1. #1
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    Lass mich an deiner Nacht erblinden

    Lass mich doch trauern,
    mich trösten kannst du
    morgen noch
    mir deine Schulter geben
    versuche heute nicht
    mir meinen Schmerz zu nehmen

    Lass mich nur weinen
    die Tränen meiner Lust
    sind Gier
    sei nicht betrübt ob meiner
    grauen Stunden
    morgen bin ich wieder hier

    Lass mich entfliehen
    ins Dunkel meiner großen Welt
    versuche heute nicht zu folgen
    morgen bin ich wieder Held

  2. #2
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    Inhaltlich schon interessant, hier bittet das lyr. Ich um Fehlbarkeit und versucht nicht den Anschein der Perfektion zu wahren. Dennoch kann es im gleichen Zug stark sein, wie es das für den nächsten Tag verspricht. Also: auch Helden weinen

    Formal lässt sich jedoch viel meckern: Die Reime sind nur sporadisch eingesetzt und die Metrik unregelmäßig.
    Als Vorschlag (und hauptsächlich zur Stütze für zukünftige Werke):

    Lass mich doch trauern,
    mich trösten kannst du
    Am nächsten Tage
    In schmerzvoller Ruh'

    Wie gesagt, das soll kein Verbesserungsvorschlag für dieses Werk sein, aber so siehst du mal, wie man metrisch korrekt reimen kann, und vllt. im nächsten Gedicht nachahmen.
    Was den Sprachgebrauch an sich angeht: großer Liebheber schnörkeliger Worte (betrübt ob/graue Stunden etc.) bin ich nicht, aber du hast es bis zuletzt durchgezogen.

    Insgesamt nicht mein Geschmack, aber doch ganz ordentlich geworden.

  3. #3
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    Ich grüße dich Ingo und danke dir für deinen Kommentar.

    Es ist unbestreitbar, hier fehlt es an Symmetrik und im allgemeinen an Kopfarbeit.
    Ich forste wissbegierig durch die Foren und stelle dann und wann "alte" Bauchwerke hinein um mich belehren zu lassen.
    Ich schreibe sehr unregelmäßig, aber nun doch schon seit vielen Jahren Gedichte, welche in ollen Pappheftern vergilben. Der Einzug neuer technischer Mittel soll sich nun langsam auch in meinen kleinen Schreibergüssen wiederfinden. Altes Schulwissen ist nicht mal mehr im Ansatz vorhanden. Darum immer her mit der Kritik und wenn nebenbei ein kleines Lob auffängt um so besser.

    Es grüßt die holde Grille und veschwindet in der Stille

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