Thema: Nachtgedanken

  1. #1
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    Nachtgedanken

    Nachtgedanken

    Ich kuschel mich in deine Arme ein
    dort hoff´ich auf Geborgenheit,
    merkst nicht einmal, dass ich wein,
    einsam so, obwohl zu zweit.

    Dunkelheit fällt wie die Hülle,
    deckt die Traurigkeit leis zu.
    Zwischenraum in ganzer Fülle
    finden beide keine Ruh.

    Träumen wachend in den Morgen
    von dem Licht, das uns dann weckt,
    aufzulösen unsere Sorgen,
    Lebenslust uns neu entdeckt.
    Geändert von Sonne (07.12.2006 um 14:37 Uhr)

  2. #2
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    Hallo N.

    Es freut mich sehr, dass Dir meine Gedichte immer so gefallen - ist mein Mühen nicht ganz umsonst ).

    LG
    S.

    P.S.: Hab Dir eine PN geschickt, aber Dein Speicher ist voll !

  3. #3
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    Hallo Sonne,

    er liest sich nett, dein Text.
    Allerdings will sich mir der Übergang vom abendlichen Traurigsein bis zum Morgen,
    der zukunftsfroh beginnt, nicht erschließen.

    Die Mertik holpert auch ein wenig, ich denke, du kannst das sicher besser.
    Ich werde auf dein nächstes schauen; oder magst du hier überarbeiten?

    Lieben Gruß,
    Katzi
    Nickänderung: supikatzi wurde zu Chavali


    ~WÖRTERWUNDERTÜTE~

    Werkeverzeichnis (unvollständig - ruft nach Aktualisierung): Katzenspuren

    ©
    auf alle meine Texte!

  4. #4
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    O sole mio,
    Du legst zu! Das ist für eine Sonne ein krummer Vergleich, vielleicht sollte ich eher sagen, Du beginnst, am Horizont Dein erstes Licht leuchten zu lassen. Ich mag eigentlich gar nicht die Feder des Kritikers zu spitzen, weil ich (im Gegensatz zu supi- verzeih, Katzi!) zu spüren glaube, welcher Gedankengag hinter Deinen Worten steckt. Es gibt in der großen Literatur ein Beispiel, das mir gerade einfällt, bei dem der Verzweifelte sorgenvoll einschläft und am nächsten Morgen "geheilt" erwacht undWorte aus ihm heraussprudeln: "Des Lebens Pulse schlagen frisch lebendig,/ätherische Dämmerung milde zu begrüßen." Woran Du sicher noch arbeiten muss, und da gebe ich supikatzi Recht, ist die Metrik und die manchmal etwas verquere Satzstellung.
    "Lässt uns finden keine Ruh", so etwas meine ich. Entweder "Lässt uns keine Ruhe finden" (da sehe ich den Reim-Teufel um die Ecke grinsen) oder, wenn die "Ruh" um des Reimes Willen am Ende stehen soll, "finden beide keine Ruh" - falls es inhaltlich folgerichtig ist. Heinzi, sei konstruktiver! Also Vers 1 und 2 könnten (unter Verlust der lapidaren Kürze) metrisch sauber so lauten:
    "Ich kuschel mich in deine Arme ein,
    dort hoff` ich auf Geborgenheit". oder "da finde ich Geborgenheit".
    xXxXxXxXxX
    xXxXxXxX
    Du schreibst "von dem Licht, das uns erweckt". Mit dem Erwecken ist das so eine Sache. Tote "erweckt" man, Schlafende werden "geweckt".
    Was mir noch fehlt, liebe Sonne, ist die stringente Verfolgung des Gedankens -abends müde, einsam, Geborgenheit suchend/findend
    -nachts Unruhe vor dem Einschlafen/Traum/"Zwischenraum"
    -morgens Sonne, Hoffnung, neue Lebenslust
    Das hört sich nach viel Arbeit an, und das ist es auch. Aber am Ende steht da was auf dem Papier, was den Lesern ein Gefühl fpür die inneren Vorgänge des LI vermittelt. Ich habe mich nur deshalb mit Deinem Werklein beschäftigt, weil ich bei Dir die guten Ansätze spüre.
    Liebe Grüße,
    heinzi
    Geändert von Festival (10.12.2006 um 20:00 Uhr)

  5. #5
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    Hallo Supikatzi!

    Danke für Deinen Kommentar.

    Zum "Übergang vom abendlichen Traurigsein ... ":
    Ich habe ja geschrieben "träumen wachend", also ein Traum, den wir uns vorstellen, dass es doch endlich hell werden möge - so hab ich es jedenfalls gemeint.

    LG
    Sonne

    Hallo Heinzi!
    Dank Dir fürs lesen und die Vorschläge. Deinen Vorschlag für den Anfang finde ich gut, werd es so ändern. Auch den verdrehten Satz in S2. Diese verdrehten Sätze hab ich öfter im Kopf, weiß auch nicht warum *grins. Na kann ja nur besser werden.
    Und Tote kann man also erwecken? So, so ... *grins. Naja eigentlich soll da auch was ziemliches Totes erweckt werden und würde daher auch passen, aber damit es dann nicht so hart klingt, werde ich Deinem Rat folgen und "dann weckt" schreiben.

    Vielen Dank also
    LG
    Sonne

  6. #6
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    das mit der mühe... schade. es ist ein schlechtes gedicht, uninteressant, unkreativ. und beim titel denke ich an heine - warum soll ich an heine denken?

    gruß. esb.

  7. #7
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    Hallo, Sonne
    da hat der evil ja mal wieder zugeschlagen! Dass Mecklenburgerinnen öfter mal verdrehte Sachen im Kopf haben, das ist ja nichts Neues. Aber das machts nichts. Lass Dich nicht von weiteren Versuchen abhalten! Klar, kommen einem bei der Überschrift "Nachtgedanken" die von Henry in den Sinn, aber ich glaube, wenn man seine Überschriften liest, kann einem das nicht passieren.
    Tschüss,
    heinzi
    Geändert von Festival (08.12.2006 um 20:54 Uhr)

  8. #8
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    Hi evil,
    Den Titel haben schon viele verwandt, nicht nur Heine - gibst von Rilke auch und wer weiß von wem noch alles. Ist ja auch kein Wunder, denn wer hat keine Nachtgedanken? Dies hier sind MEINE Nachtgedanken. Die Assoziation zu Heine hast Du hergestellt! Ich wollte niemanden dazu animieren, bei meinem Text an ihn zu denken.

    Gruß Sonne

    Hi hate!
    Dank für Deine knappen Worte )
    LG Sonne

    Hallo Heinzi!
    Dank nochmal für Deine Zeilen. Werd natürlich nicht aufgeben und es weiter versuchen. Dass Mecklenburger verdrehte Sätze im Kopf haben, ist mir neu *grins.

    Schöne WE
    Sonne

  9. #9
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    Hi Sonne,
    Mecklenburgerinnen, nicht Mecklenburger!
    Ich erfreue mich manchmal auch an Kommentaren. Deiner "sitzt"!
    Liebe Grüße, selbstverständlich aus Mecklenburg!
    Heinzi

  10. #10
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    Hi Heinzi !
    Welcher Kommentar "sitzt" und erfreut Dich so?

    Gruß von der
    Mecklenburgerin

  11. #11
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    Sonnenfünkchen,
    ich meine deine Antwort, die mit "Hi evil" beginnt.
    heinzi

  12. #12
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    Hallo Heinzi!

    Freut mich, dass Du ihn verstanden hast.

    Gruß die Sonne

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