch Morgen noch die Sonne sehn.

    Wie das Tier es wohl schafft?
    Holen die nicht aus Pflanzen ihre Kraft?
    Wäre es denn für den Jungen zu vermessen,
    auch mal vom dürren Gewächs zu essen?

    Doch als die Sonne dem Laub eines Baumes wich,
    da erinnerte der kleine Junge sich,
    hatte Mama nicht mal gesagt,
    dass der Mensch nicht am Blatte nagt?

    Der kleine Junge muss tapfer weitergehn,
    doch an einer hohen Klippe blieb er stehn,
    er sah ein Zeichen klein, ganz klein,
    eine Sternschnuppe musste es wohl sein,
    und als er sah wo das Licht sein Ende fand,
    war der kleine Junge wie gebannt.

    Denn da unten sah er ein grünes Tal,
    dort gab es Bäume und Wasser in unendlicher Zahl,
    der kleine Junge wurde vor Ehrfurcht wie Stein,
    dieser Ort muss der hohe heilige Himmel sein!

    Süße Beeren am grünen Sträuchelein,
    oder vielleicht sogar Fleisch soll es sein,
    und das frische Wasser vom Fluss,
    klar, dass dieser Ort das Paradies sein muss.

    Sabes Thoasai

  2. #2
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    HI

    ich finde es äußerst gelungen. Du solltest allerdings deine Strophenform beibehalten, vllt. solltest du einfach noch zwei Zeilen einfügen um wieder in das Muster zu kommen. Die Wiederholung von "kleiner Junge" solltest du wenn dann auch noch in der letzten Strophe einhalten.
    Das Thema gefällt mir, wie die Meisten in den Industriestaaten Afrika als "wundervolles Tourismuskontinent" ansieht. Bekommt man bei dir einen Teil der Wirklichkeit aufgetischt.
    Vielleicht willst du mit dem Ende das "Reich der Weissen" auftischen, so stelle ich es mir zumindest vor.

    LG
    ashok
    "Angesichts der Macht der lebendigen Natur überkommt den Menschen ein Gefühl von Furcht.
    Um nicht wieder in tierhaftes Benehmen zurückzufallen, ist er dazu gezwungen, sich zu zivilisieren.
    So macht er sich ein ganz eigenes Bild von den Tieren, und über die Rollen, die er ihnen in diesem Spiel zuweist,
    versichert er sich seiner eigenen Situation."

    aus: Tiere und Menschen - Die Geschichte einer besonderen Beziehung

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