Thema: Adventszeit

  1. #1
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    Adventszeit

    Nun ist sie endlich wieder da,
    die zauberhafte Zeit,
    in der die Menschen, fern und nah,
    gefüllt sind mit Besinnlichkeit.

    Mit Kerzenschein und Lampenduft,
    das Wohnzimmer geschmückt,
    schneegeschwängert, kalte Luft,
    die freudevoll das Herz entzückt.

    Fröhlich’ Treiben auf den Straßen,
    in Schaufenstern es glitzernd blinkt,
    rote Wangen, kalte Nasen,
    Plätzchenduft herüberwinkt.

    Die Tür geöffnet zum Advent
    in allen Herzen, weit.
    Friedenshoffnung, die entbrennt,
    begleitet still die Zeit.

    Gute Wünsche schenkt man gern,
    verteilt sie nun in aller Welt,
    am Himmel doch der Weihnachtstern
    für keinen Menschen fehlt.

    Freude geben, überall,
    liegt nun in jedem Mund.
    Glockenklang und Segenshall
    erklingt zur Weihnachtsstund.

    Der Herzensbecher, kostbar, fein,
    in dieser Zeit nun reich gefüllt
    mit Liebe, Glaube, Hoffnung, rein,
    so dass er bald schon überquillt.

    Warum nur in dieser Zeit
    sind Herzen weit und Hände offen?
    Das ganze Jahr liegt doch bereit,
    um Liebesgaben zu erhoffen.
    ~~Ae~~

  2. #2
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    555
    guten morgen liebe anette,

    habe dein gedicht gern gelesen, ich kenne diese besinnliche zeit noch aus meiner kindheit und habe sie dann in meine familie hinübergerettet, als meine kinder noch kinder waren, in dem letzten jahrzehnt jedoch habe ich mehr und mehr die kommerzialisierung des weihnachtsfestes erfahren und es stimmt mich schon im september traurig, wenn pfefferkuchen, spekulatius, stolle u.s.w. in die märkte kommen und überall schon die weihnachtsdekoration aufgehängt wird

    vorfreude wird kaputt gemacht - selbst wenn man es will, man schaffts es kaum noch, diese in deinem gedicht beschriebene atmosphäre zu erhalten,
    und das soziale engagement in der weihnachtszeit ist doch auch nur noch fassade, allerdings eine für die armen der welt zu gute kommende und man darf nicht darauf verzichten, sie zu fördern und in anspruch zu nehmen.

    deine letzte strophe ist ein gelungener schwerpunkt
    der die vorangegangenen aus dem kitschbereich (das meine ich nicht negativ) holt.

    gern gelesen :0)
    "Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen."
    Mark Twain

  3. #3
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    so sollte es auch rüberkommen. Die letzte Strophe habe ich ganz bewusst so geschrieben. Wenn du ander Werke von mir liest, wirst du es öfter noch bemerken, dass ich die krassen Unterschiede durchaus kritisch, hervorheben möchte.
    ~~Ae~~

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