Thema: Der Wind

  1. #1
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    Der Wind

    Ein Wind treibt mich an.
    Es macht mir Angst,
    weil ich nicht weiß,
    woher und wohin es mich weht.

    Ein Wind treibt mich an.
    Es weht mich in eine tiefe Grube,
    aus der ich wieder herausklettere,
    nur um vom Wind weiter geweht zu werden,
    um irgendwann erneut in eine Grube zu fallen.

    Ein Wind treibt mich an.
    Es weht mich in immer tiefer und tiefer werdende Gruben,
    aus denen ich immer schwerer und schwerer herausklettern kann.
    Ich weiß, dass ich eines Tages in eine Grube falle,
    aus der ich nicht mehr herausklettern kann.
    Manchmal denke ich,
    wenn ich mich wieder einmal am Boden einer tiefen Grube wieder finde,
    nicht mehr hinaus zu klettern und einfach liegen zu bleiben,
    denn es ist mein Schicksal in einer Grube zu enden.
    Heute oder Morgen macht kein Unterschied.
    Doch dann klettere ich trotzdem hinaus,
    mit der Einsatz all meiner Kräfte,
    nur um wieder in eine Grube geweht zu werden.

  2. #2
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    Hallo Herbstduft,

    dein Text ordne ich der Prosa zu.
    Eine knappe Geschichte eher, denn ein Gedicht.

    Du schreibst für ein Gedicht viel zu ausführlich.
    Das Thema - Wind - und alles, was damit verbunden ist, mag ich und ist es wert,
    immer wieder ver- und bedichtet zu werden.

    Ich zeig dir am an einem Bspl., was ich meine.

    Wind treibt mich an.
    Es macht mir Angst,
    weil ich nicht weiß,
    wohin es mich weht.

    Er weht heftig,
    wirft mich um,
    kann nicht aufstehn,
    macht mich stumm.

    Befreie mich,
    doch ohne Sinn,
    denn irgendwann
    fall ich wieder hin.


    Ist nur ein Vorschlag, um dir zu zeigen, wie man verdichten kann.
    (Der geänderte Text erhebt keinen Anspruch auf Poesie oder gar Vollständigkeit)

    Ich hoffe, du kannst etwas damit anfangen.

    Mit Gruss,
    katzi
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  3. #3
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    Vorerst danke für deine Antwort Supikatzi!

    Ich habe es jetzt mehr in ein Gedichtform gebracht, ist es so besser?

    Der Wind

    Ein rätselhafter Wind treibt mich an. Jeden Tag.
    Ich habe Angst, wohin wird es mich wehen.
    Ich versuche diese Kräfte zu ergründen.
    Doch ich scheitere am Begreifbarkeit des Nichts.

    Der Wind weht mich in eine tiefe Grube.
    Ich falle tief, der Aufprall tut weh.
    Ich klettere hinaus, der Wind erfasst mich wieder.
    Es weht mich wieder auf eine andere Grube zu.

    Die Gruben werden tiefer und tiefer.
    Das Hinausklettern fordert immer mehr meine Kräfte.
    Ein tiefer Zweifel beginnt in mir zu Keimen.
    Ich zweifle an der Sinnhaftigkeit des Seins.

    Meine Gedanken verknüpfen sich zu komplexen Gebilden.
    Ich begreife: mein Schicksal ist es in einer Grube zu enden.
    Der Zweifel am Sinn entbehrt jeden Drang zur Handlung.
    Ich beschließe in der nächsten Grube meine Reise zu beenden.

    Doch ich klettere dann trotzdem wieder hinaus.
    Begebe mich in die offenen Arme des Windes.
    Der Wind trägt mich an einem ungewissen Pfad entlang.
    Welches schrecklich sicher wieder in eine Grube endet.

  4. #4
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    20
    Hallo Herbstduft,

    sicherlich ist es schön den Wind zu beschreiben, dennoch solltest du, wenn du schon nicht reimst, versuchen Bilder zu malen die den Wind beschreiben, neue Seiten an ihm zu Tage fördern.
    Außerdem wärs schön wenn du uns in eine Richtung lenks über die wir nachdenken sollen denn mich hat der Wind, nicht einmal als direktes Synonym, noch nie umgeworfen.

    Ich muss sagen, dass ich es gut fand wie du auf die Kritik reagiert hast.

    Bis zum nächsten mal,
    Sabes

  5. #5
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    Hallo Herbstduft,

    leider kann mich auch dein neuer Text nicht überzeugen.
    Was du jetzt geschrieben hast, sind alles Sätze aneinandergereiht.
    Das ist kein Gedicht, handwerklich gesehen.

    Schau dich mal um hier im Forum, da gibt es ein Sprechzimmer, da wird das alles schön erklärt,
    so gründlich vermag ich das hier gar nicht auf der Schnelle
    Und lies auch mal die anderen Gedichte un die Texte hier in den einzelnen Rubriken, da kann man am besten lernen.

    Viel Erfolg und lass dir den Spass nicht nehmen.

    Mit Gruss,
    Katzi
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  6. #6
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    3
    @ Sabes

    Hallo Sabes,
    was meinst du damit, der Wind hat dich noch nie umgeworfen? Meinst du das Wortwörtlich, dass dich der Wind noch nie umgeblasen also weggeweht hat?

    Also ich will schon, dass man über mein Gedicht nachdenken kann. Und ich finde es ist es wert, über mein Gedicht nachzudenken. Ich verzichte auf Reim und Formatierung, weil dadurch wie ich finde sehr viel verloren geht.

    Ich möchte dir ein wenig über die Symbolik in meinem Gedicht schreiben, also wie ich mein Gedicht verstanden wissen möchte. Mit dem Wind meine ich das Leben, oder vielmehr diese Dränge die man im Leben hat: pflanze dich fort, bleib gesund, finde deine Liebe, werde erfolgreich. Also durch eine evolutionäre Programmierung und durch gesellschaftliche Dränge werden wir im Leben vorangetrieben, und das wird in meinem Gedicht durch den Wind symbolisiert. Die Gruben in meinem Gedicht symbolisieren die Schwierigkeiten, die Probleme und Schmerzen, die wir aufgrund dieser evolutionären Programmierung und gesellschaftlichen Dränge erfahren.

    Aber im Ganzen betrachtet wollte ich die Stupidheit des Lebens, diese ewigen Wiederholungen, diesen für einen intelligenten Menschen sehr bedrückenden Monotonismus zum Ausdruck bringen. Geschafft habe ich es allerdings wie es aussieht nicht, denn verstanden hat es anscheinend niemand

    lg
    Herbstduft



    @ supikatzi

    Hallo supikatzi,

    ich denke, ich will etwas anderes mit meinen Texten erreichen als du. Du willst durch Reim und Formatierung ein Kunstwerk erschaffen, ich allerdings will durch Inhalt Eindruck machen, und will durch Reim oder Formzwängen mich nicht einschränken lassen. Natürlich, dieses Gedicht von mir ist Symbolisch gemeint und wenn die Symbolik nicht verstanden wird, dann bleibt genau nichts übrig, aber das ist dann eine andere Frage.

    Ich habe mich ein wenig in diesem Forum umgesehen, und ich muss feststellen: die meisten Gedichte(von den paar wenigen die ich gelesen hab) sind für mich viel zu oberflächlich und leer, dass sie mich beeindrucken könnten.

    lg
    Herbstduft

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