Thema: Herzenshüter

  1. #1
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    Herzenshüter

    Der Trüben Tränen tragen Trauer,
    wie Stein die stille Zornesmauer.
    Der Grube Grund zum Grab gehoben.
    Der Liebe Leid läßt Leere loben.

    Herr, heil'ger Hirte, Herzenshüter!
    Im Geist gebroch'ne Gramgemüter
    steh'n suchend starr im Seelensumpf.
    Ihr Denken dunkelt dämmrig dumpf.

    Ihr Wollen weicht in Wahn und Weinen,
    zieht zehrend zu den Gruftgebeinen.
    Hilf heilen hinterblieb'ne Herzen!
    Sieh die schleifend scharfen Schmerzen!

    Dein Himmel sei der Hoffnung Hort,
    schützt schweigend vor den schwarzen Schatten.
    Gestatte nicht ein Selbstbestatten,
    der Müden eig'nen Meuchelmord.

  2. #2
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    Hallo Gedanquill!

    Da hast Du Dir wirklich grosse Muehe gemacht, mit geschickten Wortspielen ein auch inhaltlich sehr gutes Werk zu fabrizieren.
    Dass es noch keinen Kommentar erhalten hat, erstaunt mich daher sehr.

    Aus ERfahrung weiss ich, das ist net so leicht, wie Dein Dings daherkommt.
    Ich hab das einmal versucht, aber da iss nix rausgekommen, bloss....
    Zwanzig zornig zerknuellte Zettel zerfielen zu zermuerbenden Zweifeln

    Du dichtest bestimmt schon laenger, denn dieses Gedicht zeigt von taenzelnder Leichtfuessigkeit im Umgang mit Wort und Sprache. Kompliment!

    Gelungen, ein grosses Lob.

    Herzliche Gruesse
    von Lailany

  3. #3
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    Dec 2006
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    24
    bin zwar eigentlich gar kein freund von alliterationen, dein gedich gefällt mir aber dennoch ganz gut. sehr kreative wortwahl und auch sonst einige gute ideen.

  4. #4
    Registriert seit
    Nov 2006
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    226
    @ Lailany,

    vielen Dank für Dein Posting zu meinem "Herzenshüter"

    Zitat Zitat von Lailany
    Hallo Gedanquill!

    Da hast Du Dir wirklich grosse Muehe gemacht, mit geschickten Wortspielen ein auch inhaltlich sehr gutes Werk zu fabrizieren.
    Dass es noch keinen Kommentar erhalten hat, erstaunt mich daher sehr.

    Aus ERfahrung weiss ich, das ist net so leicht, wie Dein Dings daherkommt.
    Ich hab das einmal versucht, aber da iss nix rausgekommen, bloss....
    Zwanzig zornig zerknuellte Zettel zerfielen zu zermuerbenden Zweifeln
    Deine Worte geben mir ein Lächeln, ich hatte schon nicht mehr mit einem Kommentar zu diesem Dings gerechnet. Das fand ich schon etwas schade, weil ich dachte, dass es sprachlich vielleicht mein bestes Dings ist.
    Da ist ein Feedback schon sehr hilfreich.

    Das Dings ist eigentlich ganz spontan entstanden, es lief "Amadeus" im Fernsehen. Als Mozart zu seiner Musik sein eigenes Requiem todkrank vom Sterbebett in die Feder diktierte, kamen einige Zeilen wie von selbst in meinen Kopf. Aber das Ausfeilen hat dann doch schon die eine oder andere Stunde gekostet.

    Zitat Zitat von Lailany
    Du dichtest bestimmt schon laenger, denn dieses Gedicht zeigt von taenzelnder Leichtfuessigkeit im Umgang mit Wort und Sprache. Kompliment!

    Gelungen, ein grosses Lob.

    Herzliche Gruesse
    von Lailany
    ...jetzt werde ich verlegen...

    @arafa
    Hallo arafa,

    Vielen Dank für Deinen freundlichen Kommentar, aber auch für konkrete Verbesserungsvorschläge bin ich immer zu haben.

    Herzliche Grüße,
    Gedanquill
    Geändert von Gedanquill (08.12.2006 um 17:37 Uhr)
    Eindrücke, federleicht.
    Mein Kopf ist eine Schneekugel.

    Das letzte: Des Toren linkes Ohr,
    Trommelfell, Das Rätsel der wahren Liebe

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