Vergänglichkeit



Mit Nebelmond kommt leises Bangen
– Vergänglichkeit – von Ort zu Ort,
Gefürchtet, unverhofft gegangen,
Und trägt gar manche Seele fort.


Gehüllt in grauen Wolkenloden
Zieht unbemerkt ein Fremder ein,
Er schreibt gern dunkle Episoden
Bei flackernd matten Kerzenschein.


Geduldig eines Menschen harren
Nimmt sich der Schreiber alle Zeit,
Sucht er nach einem Hauptdarsteller
Mit irdischer Vergänglichkeit.


Sobald sein Drehbuch ist geschrieben,
Führt er auch selber die Regie,
Jedoch den Kampf um ’s Überleben
Bestehen seine Helden nie.


© N u r a f t a b

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