Thema: Die Trauer

  1. #1
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    Die Trauer

    Die Trauer
    wohnt hinter den Augen.
    Und wenn sie zu groß wird,
    dann bricht sie hervor
    als silberne Perlen,
    die im Laufe der Zeit
    vergehen.
    Do you need to see to believe? Believe and you will see!

  2. #2
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    hey

    hey also wollt nur mal sagen dass ich dein gedicht echt toll find...kann ich gut nachvollziehen...naja ...ok...bye

  3. #3
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    Hallo, Thamis!

    Wir hatten ja schon einmal das Vergnügen.

    Ein kleines, nettes Stückchen, was du verfasst hast, zwei, drei gute Einfälle auf engem Raum, gefällt mir. Also ein Lob! Wenn ich trotzdem einen kleinen Makel sehe, muss das nicht viel heißen. Nur diese kleine Sache: "Die Trauer" (erster Vers) und "vergehen" (letzter Vers) sollen sich offenbar aufeinander beziehen. Das ist eine gute Idee, es haut nur nicht ganz hin aus zwei Gründen:
    "Die Trauer vergehen" wäre, wenn man es zusammenzieht, grammatisch problematisch ...

    Aber vor allem: "vergehen" passt nicht so gut zu den "Perlen" (oder Tränen). Perlen vergehen? Tränen vergehen? Lässt sich nicht gut bildlich vorstellen. Hier solltest du ein anderes Wort finden ... Vorschläge?

    lieben gruß
    fatcat
    fatcat's Zahmlose
    Es ist etwas an meinem Wort
    dran, das sticht.

    Tippsen: \_anamolie_/\_Flamme_/\_Anti Chris._/ ~ Bewegungsschule(fit for fun) ~

  4. #4
    Johan Guest
    Hallo Thamis,

    ein kniffliges Werk, trotz der klaren Worte. Zwar etwas, was wir alle kennen - aber selten zuvor so treffend beschrieben.
    Vielleicht könnte man statt 'vergehen' 'verrinnen' nehmen? Oder passt das nicht so ganz zum Stil?

    Lieben Gruß
    Johan

  5. #5
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    Ja, "verrinnen" ist bildlicher.
    Auf jeden Fall würde ich "Perlen" zu einer "Perle" machen. Eine einzige Träne als Symbol für die ganze Trauer, die doch irgendwann "verrinnt". Das würde mir noch besser gefallen.

    also:
    als silberne Perle,
    die im Laufe der Zeit
    verrinnt


    Was mir soeben auffiel: Ich weiß nicht, ob das beabsichtigt war, aber die Versmaße sind scheinbar am vierten Vers gespiegelt:

    xXx
    xXxxXx
    xXxxXx
    xXxxX
    xXxxXx
    xxXxxX
    xXx ("verinnen", deine Fassung)

    Zumindest fast. Der vorletzte Vers passt da nicht ganz. Da holperts deswegen auch ganz kurz: bei "die im".
    Mein Vorschlag deswegen:

    als silberne Perle,
    im Laufe der Zeiten
    verrinnt sie.


    Das gefällt mir noch besser, denn dann wäre diese Spieglung perfekt:
    xXx
    xXxxXx
    xXxxXx
    xXxxX
    xXxxXx
    xXxxXx
    xXx

    Vielleicht gibt es noch bessere Möglichkeiten um dies zu erreichen (bestimmt!), aber die Spieglung an sich finde ich ein sehr schönes Mittel: So, wie der Inhalt einen Umweg über das Symbol nimmt und sich am Schluss wieder ganz auf die Trauer bezieht, so kehrt auch das Versmaß exakt zum Anfang zurück.

    Ist vielleicht nur eine Spielerei, aber eine ganz hübsche, wie ich finde. Bis auf "verrinnt" ändert sich auch nicht viel an deinem Wortlaut.
    fatcat's Zahmlose
    Es ist etwas an meinem Wort
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  6. #6
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    Hallo Gesichtslos

    Vielen Dank für das Lob!


    Hallo f@c@

    Schön dass du mich mal wieder beehrst! Und gleich mit einem Lob und einer nachvollziehbaren Kritik.
    Warum ich "vergehen" verwendet habe:
    Das vergehen bezog sich auf die Perlen/Tränen, denn diese trocknen und vergehen dadurch mit der Zeit.

    Hallo Johan

    vielen Dank auch dir für dein Lob und deinen Vorschlag, wie man "vergehen" ersetzen könnte. "verinnen" passt eigentlich schon zum Stil, aber leider nicht auf die Trauer, da diese nicht verrinnt.

    Hallo f@c@
    Deine Idee nur eine Perle statt Perlen zu nehmen gefällt mir sehr gut! Das passt wirklich noch besser. Außerdem kann man dann das "vergeht" (oder welches Wort es am Ende dann auch immer wird) auch noch auf die Trauer direkt beziehen.
    Das mit der Spiegelung war ehrlich gesagt nicht beabsichtigt, aber jetzt wo du es sagst fällt es mir auch auf und es gefällt mir sehr gut.
    Verinnen passt m. E. nicht so gut zum Text, da die Trauer nicht verrinnt sondern vergeht, schwindte, sich auflöst, ...
    Einen weiteren Knackpunkt bei deiner Umsetzung der Spiegelung sehe ich darin, dass durch das Weglasen des "die" aus dem Nebensatz ein Hauptsatz wird. Man müsste daher aus dem Komma einen Punkt machen und danach neu ansetzten, was das Gedicht etwas zerhackt.

    Ich werde mich, sobald ich wieder etwas mehr Zeit habe, mal dransetzten und versuchen eine neue Version mit allen Anmerkungen zu entwickeln. Vielleicht fällt euch aber auch bis dahin noch etwas Gutes ein, ich bin für alle Vorschläge offen.

    viele Grüße
    thamis
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