Sturmgespraeche

Der Donner erzaehlt
von fremden Laendern,
die ich nicht sehe.
Er beschreibt die Berge
und Seen,die Staedte
und die Hoehlen.
Und ich lausche.

Blitze zeigen mir die Hoehen,
Bilder des Himmels,
die ich nicht erreiche.
Sterne,Monde und Sonnen
machen sie sichtbar
und bringem sie zu mir.
Und ich schaue.

Der Regen riecht salzig
wie tausend Ozeane,
von denen er berichtet.
Ich kenne die Meere nicht,
doch er laesst sie mich schmecken
und die Tiefen erahnen.
Und ich koste.

Der Wind heult laut
und mit ihm schwingt
alle Traurigkeit,alles Lachen,
aller Gleichmut,aller Hass.
Mehr Gefuehle als ich fuehlen kann.
Er streicht ueber mein Haut
und ich spuere.

Ist der Sturm vorueber,
bin ich wieder allein
und kann nur traeumen.
Oder kann ich wenigstens traeumen?
Die Welt beugt sich im Sturm
und ich beuge mich vor der Welt.
Vielleicht bin ich der Sturm.


Ich freue mich ueber jeden Kommentar,danke im voraus,
taelin