Alles ist ruhig wie im Bilderbuch
Die Wellen gehn mit dem Winde
Ihr rastloses Rausche, ein Gnadengesuch
Gestoppt wird es dennoch geschwinde

Die Gedanken der endlosen Meere
Mit der Strömung auf dem Weg
Auf der Flucht vor vernichtender Leere
Fließen suchend von Steg zu Steg

Mit der langsam vergehenden Zeit
Steigen sie hoch empor
Verteilen sich unendlich weit
Bringen große Gebilde hervor

Sobald diese wieder zerfallen
Regnet die Weisheit aufs Land
Doch anstatt sich daran zu erfreuen
Heben alle schützend die Hand

So ziehen sie wieder von Dannen
Am Ende, im letzten Reim
mit ungestilltem Verlangen
ins endlose Nichts hinein