Thema: Wortlos

  1. #1
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    Wortlos

    Stilles Rauschen
    tropft wie heiße Glut
    in meinen Ohren

    Die Blicke
    lecken letzte Echos aus der Wand

    Ungesagte Worte
    stummen abgewürgt
    vor offnen Toren

    Mein Feuer brennt
    erfüllt im Tiegel Deiner Hand
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  2. #2
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    Das Gedicht an und für sich mag ich unheimlich gerne (wurde das schon mal gepostet?). Besonders die aus der Wand geleckten Echos haben es mir irgendwie angetan - das trifft sehr schön meinen Geschmack von Poesie.

    Der Vortrag ist mir persönlich etwas zu aufdringlich oder bewusst eindringlich gehalten - irgendwie zuviel des Guten von der Betonung her.

  3. #3
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    Oh man, bist du dir sicher dass du das so Vortragen möchtest?
    Wie Andvari schon sagt. Das gedicht an sich ist ok,wenn auch von sich aus schon reichlich pathetisch, der Vortag aber ist einfach viel zu überzogen.
    das ganze wirklt letztlich wie eine Karikatur seiner selbst.
    Glaub mir, das Gedicht ist leidenschaftlich genug, da braucht es keine Telephonsexstimme um es aufzupeppen.
    Das mit der Musik finnde ich ganz nett, auch wenn es den Kitschfaktor natürlich ein wenig in die Höhe schraubt.
    Marot als blaubehelmter UN-Soldat

  4. #4
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    @Blauhelm

    Jo, bin sicher dass ich das so vortragen möchte. Es ist immer schwierig, und immer eine Gradwanderung, doch ein wenig Theatralik kann nicht schaden. Wie eine Karikatur seiner selbst würde ich es dennoch nicht sehen, aber dass ist sicher immer eine Frage des Betrachters, und sehr unterschiedlich. Das Gleiche gilt natürlich auch für die Musik. Ich versuche immer den Worten auch passende Klänge zu geben, sie zu verstärken. Kitschig finde ich ein "offenes", "luftiges" Piano nun nicht gerade, verweichlicht wird es höchstens durch den kurzen Streichereinsatz am Ende....
    Liebe Grüße
    Thomas

    @Andvan
    Mag sein dass Du es schon mal gelesen hast, ja. Aber dann nicht hier , sondern dort wo ich es auch schon gepostet habe. Es ist bewusst eindringlich gehalten in der Vertonung, Ja.
    Liebe Grüße
    Thomas
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  5. #5
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    Wortlos

    Lieber lilly-roose,
    du siehst, mein "Bann" hält an.
    Nein, nicht aufdringlich klingt es - eindringlich trifft es.
    Poesie ist Musik und du verbindest beides so, dass man die Musik als etwas Wunderschönes wahrnimmt, aber die Worte bleiben.
    Liebe Grüße
    Dana
    Die Seele ist kein Wasser, dessen Tiefe gemessen werden kann. (ind. Sprichwort)

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  6. #6
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    Zitat Zitat von lilly-rose
    doch ein wenig Theatralik kann nicht schaden.
    stimmt. aber hier hat es mir zuviel davon. ich weiss ja nicht mal, ob es irgendwie gruselig, drohend, oder sterbend klingen soll. für ein "ehrliches" liebesgedicht -egal ob erfreulich oder traurig- zu forciert.
    statt der musik hätte man gut etwas mit effekten spielen können.
    der text gefällt mir.
    gruass lepi
    .
    .
    "Vielleicht fing ich an zu dichten, weil ich arm war und einer Nebenbeschäftigung bedurfte, damit ich mich reicher fühlte." ROBERT WALSER

  7. #7
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    auch hier meine anerkennung sowohl für den lyrischen text als auch für die passende musik und deinen vortrag.

    ich habe eine vertonung von RILKE - Gedichten geschenkt bekommen und war ganz begeistert von dem projekt, musik und lyrik so mit einander zu verbinden, deine interpretationen ähneln diesem projekt sehr. kennst du die o.g.CD?
    "Schreiben ist leicht. Man muss nur die falschen Wörter weglassen."
    Mark Twain

  8. #8
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    Thanx

    Ja, mittlerweile kenne ich auch die Rilke CD. Nachdem vor einigen Monaten schon auf meiner HP dieser Vergleich gezogen wurde, habe ich sie mir zugelegt, und bin begeistert davon.
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  9. #9
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    Hallo lilly-rose,

    mir gefällt dein vortrag sehr gut.

    Der Kontrast zwischen der betont bombastisch daherkommenden Stimme, die einem kein Ausweichen lässt, und der dezenten, bescheidenen und am Ende sanft ausklingenden Klavierbegleitung bewirkt bei mir ein Gegeneinander-Ausgleichen dieser beiden Ebenen in einer Weise, die ich als sehr eindringlich und zugleich angenehm empfinde.

    Vielen Dank

    Cyra-Li

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