Thema: Am Meer

  1. #1
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    Am Meer

    Ich stand am Strand
    an des Meeres Rand
    Besänftigt vom Schauen,
    starrte an das dunkle Grau.

    Als wär es eine Kugel
    mit der ich in die Zukunft schau.
    Als wär es ein Spiegel
    ein Spiegel meiner Seele,

    dasAbbild erahnend
    dessen Dasein ich spürte,
    dass ich mich darauf konzentrierte.

    Als es mich anrief,
    was mich dann sichtlich irritierte,
    wand ich mich um.

    Und tief sitzt mir noch der Schreck des Anblicks
    oder war es doch nur Schein
    sollte dies woll meine Zukunft sein?
    Geändert von Theodor (03.12.2006 um 22:06 Uhr)
    Dämmerlicht das Äußere, nur in Träumen taghell
    das Dunkel mittendrin, ich will da raus und bleib doch
    mittendrin

  2. #2
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    80
    Hallo Theodor.

    Ich dachte, ich schau mal bei dir rein Hhm… Die Stimmung, die du rüberbringen möchtest, finde ich gut. Ich finde, sie wird auch spürbar, könnte bei besser Umsetzung aber noch intensiver sein.

    Ich finde das Gedicht aber zu unstrukturiert. Erstens stört die stark schwankende Silbenzahl (V1 4 Silben, V4 schon 7, V15 gar 10). Dann fehlen Satzzeichen, die bei der Orientierung helfen können. Und 17 Zeilen sind fast zu lange für eine Strophe, da kann man sich nirgends „festhalten“. Besser ist es schon mal, wenn es so gegliedert ist:

    Ich stand am Strand,
    an des Meeres Rand.
    Besänftigt vom Schauen,
    starrte an das dunkle Grau.

    Als wär es eine Kugel,
    mit der ich in die Zukunft schau.
    Als wär es ein Spiegel
    ein Spiegel meiner Seele,

    dessen Bild mir nicht erschien
    dessen Dasein ich aber deutlich spürte,
    dass ich mich darauf konzentrierte.

    Als es mich anrief,
    was mich dann sichtlich irritierte,
    wand ich mich um.

    Und tief sitzt mir noch der Schreck des Anblicks
    oder war es doch nur Schein
    sollte dies woll meine Zukunft sein?
    Für mich persönlich ist manches zu deutlich ausformuliert. Zum Beispiel:

    dessen Bild mir nicht erschien
    dessen Dasein ich aber deutlich spürte,
    Das kannst du subtiler beschreiben. (Das ist jetzt nur ein schnelles Beispiel)

    die leise Ahnung eines Abbilds,
    sich mir nicht vollends offenbarend
    An der Metrik will ich nicht rumkritteln, da ich weiß, dass du noch nicht viel darüber weißt. Aber perfekt ist sie nicht Wenn du noch Fragen hast, frag einfach

    Liebe Grüße,
    Kari

  3. #3
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    Hallo Kari
    Vielen Dank für deine Tips und die Ausfürlichkeit. Ja, dass mit die Strophen
    leuchtet mir ein, dein Vorschlag dazu ist echt gut.Ich hoffe du hast nichts dagegen wenn ich ihn übernehme.Mit derUmschreibung der Dinge habe ich
    so meine Probleme. Dazu nehme ich mir zu wenig Zeit meine Gedanken nochmal zu überarbeiten. Aber dies versuche ich ja durch die Tips die man hier bekommt zu verbessern.

    Liebe Grüße Theodor
    Dämmerlicht das Äußere, nur in Träumen taghell
    das Dunkel mittendrin, ich will da raus und bleib doch
    mittendrin

  4. #4
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    Hallo!

    Am besten schaust du dir einfach das Gedicht noch einmal in Ruhe an und probierst ein bisschen was aus. Ich probiere immer viele verschiedene Formulierungen, bis ich wirklich das treffe, was ich sagen will (und es klappt nicht immer ). Die erste Version muss nicht immer die beste sein, auch wenn sie beim Schreiben selbst so gut gefällt und man sie schweres Herzens wegstreicht. Schau am besten bei den Strophen darauf, dass die Strophen inhaltlich geschlossen sind und trotzdem ein logischer Ablauf dahinter steckt. Und am besten auch die Rechtschreibung beachten (wohl statt woll)

    Liebe Grüße,
    Kari

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