Liebeshunger

Welch Wohltat ist mir, von deinem Leibe zu verzehren
und deines mir liebend Herzen in der Vitrine zu verehren.
Auch dies wundervoll Gesäß, wie dem Metzger Hinterschinken,
gibt mir fortwährend Lust mich aus deinem Nabel zu betrinken.

Haare goldig, glitzernd,
strecken sich wie Schneelawinen,
deines Körpers Rundungen fühle ich,
schärfer wie Serpentinen!

Der gänsig, kühlen Haut will mein Tasten nicht entsagen,
will reißen, speisen und den nackten Busen in Händen tragen.
Auch wenn die Lippen schon so blass, ich werd dich lieben,
ihr starres Aug im Gesichte, nur der Kopf ist mir geblieben.

Es ist ausgeliebt,
und doch,- wirst uns nie vergessen,
denn meine Liebe darbt,
und so hab ich dich gegessen.





„...und ihre Köpfe sollten dem Volke ein Anblick sein, - zum erzürnen!
Und kein verschanztes, heiles Leben, - hinter Mauern und Türmen!“



und alles nur weil ich jeden Tag die Zeitung lese und das Alltägliche ertragen muss....